Seine Liebe zu Gott ist unerschütterlich. Mendel Singer, jüdischer Dorfschullehrerin einem russischen Schtetl vor gut 100 Jahren, glaubt das zumindest. In Wahrheit ist es wohl eher ein strammer religiöser Gehorsam, den er für Liebe hält. In seiner eigenen Familie ist jedenfalls nichts von Nächstenliebe oder Mitgefühlzuspüren.
Alles hätte so schön sein können, wenn da nicht Eltern und Karriereleiter und Stand und Ehre und was weiß ich sonst noch eine unsichtbare Mauer aus Lug und Trug gebaut hätten, gegen die die beiden Liebenden erst anrennen und an der sie am Schluss verzweifeln.
Zwei Frauenleichen ausgeweidet, mal schnell einen menschlichen Braten gezaubert. Ed Gein war ein irrer Mörder und diente zahlreichen Horror-Filmen wie „Psycho“ oder „Schweigen der Lämmer“ als blutrünstige Basis. „Der Schlächter von Plainfield“ wurde zum Unhold seiner Zeit und das waren die grauen 1950er Jahre in Wisconsin.
Mit donnernden Schritten geht Lum zur Tür. „Willst du, dass ich dich verlasse?“ brüllt er seinem Kompagnon Purl zu. „Natürlich“, schreit der ihm hinterher. Lum öffnet eine knarrende Tür, die jedem Psychothriller Ehre machen würde. Doch mit dem Verlassen wird es nichts.
Wenn eine kleine Hand zum Zählen der Lebensjahre nicht mehr ausreicht, dann beginnt in der Regel die Zeit für Bühnenspektakel jenseits des Kasperletheaters. Davon profitieren die Stadttheater insbesondere zur Weihnachtszeit.
Jürgen Bartsch hatte in den 60er Jahren vier Jungen entführt, misshandelt und auf grausame Weise ermordet. Das Stück ist der Versuch seine Gedanken zu erkunden.
Jahresrückblicke und X-mas-Shows schön und gut: Es gibt aber auch noch „normale“ Höhepunkte auf den Bühnen der Region. Zum Beispiel das Gastspiel des Schweizer Duos „Ohne Rolf“.
Essens Weihnachtsmärchen „Peter Pan“ ist nicht nur für Kinder ein Vier-Sterne-Menü für die Augen.
Der durch NRW tourende WDR5 Science Slam machte Halt in Duisburg und unterhielt einmal mehr mit vier diesmal sehr unterschiedlichen Forschungsvorträgen und dem gut aufgelegten Moderator Ingo Börchers.
Benno Boudghoust inszeniert eine universale Geschichte über das Erwachsenwerden, basierend auf dem berühmten Roman J.D. Salingers.

Gemeinsam gegen einsam
„Wo sind denn alle?“ am Moerser Schlosstheater – Prolog 02/26
Bett trifft Ballett
„Frida“ am Dortmunder Ballett – Tanz an der Ruhr 02/26
„Ein ungewöhnlicher Frauencharakter“
Dramaturgin Patricia Knebel über die Oper „Die Fritjof-Saga“ am Essener Aalto-Theater – Interview 02/26
„Das Stück stellt uns vor ein Dilemma“
Regisseurin Mateja Koležnik über „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ in Bochum – Premiere 02/26
Zurück in den Sumpf!
Jean-Philippe Rameaus „Platée“ am Theater Hagen – Bühne 02/26
Witz, Tempo, Herz
Paul Abrahams Operette „Märchen im Grand-Hotel“ in der Oper Dortmund - Bühne 02/26
Das eigentliche Böse
„Deep Sea Baby“ im Mülheimer Ringlokschuppen Ruhr – Prolog 01/26
Manischer Maskenball
„Delirious Night“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 01/26
Die Flut aus toten Körpern
„Staubfrau“ am Theater Oberhausen – Prolog 01/26
„Eine Referenz auf Orte im Globalen Süden“
Regisseur:in Marguerite Windblut über „Der Berg“ am Essener Grillo-Theater – Premiere 01/26
Praktisch plötzlich doof sein
Helge Schneider präsentiert seine neue Tour – Prolog 12/25
Tanzbein und Kriegsbeil
Filmdoku in Düsseldorf: Urban Dance in Kiew – Tanz an der Ruhr 12/25
Der böse Schein
„Söhne“ in der Moerser Kapelle – Prolog 12/25
„Totaler Kulturschock. Aber im positiven Sinn“
Schauspielerin Nina Steils über „Amsterdam“ am Bochumer Schauspielhaus – Premiere 12/25
Verlorene Jahre
„The Drop“ am Jungen Schauspiel in Düsseldorf – Prolog 11/25
Kampf, Verlust und Liebe
Vorweihnachtliche Stücke für junges Publikum im Ruhrgebiet – Prolog 11/25
Tanz der Randfiguren
„Der Glöckner von Notre-Dame“ in Essen – Tanz an der Ruhr 11/25
„Jede Inszenierung ist eine Positionierung“
Regisseur Kieran Joel über „Antichristie" am Schauspielhaus Dortmund – Premiere 11/25
Das selbsternannte Volk
„Die Nashörner“ am Düsseldorfer Schauspielhaus – Prolog 10/25
Körper und Krieg
„F*cking Future“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 10/25
Foltern ohne Reue
„Törleß“ am Bochumer Rottstr 5 Theater – Prolog 10/25
„Subjektive Wahrnehmung ist verboten“
Regisseurin Jette Steckel über „Das große Heft“ am Bochumer Schauspielhaus – Premiere 10/25
Graf Fridol geht auf Nachtschicht
Musik-Improtheater beim Duisburg Fringe Festival – Festival 09/25
Auf einem Mistkäfer zum Olymp
„Der Frieden“ am Schlosstheater Moers – Prolog 09/25
Ein großartiges Schlachten
Elfriede Jelineks „Am Königsweg / Endsieg“ in Essen – Prolog 09/25