Die Tage Alter Musik in Herne sind zwar nicht gezählt, doch seit ein paar Jahren haben sie einen schillernden Gegenpol und Herne ein zweites kulturelles Standbein. Statt Lauten, Harfen und Schalmeien im November zeigt Pottporus in diesem Monat schon mal alles, was die junge HipHop-Szene hergibt.
Es gab für Johnny Cash immer ein Leben hinter „Jackson“ oder dem „Ring of Fire“. Die Furchen in seinem Gesicht erzählen jede für sich eine andere Geschichte. Bereits ein Jahr nach seinem Tod schrieb der in New York geborene Autor und Theaterregisseur James Edward Lyons das musikalische Portrait „Johnny Cash – The Beast In Me".
Moers hat ein neues Etablissement. Es liegt mitten im Schloss und bietet wohl zahlreiche Rotlicht-Freuden. Zwischen teurem Hochprozentigem und kleiner Sadomaso-Kammer lungern dort jedenfalls öfter ein gewisser Faust mit seinem Kumpel Mephisto auf abgenutzten Sesseln.
Der Dramatiker Tennessee Williams (1911-1983) ist ein Meister in der Darstellung unausgesprochener Spannungen. In seinem Melodram „Endstation Sehnsucht“, das 1947 uraufgeführt wurde, schiebt sich Blanche DuBois, die Fremde, die Besucherin, die Schwester, wie ein Vampir, der seine Umwelt aussaugt, immer mehr ins Zentrum des Geschehens.
Er ist kein Bayer, er ist Franke, und er pflegt auf der Bühne seinen Dialekt. Ob Kabarett drei Tage vor der Bundestagswahl noch etwas in Castrop-Rauxel bewirken kann? Diese Frage wird er nicht beantworten können und wollen.
Kaspar reloaded. In diesem Jahr präsentiert die Fidena sieben Produktionen, gleich bei vier Inszenierungen handelt es sich um Auftragsarbeiten, die in Bochum zur Uraufführung kommen werden. Dabei dreht sich beim Festival des Objekttheaters alles um den anarchischen, ursprünglichen Kaspar und seine europäischen Freunde Pulcinella, Punch, Petruschka und Karagöz.
"Wir suchen nicht einen guten Menschen, der nach außen ein Arschloch ist. Was wir suchen, ist ein Arschloch, das nach außen ein guter Mensch ist.“ Diese Textstelle beschreibt den Wahnsinn, den Headhunter täglich in Menschen impfen. Toll ist schon ein normales Bewerbungsgespräch nicht, angenehm schon gar nicht.
So ein Theater in Gelsenkirchen. Auf dem Gelände des Consoltheaters treffen sich die Jugendlichen zum pottfiction Camp. Viel Arbeit, keine Streitereien, dank eines Niederländers schon gar nicht um die Wurst.
Drei Jahr lang wird es bei der Triennale um die Beziehung der Künste und der Künstler zum Urmoment des Religiösen gehen. Nicht um Religion als fertiges System oder um Institutionen oder Kirchen, sondern um das neben Liebe und Tod andere große Thema der Kunst, Suche und Sehnsucht nach einem großen Zusammenhang, der die Begrenztheit der eigenen Existenz überwindet.
Wenn die Schrebergärtnerin langsam die Kaffeesachen wieder zusammenpackt und der Schrebergärtner endlich seine Hacke beiseite legt, dann wird es in der Dortmunder Kleingartenanlage „Hafenwiese“ nicht nur dunkel, sondern auch unruhig.

„Ich habe mich ausgetobt in verschiedenen Genres“
Komponist Samuel Penderbayne über „Die verzauberte Stadt“ am Aalto-Theater Essen – Interview 05/26
Abstieg in die Fleischerei
„Faulender Mond“ am Essener Grillo-Theater – Prolog 05/26
„Kunst kann helfen, auf die Welt zu reagieren“
Intendant Olaf Kröck über die Ruhrfestspiele Recklinghausen 2026 – Premiere 05/26
Kein Märchen von übermorgen
„1984 – Dystopie 2.0“ am Düsseldorfer Central 1 – Prolog 04/26
„Figuren wie unter einem Vergrößerungsglas“
Regisseur Jakob Arnold über „Ruf des Lebens“ am Schlosstheater Moers – Premiere 04/26
Zwei Künstler, drei Stücke
„Relations“ am Essener Aalto Ballett – Tanz an der Ruhr 04/26
Die Schwüle der Provinz
„Der Theatermacher“ am Düsseldorfer Schauspielhaus – Prolog 03/26
Suchen, Finden – und Verlieren
Benedict Wells‘ „Vom Ende der Einsamkeit“ am Schauspielhaus Bochum – Bühne 03/26
Kampf, Hoffnung, Überleben
„Burning City“ am Tanzhaus NRW – Tanz an der Ruhr 03/26
„Man muss in den eigenen Abgrund blicken“
Marie Schleef über „The Lottery“ am Essener Grillo Theater – Premiere 03/26
Zerbrechliche Landschaften
Elfriede Jelineks „Winterreise“ am Schauspielhaus Dortmund – Prolog 03/26
„Die KI wird nicht mehr verschwinden“
Karsten Dahlem inszeniert „Der Sandmann“ am Schauspiel Wuppertal – Interview 02/26
Weisheit, frei erfunden
„Tyll“ am Düsseldorfer Schauspielhaus – Prolog 02/26
Gemeinsam gegen einsam
„Wo sind denn alle?“ am Moerser Schlosstheater – Prolog 02/26
Bett trifft Ballett
„Frida“ am Dortmunder Ballett – Tanz an der Ruhr 02/26
„Ein ungewöhnlicher Frauencharakter“
Dramaturgin Patricia Knebel über die Oper „Die Fritjof-Saga“ am Essener Aalto-Theater – Interview 02/26
„Das Stück stellt uns vor ein Dilemma“
Regisseurin Mateja Koležnik über „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ in Bochum – Premiere 02/26
Zurück in den Sumpf!
Jean-Philippe Rameaus „Platée“ am Theater Hagen – Bühne 02/26
Witz, Tempo, Herz
Paul Abrahams Operette „Märchen im Grand-Hotel“ in der Oper Dortmund - Bühne 02/26
Das eigentliche Böse
„Deep Sea Baby“ im Mülheimer Ringlokschuppen Ruhr – Prolog 01/26
Manischer Maskenball
„Delirious Night“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 01/26
Die Flut aus toten Körpern
„Staubfrau“ am Theater Oberhausen – Prolog 01/26
„Eine Referenz auf Orte im Globalen Süden“
Regisseur:in Marguerite Windblut über „Der Berg“ am Essener Grillo-Theater – Premiere 01/26
Praktisch plötzlich doof sein
Helge Schneider präsentiert seine neue Tour – Prolog 12/25
Tanzbein und Kriegsbeil
Filmdoku in Düsseldorf: Urban Dance in Kiew – Tanz an der Ruhr 12/25