Die Kunst von Douglas Gordon ist nichts für den schnellen Blick. Berühmt wurde der schottische...
Robert Adams bleibt sich auf eine angenehm altmodische Weise treu. Seit Jahrzehnten fotografiert er den amerikanischen Westen mit ausgewählten Orten in Colorado, Kalifornien und Oregon: schwarz-weiß, kleinformatig abgezogen, meist in Serien.
Prüde war die Bohème der 1950er in Paris und New York sicher nicht, wenn auch Kenneth van Sickles (geb. 1932) Fotografien über Feste, Orgien und schläfriges Beisammensein im puritanischen Resteuropa eher Proteststürme der Sittenwächter ausgelöst hätten.
Einen besseren Zeitpunkt gibt es nicht. Vor zwei Jahren wurde Michael Sailstorfer mit dem Kunstpreis „junger westen“ ausgezeichnet. Er ist aktuell an der „Emscherkunst“ in der Region beteiligt, und er hat unlängst die künstlerische Gestaltung eines Radweges auf einer ehemaligen Bahntrasse in Recklinghausen gewonnen.
Eine komische, fast altmodisch wirkende Kunst: Das Museum Folkwang in Essen zeigt Zeichnungen, die „klassisch“ anmuten, hergestellt mit Bleistiften in unterschiedlichen Härtegraden auf DIN A4-Papier. In ihrer Feinheit, im Akribischen, bei dem die Striche oft nur wenige Millimeter lang sind und aneinander anschließen, kommt etwas Altmeisterliches zum Ausdruck, auch in der Anspielung auf realistisch-konkrete Strukturen.
Eine Bundesstraße zerteilt die Republik. Nicht in exakt gleiche Teile, aber doch annähernd. Schon zu Zeiten der Geburt Christi gab es diese Straße, als Handelsroute. In den Nachkriegsjahren war sie eine der meist befahrenen Strecken, in den 50ern erlangte sie im Ruhrgebiet als Ruhrschnellweg Kultstatus, und heute produziert sie selbst als dreispurig ausgebaute A40 immer noch täglich enorme Staus.
Ein besonderer Schwerpunkt des Kunstmuseums Gelsenkirchen ist – neben der Kinetik – die Konstruktive Kunst. Zudem unternimmt das Kunstmuseum in seinem Programm regelmäßig Abstecher in die farbbezogene gegenständliche und ungegenständliche Kunst. Auf die aktuelle Ausstellung von Frieder Kühner und Horst Kuhnert trifft nun der Titel „Konzept Konstruktiv“ zu.
Richard Long hat Spuren in Duisburg hinterlassen. Er hat 1995 den Wilhelm Lehmbruck Preis erhalten, selbst im LehmbruckMuseum ausgestellt und ist dort mit einer Wandmalerei mit Schlamm vertreten. Und das Museum DKM hat in seiner ständigen Sammlung einen Raum mit Arbeiten von Richard Long, im Dialog mit Hamish Fulton, einem weiteren Vertreter der Land Art.
Geheimnisse, lauter Geheimnisse! Das betrifft schon den Titel, bei dem das Prädikat sowohl aktiv als auch passiv gemeint sein könnte. Wer hat Schaden, was ist beschädigt? Welche Rolle spielt der Künstler, Peter Piller, dabei? Die Fotografien, die in Blöcken im Schaufenster im Dortmunder U angeordnet sind, fallen zu unterschiedlich aus, als dass sie von einer einzigen Person stammen könnten.
Als „Sammlung in Bewegung“ wird die Dauerausstellung des Museums Ostwall im Dortmunder U regelmäßig neu gestaltet. Ab September werden unter dem Motto „anybody can have an idea“, einem Zitat von Ben Vautier, neue Verbindungen zwischen bisherigen Ausstellungsstücken und Werken aus den Depots geknüpft.

Doppel in kritischen Zeiten
George Grosz und Daniel Richter im Museum in Hamm – kunst & gut 11/26
Zu Gast in Villa Kunterbunt
Lindgrens Bildwelten in Oberhausen – Ruhrkunst 11/26
Welt zeigen
Malerei im MuT Bochum – Ruhrkunst 11/26
„Zu Unrecht in eine rosa Ecke gestellt“
Julia Lerch Zajaczkowskaüber „Under the Pink Flag“ im Museum Bochum – Sammlung 11/26
„Frühe Faszination für Systeme und Programme“
Kuratorin Noa Lohrmann über „Kunst und Konstruktion” im Essener Museum Folkwang – Sammlung 10/26
Menschen, Produkte, Orte
„Industrial: Seidenstraßen 3000“ in der Kunsthalle Dortmund – Ruhrkunst 10/26
Wesen aus der Zwischenwelt
„Gute Nacht“im Kunstmuseum Mülheim – Ruhrkunst 10/26
Fremde, vertraute Orte
Rolf Escher im Schlieker-Haus in Bochum – kunst & gut 10/26
„Die gewachsene Bedeutung der Logistik im Ruhrgebiet“
Kuratorin Inke Arns über die Ausstellung „Industrial: Seidenstraßen 3000“ in der Kunsthalle Dortmund – Sammlung 09/26
Purismus in Farbe
Richard Paul Lohse in Bottrop – Ruhrkunst 09/26
Kopfsachen
Jaume Plensa in Duisburg – Ruhrkunst 09/26
Farbe in Bewegung
Dejan Sarić im Lehmbruck Museum in Duisburg – kunst & gut 09/26
Aufstand der Malerei
Gustave Courbet im Museum Folkwang in Essen – kunst & gut 08/26
Mitleid unter Tage
Die Manifesta 16 in Bochums Christ-König-Kirche – Kunst 08/26
Keller voller Licht
25 Jahre Lichtkunstzentrum in Unna – Ruhrkunst 08/26
Hangover mit Schafen
Ragnar Kjartansson in Recklinghausen – Ruhrkunst 07/26
Potenzial der Farben
Die Sammlung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung im Märkischen Museum Witten – kunst & gut 07/26
„Ein Meister des Marketings“
Die Kuratorinnen Anna Brohm und Sonja Pizonka über „Ich, Gustave Courbet“ in Essen – Sammlung 07/26
Aus Papier wird Raum
Michael Beutler in Gelsenkirchen – Ruhrkunst 06/26
Junger Osten
„Die Kids sind nicht alright!“ im Bochum MuT – Ruhrkunst 06/26
Materie und ihre Energie
Anish Kapoor im Lehmbruck Museum Duisburg – kunst & gut 06/26
„Eine ganz eigene Form von Kunst“
Museumsdirektor Nico Anklam über „Sunday Without Love“ in der Kunsthalle Recklinghausen – Sammlung 06/26
Kreislauf des Alltäglichen
Yuko Mohri, Ei Arakawa-Nash und die Sammlung von Inge Baecker im Kunstmuseum Bochum – kunst & gut 05/26
Globales Waldbaden
„Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen – Ruhrkunst 05/26
Schrott im Museum
Ausstellung über Abfallentsorgung im Dortmunder U – Ruhrkunst 05/26