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GuteNachrichten fürs Gemeinwohl

20. August 2019

LeserInnen-Fundstücke an gut@trailer-ruhr.de

Das GuteNachrichten-Team: Katja Egler und Sarah Maiwald

Die steile trailer-These: Unsere Welt ist die beste aller bisherigen.

Die öffentliche Wahrnehmung  ist leider oft eine andere. Wir wollen diese Negativ-Atmosphäre durchbrechen und mit guten Nachrichten fürs Gemeinwohl eine Art Gegengift anbieten: MeinungsMagazine trailer-ruhr, engels und choices mit der Kraft unserer Medien an Rhein und Ruhr.

Wir halten es für unsere verlegerische Pflicht, unseren LeserInnen Mut zu machen. Die Dimension von schlechten Nachrichten auf allen Kanälen schafft im Bewusstsein der Menschen eine Art Ausweglosigkeit. Das überbordend Negative, Hass, Rassismus und Diskriminierung führen zur Zerstörung von Engagement, Solidarität und Demokratie. Wer wünscht sich nicht häufiger gute Nachrichten fürs Gemeinwohl?!

Wir wünschen unseren LeserInnen Freude und Ermutigung bei der Lektüre der Beiträge. Ein QR-Code in den Printausgaben führt zu dieser Online-Version.

Gute Nachrichten fürs Gemeinwohl.
Seid realistisch, fordert das Unmögliche !

Wir freuen uns auf Leserpost mit neuen Guten Nachrichten, an
gut@trailer-ruhr.de.

 

 

Foto: Galapagos Conservancy

Galapagos-Inseln: Schildkröten-Rettungsprogramm erfolgreich beendet

Aus 15 mach 2,300! Die Española-Riesenschildkröte wäre wahrscheinlich heute ausgestorben, gäbe es nicht das  „Española Tortoise Program“. Gegründet Mitte der 1960er Jahre ist nun eines der erfolgreichsten Züchtungsprogamme weltweit als beendet erklärt worden. Angefangen hat alles vor über 50 Jahren, als die Helfer*innen die letzten 14 verbleibenden Schildkröten der Española Insel eingesammelt haben um die Population wiederherzustellen. Zusätzlich kam zur Rettung der Art auch Riesenschildkröte Diego aus dem San Diego Zoo dazu.

Die ersten Nachkommen wurden schon früh aus der Zucht zur Insel zurückgebracht, wo viele überlebt und sich mittlerweile weitervermehrt haben. Die Population besteht nun aus über 2,300 Tieren – dabei sind schätzungsweise 40% der Nachkommen von Schildkröte Diego. Im Juni wurden dann auch die ursprünglichen 15 Schildkröten wieder auf ihre Heimat-Insel gebracht. Mit den Boot an den Strand und dann auf den Rücken der Forscher*innen wurden die zwischen 35 und 80 Kilo schweren Tiere zu einer Stelle der Insel gebracht, wo besonders viele Opuntien-Kakteen wachsen – das Lieblingsessen der Tiere.

Der Lebensraum der Schildkröten ist wiederhergestellt und sicher. Noch um 1800 haben Seefahrer und Piraten Jagd auf die Tiere gemacht und durch das Auswildern invasiver Arten – wie unter anderem Ziegen – den Schildkröten ihre Nahrungsquellen genommen. Die Ziegen sind seit 1978 wieder von der Insel verschwunden. Die Original-Schildkröten können so nun ihre letzten Tage in Ruhe in ihrer Heimat verbringen, nachdem sie erfolgreich ihre Art gerettet haben.


Autorin: Katja Egler

Quelle: Galapagos.org

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Foto: Kon Karampelas/Unsplash

USA: Kein Platz für Rechtsextremismus auf YouTube

Das Videoportal YouTube hat die Kanäle von sechs großen, rechtsextremen Benutzer*innen aus den USA gelöscht. Dabei waren unter anderem die Kanäle des ehemaligen Anführers des Ku-Klux-Klans und des Sprechers der neuen Altright-Bewegung Richard Spencer. Dieser hatte seine Videos in den USA produziert, aber weltweit seine rassistischen Beleidigungen und Warnungen vor einem Rassenkrieg verbreitet. Nun sind die Konten und Videos gelöscht. YouTube will so ein Zeichen gegen Hass und Hetze setzen.

