Diesen Held kann wirklich nichts aufhalten: weder die strengen Vorschriften des neapolitanischen Königshofs, noch die türkische Sklaverei oder die Verlockungen der schönen Sultanstochter. Graf Peter ist ein ganzer Kerl – so ähnlich wie der junge, durch hartes Training und Anabolika gestählte Arnie Schwarzenegger, dem Stephan Ullrich in der Videoprojektion flugs das Gesicht von Peter Schöne verpasst.
Theater kann manchmal aufregend sein, immer dann, wenn das Leben auf der Bühne sich dem Leben vor dem Theater so weit nähert, dass die Konturen verwischen. Kein Traum wie Alice‘ in Carrolls Wunderland, aber eine traumhafte Performance des Nebensächlichen. Dafür folgen die Zuschauer Schorsch Kamerun zwangsläufig in seinen Bau, fallen in die Sitze und landen in einem Raum mit vielen Möglichkeiten
Gibt es eine Kausalität zwischen Schaulaufen und Schauprozess? In jedem Drama, in jedem Lustspiel, das eine Gerichtsverhandlung auf der Bühne darstellt, steht grundsätzlich die Verurteilung des Beklagten bereits im Vorhinein fest. Das Schaulaufen entzieht sich dagegen eher einer eindeutigen Begrifflichkeit und findet formal nicht notwendigerweise immer auf Bühnen statt. Nichtsdestotrotz könnte man hier eher einen kurzen Prozess erhoffen.
Klar, auf den deutschen Autobahnen sind sie seit zwei Jahrzehnten allgegenwärtig. Trucks, Kleinlaster, PKWs mit Anhänger und alle mit dem Länderkennzeichen PL für Polen. Nachbarn waren wir schon immer, aber so richtig schön normal ist diese Beziehung erst seit dem Zusammenbruch des Ostblocks.
Theater als Spiegel der Realität. Zukunft oder Gegenwart? Das Böse ist immer und überall. Anthony Burgess hat dies in seinem 1961 veröffentlichten Roman „A Clockwork Orange” bereits überzeugend kommentiert. Auch wenn Alex und seine Gang Nacht für Nacht durch die Stadt ziehen und sich auf wehrlose Opfer stürzen, zynisch, grausam und gewissenlos sind nicht nur sie.
Wo will ich hin im Leben? Was macht man mit der Vielzahl an Möglichkeiten? Was ist wichtiger: Beruf, Liebe oder die weite Welt, und muss man sich da überhaupt festlegen? Das Kinder- und Jugendtheater Dortmund (KJT) erarbeitet mit Jugendlichen ab 17 Jahren ein Stück über die Themen, die diese Fragen beantworten wollen.
Während ein kalter Märzwind durch die Straßen fegt, träumt Anna Depenbusch von der Sommerfrische. Wie sie das macht? Ganz einfach: Sie bastelt sich mit Hilfe einer Hawaii-Tapete einen „Sommer aus Papier“. Der lässt sich überallhin mitnehmen, genau wie ihre Ukulele, die nicht so sperrig ist wie ihr geliebtes Klavier.
Hollywood in den 90er Jahren. Sex, Drogen, Skandale und Partys sind das tägliche Geschäft von Stars wie Pamela Anderson, Quentin Tarantino oder Sean Penn, während im Fernsehen erschreckende Bilder des Irakkriegs laufen. Mittendrin der kleine Journalist Tom, der endlich groß herauskommen möchte.
Ein Ausflug ins „Bad Moers“ lohnt sich – auch für KassenpatientInnen. Es ist der Name des fiktiven Kurorts, in den das alte neue Rathaus in Moers eigens für Ulrich Grebs Inszenierung mit einer unglaublichen Detailliebe verwandelt wurde.
Als Thomas Gsella noch Chefredakteur des Satiremagazins „Titanic“ war, da pflegte er die Vorschläge seiner Texter in zwei Kategorien einzuteilen: in „Ja-kann-man-machen“- und „Super-das-isses“-Witze. Dass Letztere im Heft die Oberhand behielten, war Aufgabe des Chefs. Seinen Dienst bei der Titanic hat Gsella mittlerweile quittiert und widmet sich seither verstärkt wieder der komischen Lyrik.

„Die Chaostheorie als Denkfigur“
Neue Spielzeit mit dem Titel „Chaos“ im Theater Mülheim an der Ruhr – Premiere 11/26
Die Revolution bleibt aus
„Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ in der Kokerei Hansa Dortmund – Prolog 11/26
Ballett und Battles
„Kleine Hände“ im Musiktheater im Revier (MiR) – Tanz an der Ruhr 11/26
Reise durch die wilde Mittelerde
„Der Hobbit“ im Jungen Schauspiel Düsseldorf – Prolog 10/26
„Beethoven bleibt in voller Strahlkraft erhalten“
Regisseurin Claudia Bossard über „Clockwork Orange“ am Bochumer Schauspielhaus – Premiere 10/26
Bürgerliche Moral auf Koks
„Die Dreigroschenoper“ in der Dortmunder Kokerei Hansa – Prolog 10/26
„Es geht um Selbstermächtigung und Freiheit“
Regisseurin Elisabeth Stöppler über „Das Wunder der Heliane“ am Aalto-Theater Essen – Interview 10/26
Waacking und Wende
„Kipppunkte“ am Theater Oberhausen – Tanz an der Ruhr 10/26
Tanzende Pixel und Shakespeare auf dem Turntable
Favoriten Festival in Dortmund – Bühne 09/26
Legenden der schönen, scharfen Klinge
„Samurai X“ am Jungen Schauspiel Düsseldorf – Bühne 09/26
„In so einer revolutionären Situation sind wir heute nicht“
Regisseur Matthias Heße über „Die Zofen“ am Schlosstheater Moers – Premiere 09/26
Eine Welt aus Mensch und Maschine
Spielzeiteröffnung im Theater an der Ruhr – Prolog 09/26
Der verdrängte Müll
„Waste Me“ in Pact Zollverein – Tanz an der Ruhr 09/26
Zwischen Identität und Instrumentalisierung
„Back to Kidal“ bei der Ruhrtriennale – Tanz an der Ruhr 08/26
Ein Straßenfeger im Osten des Reviers
33. Festival Welttheater der Straße in Schwerte – Prolog 08/26
Dauerbrenner unter freiem Himmel
Das NN Theater Freiluftfestival 2026
„Wir gehen den Weg zusammen“
Aurel Dawidiuk wird neuer Intendant und GMD der Bochumer Symphoniker – Interview 07/26
„Wir opfern unsere Welt für Fortschritt“
Regisseur Philipp Preuss über „Circus Oresteia“ im Mülheimer Raffelbergpark – Premiere 07/26
Die Läuterung der Bösen
„Der Sturm“ im Schlosspark Bochum Weitmar – Prolog 07/26
Urban Arts und Wüstenkunde
„Magec / the Desert“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 07/26
Ein Jahr lang gute Taten reichen nicht
„Die kleine Hexe“ beim Düsseldorfer Sommertheater im Park – Prolog 06/26
Freiheit, Krieg, Einsamkeit
„Ptah VI“ am Essener Aaalto Theater – Tanz an der Ruhr 06/26
Freiheit gegen Tyrannei
„Die Räuber“ am Bochumer Schauspielhaus – Prolog 06/26
„Die Szene ist noch sehr lebendig“
Leiterin Franziska Werner über das Impulse Festival 2026 in NRW – Premiere 06/26
Schrecken aus Eis und Finsternis
Fidena in Bochum: Marionetten aus Eis gleiten auf Virginia Woolfs Wellen – Bühne 05/26