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Bühne.

Sehen oder nicht gesehen ist die Frage

Beim Festival „Stücke“ in Mülheim bleibt immer die Qual vor der Wahl – Theater Ruhr 05/13

Eigentlich wäre doch alles so einfach mit den Kleinen. Schon der olle Theodor Storm wusste: „Darum liebe ich die Kinder, weil sie die Welt und sich selbst noch im schönen Zauberspiegel ihrer Phantasie sehen.“ Doch irgendwie ist heute alles anders. Kinder werden zu Tode geliebt, misshandelt, für abartige Phantasien missbraucht.

Die Performativität des Stadtteils

Festival „Rundlauf“ in Bochum – Theater Ruhr 05/13

Heraus zum roten 1. Mai? Nun ja. Wer in Bochum eher die Kultur sucht, der geht um den „Tag der Arbeit“ herum auch schon mal in den Keller der Hedwigstraße 9. Hier hält die Tänzerin Paula Gendrisch nämlich für immerhin acht Zuschauer verborgen, was sie nicht zeigen will.

Mit Gewalt glücklich

„Clockwork Orange“ im Essener Grillo – Theater Ruhr 05/13

Wer beim Titel die übliche Milchbar und Baseballschläger erwartet hatte, der rieb sich wahrscheinlich erst einmal die Augen und schaute verstohlen auf seine Eintrittskarte, ob er nicht doch im falschen Theater oder in der falschen Aufführung gelandet ist. Als dann auch noch ein gewisser „D. Love“ mit seinem perfekt gedolmetschten Vortrag loslegte, da war die Verwirrung schon fast fühlbar.

Wie Motten das Licht

„Fiesta“ in Oberhausen – Theater Ruhr 05/13

Es ist schwierig, so einen ganzen Hemingway-Schinken auf die Bühne zu transportieren. Dennoch kann das übrigbleibende Filetstück ansehnlich und schmackhaft sein. Mit der Oberhausener Lutherkirche haben die Regisseure Tilman Raabke und Christoph Todt zumindest einen ungewöhnlichen Spielort gewählt, der zwar weniger an Pamplona, dafür aber an den Protestantismus im frühen 20. Jahrhundert erinnert.

Erwachsenen-Pädagogik

„Dass nach jedem Tag die Nacht kommt“ in Bochum – Theater Ruhr 05/13

Wenn Theaterstücke es darauf anlegen, als „pädagogisch wertvoll“ zu gelten, dann richten sie sich in aller Regel an ein junges Publikum. Der englische Performance-Künstler Tim Etchells hat den Spieß umgedreht. Er stellt die Jungen auf die Bühne und lässt sie den Alten ihre eigenen Merksätze und zweifelhaften Erziehungsmethoden unter die Nase reiben.

Bröckelnde Fassade

„MightySociety“ im Studio Dortmund – Theater Ruhr 05/13

Die Rollläden gehen auf und geben den Blick auf die gute Designerstube von Henriette und Raimund frei – ein echtes „Power-Paar“: sie, die EU-Abgeordnete, er, der „grüne Unternehmer des Jahres“. Beide sind so richtig fitte, globale Leistungsträger. Aber auch die Erfolgsverwöhnten haben so ihre Sorgen: die chinesische Sim-Card im belgischen Taxi, Affären, Depressionen und quälende Einsamkeit, wenn die 80 Stunden-Woche ihrem Ende entgegenkriecht.

Kampf um Zukunft

„Die Kinder der Revolution“ in Bochum – Theater Ruhr 05/13

Tosender Applaus, zehn Minuten Standing Ovation. Das erlebt man selten am Schauspielhaus Bochum. Und das Wichtigste: Die Begeisterung des Publikums ist vollkommen berechtigt. Die Studierenden der Folkwang haben zwei Stunden lang eine unheimliche Energie auf der Bühne entfaltet.

Ödipus vergreift sich an Rumpelstilzchen

Bodo Wartke, Volker Pispers und Michael Hatzius – Komikzentrum 05/13

Er ist der Schwiegermutter-Typ: Picobello sieht er aus mit seinem gut sitzenden Anzug und dem weißen Hemd. Bodo Wartke kann sich nach eigenen Angaben trotzdem extrem dämlich verhalten. Schuld daran sind die Testosteron-Schübe, in deren Verlauf er Frauen mit den Worten anbaggert: „Ich werde heute Nacht am besten bei dir wohnen, glaub mir, das wird sich für uns beide lohnen, Baby, vor allem für dich, zweifelsohne ...“.

Die Schizophrenie des He-Man

Theater Phalanx zeigte "He-Man" in der Rottstr.5 - Theater Ruhr 03/13

Die Meister des Casual Theaters (A-Team, James Bond, Super Mario) legten am 31.3. ihre erste Parodie "Masters of the University" neu auf und begeisterten die Zuschauer im Rottstr.5-Theater.

Blumengeburtstag im Überwachungsstaat

Fil & Sharkey gratulieren – Max Uthoff sondiert die Lage der Nation – Komikzentrum 04/13

Es gibt nur ganz wenige Künstler, die die inflationär gebrauchte Bezeichnung Kult verdienen. Zu diesen seltenen Exemplaren gehört Fil. Der als Philip Tägert in Berlin geborene und dort im Märkischen Viertel aufgewachsene Comedian, Comic-Zeichner, Ex-Punk, Handpuppenspieler, Sänger und Songwriter entzieht sich den üblichen Kriterien des Showbiz.

Neue Kinofilme

Wuthering Heights – Sturmhöhe

Bühne.