Das Museum Folkwang widmet sich mit einer beeindruckenden Ausstellung dem berühmtesten Geheimagenten der modernen Popkultur.
Der Fotograf Knut Wolfgang Maron begleitete seine Mutter in ihren letzten Lebensjahren mit der Kamera und teilte mit ihr „eine wunderbare und nicht benennbare Intimität“.
Die Bochumer Galerie Chrom zeigt bis zum 6.1.2013 die erste Einzelausstellung der rumänischen Künstlerin Ana Andronic, alias Buzu, in Deutschland.
Der Fotograf Knut Maron findet seine Motive voller Vergänglichkeitssymbolik in der Welt des Alltags. In dem Projekt „Ein Leben“ wendet er sich ganz persönlich dem Tod und der Frage zu, was am Ende bleibt: Im Haus seiner 82jährigen Mutter führte er fotografisch Tagebuch über die letzte Phase ihres Lebens.
Zum Jahresende bündelt das Museum Folkwang in Essen seine Qualitäten. Es arbeitet die Leistungen der künstlerischen Moderne des späten 19. Jahrhunderts heraus und zeigt, wie diese auf die deutschen Expressionisten des frühen 20. Jahrhunderts eingewirkt hat.
Ein weiterer Künstler, der dem Informel in Deutschland zugerechnet wird, ist Emil Schumacher (1912-1999). Schumacher ist unter diesen Künstlern der vielleicht international angesehenste. Er hat nicht nur in seinem Heimatort Hagen, sondern auch in Italien gearbeitet und wurde ebenso im Ausland ausgestellt.
Eine gute Idee förderte eine Art Label: 1982 fand im Saarland-Museum Saarbrücken eine Diskussion mit den führenden deutschen Künstlern der Nachkriegs-Avantgarde unter dem Titel „Symposium Informel“ statt. Gemeint war eine gegenstandsfreie Kunst, die spontan, gestisch, bevorzugt starkfarbig war.
Vor allem in jüngster Zeit arbeitet das Kunstmuseum Mülheim die Qualitäten seiner Sammlung heraus – als geistige Substanz, die kulturelles Bewusstsein vermittelt und zum Image der Stadt beiträgt. Ein Teil der eigenen Erwerbungen und der Sammlung, die der Naturwissenschaftler Karl Ziegler im Rahmen einer Stiftung seiner Stadt überlassen hat, ist im ersten Obergeschoss permanent ausgestellt, dazu vertiefen Wechselausstellungen einzelne Aspekte weiter.
Die wahren Geheimtipps unter den Künstlern befinden sich häufig im Bereich der Zeichnung. Das Museum Folkwang stellt derzeit mit Friedemann von Stockhausen einen solchen Künstler vor, der in Fachkreisen Bewunderung und Staunen auslöst, von dem man aber im Ruhrgebiet und Rheinland bislang wenig gesehen hat.
Ein konzeptuelles Understatement führt bisweilen zu einem gelungenen Ergebnis: So wenig geglückt in der Ausstellung die angekündigte Gegenüberstellung der Gemälde von Hans-Jürgen Schlieker und Gustav Deppe ist, so beglückend ist doch das, was es in Schliekers einstigem Atelier in Querenburg zu sehen gibt.

Geschmacksachen
„Mahlzeit!“ im LWL-Museum in Herne – Ruhrkunst 02/26
Ästhetische Verwandtschaften
„Affinities“ in der Kunsthalle Recklinghausen – Ruhrkunst 02/26
Fotografie in bewegten Zeiten
Germaine Krull im Museum Folkwang in Essen – kunst & gut 02/26
„Sie wollten Kunst für alle machen“
Kuratorin Sarah Hülsewig über „German Pop Art“ in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen – Sammlung 02/26
„Die Guerrilla Girls sind mit der Zeit gegangen“
Kuratorin Nicole Grothe über die Ausstellung der Guerilla Girls im Dortmunder Museum Ostwall – Sammlung 01/26
Tanzende Gitter
Susan Hefuna im Duisburger Museum Küppersmühle – Ruhrkunst 01/26
Klappe auf, Klappe zu
Rolf Glasmeier im Kunstmuseum Gelsenkirchen – Ruhrkunst 01/26
Geheime Erzählungen alltäglicher Gegenstände
Vera Lossau im Märkischen Museum Witten – kunst & gut 01/26
Die Abstraktion der Künstlerinnen
„InformElle“ im Emil Schumacher Museum Hagen – kunst & gut 12/25
Rund ums Staubhaus
„How we met“ im Kunstmuseum Bochum – Ruhrkunst 12/25
Raumschmuck aus Türmen
Mariana Castillo Deball im Dortmunder Kunstverein – Ruhrkunst 12/25
„Konventionen über Bord werfen“
Co-Kuratorin Kerstin Meincke über „Germaine Krull: Chien Fou“ im Essener Museum Folkwang – Sammlung 12/25
Gespiegelte Erdgeschichte
Robert Smithson in Bottrop – Ruhrkunst 11/25
Natur aus dem Gleichgewicht
Mika Rottenberg im Lehmbruck Museum in Duisburg – kunst & gut 11/25
Unter Ruhris
Brigitte Kraemer in Essen – Ruhrkunst 11/25
„Bei Fluxus ging es nicht ums Genie“
Direktorin Julia Lerch Zajączkowska über „How We Met“ im Kunstmuseum Bochum – Sammlung 11/25
Solare Kräfte
„Genossin Sonne“ im Dortmunder U – Ruhrkunst 10/25
Wahre Geschichten
William Kentridge im Museum Folkwang Essen – kunst & gut 10/25
„Absurd und bewusst irritierend“
Kuratorin Inke Arns über „Genossin Sonne“ im Dortmunder HMKV – Sammlung 09/25
Ruhrgebilder
Pixelprojekt-Neuaufnahmen in Gelsenkirchen – Ruhrkunst 09/25
Unterwegs im virtuellen Raum
Peter Kogler im Lehmbruck Museum in Duisburg – kunst & gut 09/25
Imdahls Sehschule
50 Jahre RUB-Kunstsammlung in Bochum – Ruhrkunst 09/25
„Er fragt auch nach den Bezügen zu Europa“
Kurator Tobias Burg über „William Kentridge. Listen to the Echo“ im Essener Museum Folkwang – Sammlung 08/25
Formationen lesen
Amit Goffer im Haus Kemnade – Ruhrkunst 08/25
Appetithäppchen
Westdeutscher Künstlerbund (WKB) in Witten – Ruhrkunst 08/25