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Bühne.

Platter Titel, Starke Stücke

„drei-mal-tanz“ in Hagen - Theater Ruhr 04/11

Mit einem guten Titel lässt sich so manch schwaches Stück ans Publikum bringen. Dass sich aber starkes Tanztheater hinter einem blassen Etikett verbirgt, kommt eher selten vor. Die Ballettcompagnie des Hagener Theaters macht es gerade vor. „drei-mal-tanz“ lautet der denkbar schlichte Titel des neuen Ballettabends, hinter dem sich keineswegs ein Lückenfüller, sondern drei kurzweilige und mitreißende Choreographien voller Ideen und Energie verbergen.

Liebe als Behauptung

Das Theater Oberhausen bringt Bizets „Carmen“ auf die Bühne - Theater Ruhr 04/11

Gegen das Carmen-Klischee gibt es kaum ein Mittel. Georges Bizets berühmte Oper mit ihren Hits kennt jeder und ihre Titelfigur ist längst zur kitschigen Allegorie

„Hörsinn im Theater unterschätzt“

Bernhard Mikeska mit Lothar Kittsteins „Die Geister von Amnaş“ am Theater Oberhausen - Premiere 04/11

Weihnachten 1989. Das kommunistische Regime in Rumänien gerät ins Wanken. In Sibiu/Hermannstadt in Siebenbürgen fallen über 90 tödliche Schüsse. Ceauşescu flieht, wird gefangen und exekutiert. Für die Rumäniendeutschen winkt die Verlockung der Freiheit – Deutschland. Auch Hans treibt es auf die Straßen in Sibiu/Hermannstadt.

Ein Stück fürs Ganze

Mülheim sucht bei den Stücken wieder nach der universellen Theaterformel - Theater demnächst 04/11

Wer es beim Theatergang mal richtig geballt haben will und auf die ganz große Qualität nicht verzichten will, der verzehrt jahrein, jahraus an der Ruhr sieben Schauspiele auf einen Streich. Die „Stücke“, der renommierte Bühnenstreit um den heiß begehrten, mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer Theaterpreis werfen ihre Vorverkaufsschatten voraus.

Anleitungen zum Glücklichsein

Wie man den Alltag mit Hirn, Humor und Hintersinn bewältigt - Komikzentrum Ruhr 03/11

Was unterscheidet einen witzigen Heimathirsch aus Südtirol von
einem aus dem Ruhrgebiet? Die Antwort: Konrad Beikircher nennt
sein Programm „Schön ist es auch anderswo“, Frank Goosen dagegen
sagt es mit den Worten seines Oppas: „Woanders is auch scheiße“.

Koloraturen der Banker

"Die unsichtbare Hand" am Schlosstheater Moers - Theater Ruhr 03/11

Die Krise ist vorbei und alle warten auf ihr Eintreffen. Das Moerser Theater macht sich einen polemischen Gedanken zur Lage, indem es die übliche Bankerlyrik mit einer Formulierung von Adam Smith in Bezug setzt. In seinem Buch „Der Wohlstand der Nationen“ hatte der Begründer der Nationalökonomie „die unsichtbare Hand“ als selbstregulierenden Mechanismus beschrieben, der die Unterschiede zwischen ökonomischen und sozialen Ansprüchen, zwischen Eigennutz und Gemeinwohl austariert. Die Finanzkrise wirft die Frage auf...

„Offiziell wird niemand zugeben, dass er in der Öffentlichkeit sprayt“

Das Essener Grillo-Theater wird bei „Headspin Critical Mess“ zum Tummelplatz illegaler Sprayer und Breakdancer - Premiere 03/11

Es waren die illegalen Straßenparties der New Yorker Jugendlichen, die in den 1970er Jahren einen neuen Lebensstil begründeten. Mit Breakdance, Rap, DJing und Graffiti war der Hip Hop geboren. Doch was für die einen der totale Thrill oder gar eine neue Kunstform im öffentlichen Raum ist, ist für andere Ausdruck purer Respektlosigkeit, Verwahrlosung und Kriminalität.

Marionetten der Macht

Ein sehenswerter McBeth - Theater Ruhr 03/11

Die Welt von Heerführer McBeth ist allzeit geschützt durch einen Körperscanner. Obwohl das Piepen niemanden zu interessieren scheint. Egal wer die zentral auf der Bühne stehende rollende Tür durchschreitet – es piept. Unbewaffnet ist also niemand in der interessanten McBeth-Version von Claudia Bauer am Wuppertaler Schauspielhaus.

Zusammenhalt in der Not

Erstaufführung von "Choke" in der Casa Essen - Theater Ruhr 03/11

Mit Choke wird sich an ein sensibles und angesichts des demographischen Wandels bedeutendes Thema herangewagt: Was tun, wenn ein Elternteil nicht mehr alleine kann? Das Stück der kanadischen Autorin Cathleen Rootsaert handelt von den Brüdern Dylan und Greg, die beide nicht der Pubertät entwachsen sind.

Liederreigen der Yuppies

"Closer Than Ever" im Musiktheater im Revier - Theater Ruhr 03/11

Das Leben ist kein Wunschkonzert. Nach der Euphorie der Jugendjahre wartet es im fortgeschrittenen Alter mit allerlei Unbill auf. Aber: „Irgendwo gibt es immer eine Tür ...“ - und dahinter stecken auch neue Chancen. Die Botschaft des Stücks ist bewusst allgemein gehalten, schließlich soll sich in „Frau 1“, „Frau 2“, „Mann 1“ und „Mann 2“ möglichst das ganze Publikum wiedererkennen, sofern es sich mit den Problemen New Yorker Yuppies überhaupt identifizieren kann...

Neue Kinofilme

Mortal Kombat 2

Bühne.