Der Putzteufel wedelt bereits die metallische Feuerschutzwand in den Bochumer Kammerspielen, wenn die Zuschauer noch ihre Plätze einnehmen. Rumpelnd schiebt sie sich in die Höhe und gibt den Blick frei auf ein dunkles Tribunal in irgendeinem Wunderland, dessen Funktion ein anderer schwarz gekleideter Dämon erklärt: „Glauben Sie nicht, Sie könnten etwas wirklich wissen, bevor es zu spät ist.“
Der Punkmusiker und Regisseur Schorsch Kamerun („Goldene Zitronen“) entdeckt in dem 1865 erschienenen und zum Klassiker der englischen Kinderliteratur gewordenen Kinderbuch „Alice im Wunderland“ den existentiellen Entwurf einer immer schwerer zu fassenden Welt.
Er ist smart, souverän und keiner von denen, die Gags bei anderen klauen: Florian Schroeder ist „Offen für alles und nicht ganz dicht“, so der Titel seines Programms, mit dem er am 17.2. im Stratmanns Theater in Essen auftritt. Aber was heißt schon auftreten?
Wenn im März die Bauern beginnen, die Felder zu pflügen und hier und da noch ein paar Steine vom Acker räumen, dann legen die Theater ihren Zuschauern auch mächtige Felsen auf den Weg zum kulturellen Wohlbefinden. Leichte Kost scheint trotz frischer Frühkartoffeln nicht angesagt zu sein.
Schlager, Evergreens und gute Laune: Die Liebesperlen unterhielten am 19.1. im Lünener Hilpert Theater.
In Bochum wurde bei "Hypergamie" das Theaterpublikum zu Hochzeitsgästen. Doris und Dean heißen die beiden glücklich Verliebten, die sich das Versprechen auf ewige Liebe geben wollen. Aber Doris sitzt im Rollstuhl, was zu einigem Getuschel unter den geladenen Gästen führt. Mitten unter ihnen war unsere Autorin Tanja Kollodzieyski, die besonders gut aufgepasst hat und weiß, was an den Gerüchten von Dean und der Assistentin von Doris dran ist.
trailer: Frau De Feo, wer ist La Signora?
Carmela De Feo: La Signora ist eine italienische Frau. Das geht ja schon aus dem Namen hervor. Aber außer dem Aussehen und dem Namen hat sie mit Italien nicht viel zu tun. Sie ist eine Ruhrpott-Figur, kommt aus Oberhausen.
Nachdem die letzte Hiobsbotschaft gerade überwunden scheint, bereiten Sie sich auf den nächsten Untergang vor. Es geht um nichts weniger als Krieg und Frieden, nicht gleich in Ihrer Straße, sondern erst einmal im Cyberspace.
Wer kennt sie nicht, die Apple-Produkte? Selbst wenn wir noch keines besessen haben, erkennen wir das Logo sofort. Die Firma ist berühmt, und das liegt auch an Steve Jobs, ihrem Begründer, der von den Apple-Anhängern zum „iGod“ stilisiert wird.
Tschaikowskys „Nussknacker“ gilt als Inbegriff des braven Spitzentanzes unterm Weihnachtsbaum. Ricardo Fernando und seine kleine Compagnie am Theater Hagen haben nun die weihnachtliche Betulichkeit des Ballettlibrettos gegen die Skurrilität und Groteske der Märchenvorlage von E.T.A. Hoffmann getauscht.

Gemeinsam gegen einsam
„Wo sind denn alle?“ am Moerser Schlosstheater – Prolog 02/26
Bett trifft Ballett
„Frida“ am Dortmunder Ballett – Tanz an der Ruhr 02/26
„Das Stück stellt uns vor ein Dilemma“
Regisseurin Mateja Koležnik über „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ in Bochum – Premiere 02/26
„Ein ungewöhnlicher Frauencharakter“
Dramaturgin Patricia Knebel über die Oper „Die Fritjof-Saga“ am Essener Aalto-Theater – Interview 02/26
Witz, Tempo, Herz
Paul Abrahams Operette „Märchen im Grand-Hotel“ in der Oper Dortmund - Bühne 02/26
Zurück in den Sumpf!
Jean-Philippe Rameaus „Platée“ am Theater Hagen – Bühne 02/26
Das eigentliche Böse
„Deep Sea Baby“ im Mülheimer Ringlokschuppen Ruhr – Prolog 01/26
„Eine Referenz auf Orte im Globalen Süden“
Regisseur:in Marguerite Windblut über „Der Berg“ am Essener Grillo-Theater – Premiere 01/26
Die Flut aus toten Körpern
„Staubfrau“ am Theater Oberhausen – Prolog 01/26
Manischer Maskenball
„Delirious Night“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 01/26
Praktisch plötzlich doof sein
Helge Schneider präsentiert seine neue Tour – Prolog 12/25
Der böse Schein
„Söhne“ in der Moerser Kapelle – Prolog 12/25
Tanzbein und Kriegsbeil
Filmdoku in Düsseldorf: Urban Dance in Kiew – Tanz an der Ruhr 12/25
„Totaler Kulturschock. Aber im positiven Sinn“
Schauspielerin Nina Steils über „Amsterdam“ am Bochumer Schauspielhaus – Premiere 12/25
Verlorene Jahre
„The Drop“ am Jungen Schauspiel in Düsseldorf – Prolog 11/25
Kampf, Verlust und Liebe
Vorweihnachtliche Stücke für junges Publikum im Ruhrgebiet – Prolog 11/25
„Jede Inszenierung ist eine Positionierung“
Regisseur Kieran Joel über „Antichristie" am Schauspielhaus Dortmund – Premiere 11/25
Tanz der Randfiguren
„Der Glöckner von Notre-Dame“ in Essen – Tanz an der Ruhr 11/25
Das selbsternannte Volk
„Die Nashörner“ am Düsseldorfer Schauspielhaus – Prolog 10/25
Körper und Krieg
„F*cking Future“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 10/25
„Subjektive Wahrnehmung ist verboten“
Regisseurin Jette Steckel über „Das große Heft“ am Bochumer Schauspielhaus – Premiere 10/25
Foltern ohne Reue
„Törleß“ am Bochumer Rottstr 5 Theater – Prolog 10/25
Graf Fridol geht auf Nachtschicht
Musik-Improtheater beim Duisburg Fringe Festival – Festival 09/25
Auf einem Mistkäfer zum Olymp
„Der Frieden“ am Schlosstheater Moers – Prolog 09/25
Ein großartiges Schlachten
Elfriede Jelineks „Am Königsweg / Endsieg“ in Essen – Prolog 09/25