Schreit- und Standstücke, Lagerform, Werkform, Probe-Nähungen … Die Formen und Maßnahmen, mit denen Franz Erhard Walther in seiner Kunst agiert, sind theoretisch fundiert. In der Tat gehört Walther, der 1939 in Fulda geboren wurde, in Düsseldorf studierte und in New York den letzten Schliff erhielt, dann an der Kunstakademie in Hamburg als Professor gelehrt hat und heute wieder in Fulda lebt, einer Generation an, die den Werkbegriff offen fasst und Kunst als temporäres, partizipatorisches Ereignis versteht.
Mit dem Wettbewerb „Kunstpiep“ fördert das Festival Fidena (Figurentheater der Nationen) die gegenseitige Inspiration von Figurentheater und Medienkunst. trailer sprach mit der künstlerischen Leiterin Annette Dabs.
Die Berliner Bildhauerin Stella Hamberg präsentiert in der Neuen Galerie Gladbeck unter dem Titel „Götter 1“ neue Bronzestatuen und ergänzende Zeichnungen. Im Vergleich zu ihren berühmten „Berserkern“ wirken Hambergs noch immer kraftvoll dastehende Götter fast schon human.
Gefragt nach dem Anspruch, den sie selbst an ihre Kunst stellt, hat Karin Sander gesagt: „Die Arbeit muss etwas zeigen und zugleich geheimnisvoll bleiben. Sie macht etwas sichtbar, was so vorher noch nicht sichtbar war.“ Auf die nun im LehmbruckMuseum präsentierte Skulpturengruppe trifft das voll und ganz zu.
So richtig wirken diese Bilder nur in der Fülle, im ewig Gleichen und Überwältigenden, dem man sich kaum entziehen kann. Nach etlichen Ausstellungen, welche die Werkgruppe der „London Pictures“ mehr oder weniger umfassend gezeigt haben, stellt nun das Museum Küppersmühle in Duisburg die gesamte Serie als rauschendes Kontinuum vor.
Eindrucksvoll sind die stillen Momente, dann wenn man sich möglichst alleine in dem transparenten weißen Raum im Gasometer in Oberhausen aufhält.
Murmeln, Schreie, Flimmern. Ein Korridor aus grauen Fäden lässt die Installationen dahinter nur ahnen, bildet eine weiche, aber doch erst einmal zu überwindende Hürde im dritten Stock des Dortmunder U.
Um den Kriegseinsatz von Frauen in der Roten Armee ranken sich Schreckensbilder und Mythen. Im Gegensatz zu den männlichen Soldaten erfuhr die große Mehrheit der Rotarmistinnen weder Heroisierung noch Verehrung als Veteranen; ihre Leistungen und ihr Frontalltag sind noch heute weitgehend aus dem öffentlichen Gedächtnis verschwunden.
Die Zeit, welche jedes dieser Bilder einfängt und in atmosphärischer Dichte erfahrbar werden lässt, sollte man sich im Osthaus Museum nehmen. Der Landschaftsmaler Otto Modersohn (1865-1943) hatte nach seinem Tod einfach Pech.
Es überrascht, dass die „Engel“ von Paul Klee noch nicht Thema einer eigenen Ausstellung waren. Diese überwiegend kleinformatigen, unmittelbar aus der Zeichnung gewonnenen Bilder, bei denen sich rein aus Linien Geschöpfe konturieren, gehören mit zu den populärsten Werken des berühmten Künstlers, der auf so feinsinnige Weise die Kunst seiner Zeit reflektiert hat.

Doppel in kritischen Zeiten
George Grosz und Daniel Richter im Museum in Hamm – kunst & gut 11/26
Zu Gast in Villa Kunterbunt
Lindgrens Bildwelten in Oberhausen – Ruhrkunst 11/26
Welt zeigen
Malerei im MuT Bochum – Ruhrkunst 11/26
„Zu Unrecht in eine rosa Ecke gestellt“
Julia Lerch Zajaczkowskaüber „Under the Pink Flag“ im Museum Bochum – Sammlung 11/26
„Frühe Faszination für Systeme und Programme“
Kuratorin Noa Lohrmann über „Kunst und Konstruktion” im Essener Museum Folkwang – Sammlung 10/26
Menschen, Produkte, Orte
„Industrial: Seidenstraßen 3000“ in der Kunsthalle Dortmund – Ruhrkunst 10/26
Wesen aus der Zwischenwelt
„Gute Nacht“im Kunstmuseum Mülheim – Ruhrkunst 10/26
Fremde, vertraute Orte
Rolf Escher im Schlieker-Haus in Bochum – kunst & gut 10/26
„Die gewachsene Bedeutung der Logistik im Ruhrgebiet“
Kuratorin Inke Arns über die Ausstellung „Industrial: Seidenstraßen 3000“ in der Kunsthalle Dortmund – Sammlung 09/26
Purismus in Farbe
Richard Paul Lohse in Bottrop – Ruhrkunst 09/26
Kopfsachen
Jaume Plensa in Duisburg – Ruhrkunst 09/26
Farbe in Bewegung
Dejan Sarić im Lehmbruck Museum in Duisburg – kunst & gut 09/26
Aufstand der Malerei
Gustave Courbet im Museum Folkwang in Essen – kunst & gut 08/26
Mitleid unter Tage
Die Manifesta 16 in Bochums Christ-König-Kirche – Kunst 08/26
Keller voller Licht
25 Jahre Lichtkunstzentrum in Unna – Ruhrkunst 08/26
Hangover mit Schafen
Ragnar Kjartansson in Recklinghausen – Ruhrkunst 07/26
Potenzial der Farben
Die Sammlung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung im Märkischen Museum Witten – kunst & gut 07/26
„Ein Meister des Marketings“
Die Kuratorinnen Anna Brohm und Sonja Pizonka über „Ich, Gustave Courbet“ in Essen – Sammlung 07/26
Aus Papier wird Raum
Michael Beutler in Gelsenkirchen – Ruhrkunst 06/26
Junger Osten
„Die Kids sind nicht alright!“ im Bochum MuT – Ruhrkunst 06/26
Materie und ihre Energie
Anish Kapoor im Lehmbruck Museum Duisburg – kunst & gut 06/26
„Eine ganz eigene Form von Kunst“
Museumsdirektor Nico Anklam über „Sunday Without Love“ in der Kunsthalle Recklinghausen – Sammlung 06/26
Kreislauf des Alltäglichen
Yuko Mohri, Ei Arakawa-Nash und die Sammlung von Inge Baecker im Kunstmuseum Bochum – kunst & gut 05/26
Globales Waldbaden
„Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen – Ruhrkunst 05/26
Schrott im Museum
Ausstellung über Abfallentsorgung im Dortmunder U – Ruhrkunst 05/26