Die „Wolke“, die Christina Kubisch im Schaufenster des Museum Ostwall auf der vierten Etage des Dortmunder U errichtet hat, ist ein guter Start in ihre dortigen Beiträge. Von draußen durch die Glasscheibe zu sehen und drinnen auf Augenhöhe zu umqueren, hängt ein locker gefasstes Bündel schwarzer Kabel über dem Boden.
Neben der A40 lässt es sich gut ruhen. Gleich hinter der Lärmschutzwand liegt ein Friedhof, die Geräusche des Ruhrschnellweges sind immanent. Ein stiller Hain ist das nicht und doch sympathisch symptomatisch für den pragmatischen Umgang der Ruhrgebietsbewohner mit ihrer Umwelt.
Es trifft sich gut, dass parallel zu Gotthard Graubner Ulrich Erben ausstellt. Erben, ebenfalls in Düsseldorf ansässig und zehn Jahre als Graubner, gehört gleichfalls zu den wichtigen Vertretern der gegenstandsfreien Malerei und nimmt doch eine sehr andere Position ein.
Die beste Formulierung zu dieser Malerei stammt von Gotthard Graubner selbst: Als „Farbraumkörper“ bezeichnet er seine zum Quadrat tendierenden ungegenständlichen Bilder seit 1970.
Eine Ausstellung, die wir nicht auf der Rechnung hatten: Im Osthaus Museum findet eine Schau mit dem Fotografen Michael Schnabel statt, dessen Arbeiten hier hervorragend zur Geltung kommen, eben weil sie großartig ist.
Das Thema und der theoretische Ansatz der Ausstellung „Malerei und realer Raum“ in Bochum-Weitmar liegen auf der Hand. Die „Situation Kunst (für Max Imdahl)“ versteht sich als Forschungsinstitut zur Kunst mit einem Faible für ungegenständliche Darstellungen.
Ein runder Tisch, umgekippte Tische, mitten drin ein zerbrechlich wirkender Professor. The wall to wall is calling, it lingers, then you forget, ohhh, you’re a Rock’n’Roll suicide.
Plötzlich wird Udo Nöger leidenschaftlich, blickt im Kreis herum, hebt die Arme: „Was ist Malerei anderes als Licht. Licht! Licht ist Energie ist Malerei!“
Kurz bevor er wohl zum Shooting Star der Kunstszene avancieren wird, zeigen zwei Galerien in NRW Arbeiten von Ruprecht von Kaufmann. Bis Anfang November sind seine Collagen in Düsseldorf und Gladbeck zu sehen.
Die Erkenntnis, wie viel diese Modefotos an gesellschaftlichen Mustern und Zeitgeschehen mitteilen, stellt sich in dieser Schau erst allmählich ein, aber dann beginnt das Spiel der Verknüpfungen und Beziehungen. Das fabelhafte Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund zeigt in seiner aktuellen Wechselausstellung die Mode der 1960er Jahre, anhand von Fotografien...

Geschmacksachen
„Mahlzeit!“ im LWL-Museum in Herne – Ruhrkunst 02/26
Ästhetische Verwandtschaften
„Affinities“ in der Kunsthalle Recklinghausen – Ruhrkunst 02/26
Fotografie in bewegten Zeiten
Germaine Krull im Museum Folkwang in Essen – kunst & gut 02/26
„Sie wollten Kunst für alle machen“
Kuratorin Sarah Hülsewig über „German Pop Art“ in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen – Sammlung 02/26
„Die Guerrilla Girls sind mit der Zeit gegangen“
Kuratorin Nicole Grothe über die Ausstellung der Guerilla Girls im Dortmunder Museum Ostwall – Sammlung 01/26
Tanzende Gitter
Susan Hefuna im Duisburger Museum Küppersmühle – Ruhrkunst 01/26
Klappe auf, Klappe zu
Rolf Glasmeier im Kunstmuseum Gelsenkirchen – Ruhrkunst 01/26
Geheime Erzählungen alltäglicher Gegenstände
Vera Lossau im Märkischen Museum Witten – kunst & gut 01/26
Die Abstraktion der Künstlerinnen
„InformElle“ im Emil Schumacher Museum Hagen – kunst & gut 12/25
Rund ums Staubhaus
„How we met“ im Kunstmuseum Bochum – Ruhrkunst 12/25
Raumschmuck aus Türmen
Mariana Castillo Deball im Dortmunder Kunstverein – Ruhrkunst 12/25
„Konventionen über Bord werfen“
Co-Kuratorin Kerstin Meincke über „Germaine Krull: Chien Fou“ im Essener Museum Folkwang – Sammlung 12/25
Gespiegelte Erdgeschichte
Robert Smithson in Bottrop – Ruhrkunst 11/25
Natur aus dem Gleichgewicht
Mika Rottenberg im Lehmbruck Museum in Duisburg – kunst & gut 11/25
Unter Ruhris
Brigitte Kraemer in Essen – Ruhrkunst 11/25
„Bei Fluxus ging es nicht ums Genie“
Direktorin Julia Lerch Zajączkowska über „How We Met“ im Kunstmuseum Bochum – Sammlung 11/25
Solare Kräfte
„Genossin Sonne“ im Dortmunder U – Ruhrkunst 10/25
Wahre Geschichten
William Kentridge im Museum Folkwang Essen – kunst & gut 10/25
„Absurd und bewusst irritierend“
Kuratorin Inke Arns über „Genossin Sonne“ im Dortmunder HMKV – Sammlung 09/25
Ruhrgebilder
Pixelprojekt-Neuaufnahmen in Gelsenkirchen – Ruhrkunst 09/25
Unterwegs im virtuellen Raum
Peter Kogler im Lehmbruck Museum in Duisburg – kunst & gut 09/25
Imdahls Sehschule
50 Jahre RUB-Kunstsammlung in Bochum – Ruhrkunst 09/25
„Er fragt auch nach den Bezügen zu Europa“
Kurator Tobias Burg über „William Kentridge. Listen to the Echo“ im Essener Museum Folkwang – Sammlung 08/25
Formationen lesen
Amit Goffer im Haus Kemnade – Ruhrkunst 08/25
Appetithäppchen
Westdeutscher Künstlerbund (WKB) in Witten – Ruhrkunst 08/25