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GuteNachrichten fürs Gemeinwohl

20. August 2019

LeserInnen-Fundstücke an gut@trailer-ruhr.de

Das GuteNachrichten-Team: Katja Egler und Sarah Maiwald

Die steile trailer-These: Unsere Welt ist die beste aller bisherigen.

Die öffentliche Wahrnehmung  ist leider oft eine andere. Wir wollen diese Negativ-Atmosphäre durchbrechen und mit guten Nachrichten fürs Gemeinwohl eine Art Gegengift anbieten: MeinungsMagazine trailer-ruhr, engels und choices mit der Kraft unserer Medien an Rhein und Ruhr.

Wir halten es für unsere verlegerische Pflicht, unseren LeserInnen Mut zu machen. Die Dimension von schlechten Nachrichten auf allen Kanälen schafft im Bewusstsein der Menschen eine Art Ausweglosigkeit. Das überbordend Negative, Hass, Rassismus und Diskriminierung führen zur Zerstörung von Engagement, Solidarität und Demokratie. Wer wünscht sich nicht häufiger gute Nachrichten fürs Gemeinwohl?!

Wir wünschen unseren LeserInnen Freude und Ermutigung bei der Lektüre der Beiträge. Ein QR-Code in den Printausgaben führt zu dieser Online-Version.

Gute Nachrichten fürs Gemeinwohl.
Seid realistisch, fordert das Unmögliche !

Wir freuen uns auf Leserpost mit neuen Guten Nachrichten, an
gut@trailer-ruhr.de.

 

 

Foto: siranamwong/freepik

USA: Diversität wird Voraussetzung für Oscar-Nominierung

Nach jahrelanger Kritik gibt es eine nahezu historische Veränderung beim Verleih des wichtigsten Preises der Oscars: Um künftig als „Bester Film“ ausgezeichnet zu werden, muss Diversität vor und hinter der Kamera nachweisbar sein. Die Oscars sollen so in Zukunft weniger weiß und männlich geprägt sein – eine Kritik, die immer wieder geäußert wurde. So auch im letzten Jahr, als nur weiße Regisseure in der Kategorie „Beste Regie“ nominiert waren – und nicht, weil es zum Beispiel an weiblichen Regisseurinnen fehlte.

Ab 2024 müssen die Bewerber als „Bester Film“ mindestens zwei von vier Diversitätskategorien erfüllen. Die erste Kategorie bezeichnet die Repräsentation von Minderheiten auf der Leinwand durch die Rollenbesetzung und die Filminhalte. Aber auch hinter der Kamera soll es diverser werden durch Kategorie 2 die Vielfalt in der Leitung und Produktion bestimmt. Des Weiteren sollen Zugänglichkeit und Chancen (wie Praktika) für Minderheiten sowie Vielfalt im Marketingteam garantiert werden. So soll laut Academy-Präsident David Rubin und Geschäftsführerin Dawn Hudson ein dauerhafter Wandel in der Film-Industrie angestoßen werden.


Autorin: Katja Egler

Quelle: Oscars, taz

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Foto: user1385294/freepik

Simbabwe: Keine Minen in Nationalparks

Fünf Jahre juristischer Kampf waren erfolgreich: Kohle- und Goldminen sind nun in allen elf Nationalparks Simbabwes verboten. Damit wurde ein 2015 beschlossenes Gesetz wieder rückgängig gemacht, das es zwei chinesischen Firmen erlaubte Kohle in dem bedeutsamen Hwange Nationalpark abzubauen. Dieser ist Heimat allein für 40,000 Elefanten sowie von von Leoparden, Afrikanischen Wildhunden und dem vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashorn. Die Zimbabwe Environmental Lawyers Association (ZELA) hatte sich gegen das Vorhaben eingesetzt, um eine „ökologische Zersetzung“ – wie sie es bezeichneten – zu verhindern. Nun wurden nach Informationsministerin Monica Mutsvangwa Minen mit sofortiger Wirkung verboten.

Simbabwe kämpft seit Jahren mit steigender Inflation. Durch die Investition Chinas –­ ein enger Verbündeter Simbabwes – sollte dieser entgegengewirkt werden. Jedoch hätte der Beschluss aber auch auf weite Sicht dem Tourismus, der Haupteinnahmequelle des Landes, geschadet durch das Zerstören der viel besuchten Nationalparks.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: BBC

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 Foto: marylong/freepik

Paris: Kolonialgeschichte neu erinnert

In der französischen Hauptstadt trägt nun ein Park den Namen Solitude, nach einer schwarzen Frau und Freiheitskämpferin. Sie gilt als Schlüsselfigur der Aufstände gegen die französischen Kolonisten und der Sklaverei auf der Karibik-Insel Guadeloupe. Anfang des 19. Jahrhunderts kämpfte sie und wurde daraufhin hingerichtet.

Die Sklaverei in Frankreich wurde zwar mit der Französischen Revolution offiziell abgeschafft, aber durch Napoleon wieder eingeführt. Seit der Tötung des US-Amerikaners George Floyd wird wieder der Umgang mit kolonialen Denkmälern diskutiert. So auch in Frankreich: Unter anderem wurde über die Statue von Jean-Baptiste Colbert vor dem Parlament diskutiert. Dieser war ein Staatsmann des 17. Jahrhunderts, der mit dem „Code Noir“ Benachteiligungen der Sklaven legimitierte. Politiker*innen wie der französische Präsident Macron haben sich gegen die Entfernung solcher Statuen ausgesprochen.

Jedoch sollen neue Orte des Erinnerns geschaffen und mit ihnen andere Figuren geehrt werden – wie unter anderem Solitude. Die Statue soll noch errichtet werden und wäre damit die erste einer schwarzen Frau in Paris. Die Bürgermeisterin Paris‘ spricht von dem Schritt als ein starkes Symbol für den Umgang mit der kolonialen Geschichte.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: WDR Cosmo, BBC

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Foto: thelavrova/freepik

Deutschland: Grenzstreifen wird Naturmonument

Der ehemalige innerdeutsche Grenzstreife wurde anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der deutschen Einheit vom Bundesumweltministerium zum Naturmonument ernannt. Das „Grüne Band“ soll laut Pressemitteilung dauerhaft geschützt werden. Es sei sowohl Erinnerungsort als auch „ein wertvolles Stück Natur in Deutschland, das Menschen, Landschaften und Biotope miteinander verbindet“ – so Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Nach jahrelanger Naturschutzarbeit ist aus dem Todesstreifen ein Ort des Lebens geworden. Die friedliche Revolution habe einen entscheidenden Anstoß gegeben für Umwelt- und Naturschutz im geeinten Deutschland: „Wegen der herausragenden Naturschätze, die durch das Nationalparkprogramm der letzten DDR-Regierung unter Schutz gestellt wurden, aber vor allem auch wegen der Menschen, die so viel Schwung in die gesamtdeutsche Natur- und Umweltschutzbewegung eingebracht haben." Schulze zieht eine aus der Einheit eine positive Bilanz für den deutschen Naturschutz. Die „Grüne Linie“ wird so ein Symbol für Trennung und deren Überwindung: „Natur kennt keine Grenzen. Das ist die Botschaft, die von diesem Naturmonument nicht nur national, sondern auch in Europa ausgehen sollte."

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: BMU

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