Im letzten Jahr hatte die Plattform schon ihre Richtlinien geupdatet und die Vorgaben gegen rassistische Inhalte und Hassbotschaften verschärft. So ist nun unter anderem verboten den Holocaust zu leugnen oder auf andere Hassbotschaften zu verlinken. Daraufhin wurden insgesamt 25,000 Kanäle geschlossen.

Durch die Black-Lives-Matter Bewegung wird stärker Druck auf soziale Medien, wie Facebook, Reddit oder Twitch, ausgeübt bezüglich Hetze auf ihren Portalen. Aktivist*innen fordern stärkeres Eingreifen gegen rechtsextreme Kanäle. Die genannten Plattformen haben auf diese Forderungen reagiert und viele Kanäle aufgrund ihrer Hassbotschaften gesperrt. Allein Reddit sperrte 2000 Gruppen – auch Subreddits genannt -, darunter einen, der insbesondere bei Donald Trump-Anhänger*innen beliebt war. So zeigt sich, wie demokratischer Protest auch im Netz seine Wirkung haben kann.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: HeiseWDR Cosmo

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 Foto: Vero Photoart/Unsplash

Deutschland: Upskirting als Straftat mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe

Im Bundestag wurde ein neues Gesetz beschlossen, das künftig Upskirting als Straftat mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft. Somit ist das Fotografieren „von den Genitalien, dem Gesäß, der weiblichen Brust oder der diese Körperteile bedeckenden Unterwäsche einer anderen Person“ verboten. Bisher galt das unbefugte Fotografieren unter den Rock nur als Ordnungswidrigkeit, die mit einer geringen Geldstrafe belangt wurde. Das hielt die Täter*innen laut rechtspolitischen Sprecher der SPD im Bundestag, Johannes Fechner, aber kaum ab.

„Einer Frau unter den Rock oder in den Ausschnitt zu fotografieren, ist eine schamlose Verletzung ihrer Intimsphäre“, sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD). Sie hatte schon letzten Herbst einen Gesetzesentwurf angeregt. Jedoch fiel dieser ursprüngliche Entwurf in den Paragraf der Persönlichkeitsrechte, das beschlossene Gesetz gilt nun als Sexualstraftat, da die Tat vor allem die sexuelle Selbstbestimmung der Betroffenen angreife.

Zudem wurde auch das Fotografieren von Unfalltoten unter die gleiche Strafe gestellt. Bisher gab es nur eine Regelung für lebende Unfallopfer, nicht jedoch für die Verstorbenen.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: Tagesschautaz

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Foto: Braedon McLeod/Unsplash

Japan: Neue Methode ermöglicht Bestäubung durch Seifenblasen

In Zeiten von Bienensterben suchen Wissenschaftler*innen Alternativen für das Bestäuben von Blüten. Auch, weil das Bestäuben von menschlicher Hand eine aufwendige und harte Arbeit ist. Die japanischen Wissenschaftler*innen Xi Yang und Eijiro Miyako haben nun eine Methode untersucht, bei der Seifenblasen mit Pollen gefüllt und per Drohne auf die Blüten geschossen werden. Dort landen sie sanft, platzen und bestäuben so die Blüte. Ihr Ergebnis nach drei Jahren Forschungsarbeit: Die Methode funktioniert – 95% aller Blüten würden Früchte tragen, die die gleiche Qualität, wie die von Hand bestäubten Früchte aufweisen. Jedoch müssten die Drohnen noch präziser werden. Außerdem sind die Seifenblasen nicht wetterfest: Bei starkem Wind und Regen können sie nicht eingesetzt werden.

Zuvor hatte Miyako schon mit Bestäubungsrobotern experimentiert, die jedoch oft die Blüten zerstörten. Die Seifenblasen-Bestäubung – dessen Idee ihm beim Spielen mit seinem Sohn kam – ist dagegen günstiger, effektiver und bietet vielleicht für die Zukunft ein Möglichkeit der Nahrungssicherung bei fortschreitendem Artensterben. Drei Viertel aller Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen und Hummel angewiesen. Zum Beispiel in China ist in Regionen mit großem Insektenschwund die Handbestäubung schon eine gängige Methode.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: scinexxsz

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