Dämonen gibt es viele und Plattformen für ihre Darstellung auch: Ob als buntes Liebestanzen a la Bollywood oder in der bedrückenden Situation einer von Inzest betroffenen Familie – letztendlich geht es immer um den Sinn des Lebens und die menschliche Natur.
In früheren Zeiten waren es Zirkusse, Zoos und Jahrmärkte, die zum Sammelbecken derjenigen wurden, die von der „normalen Gesellschaft“ ausgegrenzt, abgestempelt und verhöhnt wurden. Der „Elefantenmensch“ dient als Beispiel für den Voyeurismus und die Faszination einer Gesellschaft am Unnormalen.
Brasilianisches Feuer und Gespür für das Publikum scheinen das Erfolgsrezept Ricardo Fernandos zu sein, der sein zehnjähriges Jubiläum am Hagener Theater feiert. In der saisonalen Ballettpremiere „Dance Celebration“ findet Fernandos Erfolgsrezept seinen Ausdruck.
Zwischen Chaos und Science Fiktion schwebt Serreaus „Hase Hase“. Slaptstick und durchaus rasante Dialoge können jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass das Stück nicht zum theatralen Dauerbrenner geeignet ist.
Rund 300 Gedichte schrieb sie und lediglich eine Auswahl daraus ist veröffentlicht worden. Das Duo VonRohden+Ortmann begibt sich auf die Spuren der dem Leben entflohenen Schriftstellerin Inge Müller.
Dass insbesondere die Märchen der Gebrüder Grimm einen ziemlich hohen Gruselfaktor besitzen, ist bekannt. Abseits tiefenpsychologischer Interpretation interpretiert Bauer die Märchen als träumerisches Bildertheater mit Musik.
Fast wie eine Reminiszenz mutet es an, wenn HG. Butzko sein neues Programm vorstellt. Ganz im Sinne des kürzlich verstorbenen Kabarettisten Hildebrandts analysiert Butzko die Probleme unserer Gesellschaft: Scharfzüngig, analytisch und mit anspruchsvoller Komik versehen.
„Barbarellapark“ greift die Verwirrung einer gesamten Generation auf und diskutiert zwischen spacigen Outfits, Aerobicübungen und filmischen Barbarella-Sequenzen die Suche nach dem Ich und nach der Heimat.
Es kann nur einen Gewinner geben: Derjenige mit der schärfsten Zunge, den wirrsten Ideen, derjenige, der Gedanken rhythmisch in Weisheiten verwandeln kann - und der sich dabei nicht von der Band ablenken lässt.
Zwischen Glühwein mit Schuss, kandierten Früchten und gebrannten Mandeln schadet ein bisschen Stoff zum Nachdenken nicht. Bei gleich zwei Theaterpremieren kann man seinem kulturellen Drang nachgeben.

„Die Chaostheorie als Denkfigur“
Neue Spielzeit mit dem Titel „Chaos“ im Theater Mülheim an der Ruhr – Premiere 11/26
Die Revolution bleibt aus
„Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ in der Kokerei Hansa Dortmund – Prolog 11/26
Ballett und Battles
„Kleine Hände“ im Musiktheater im Revier (MiR) – Tanz an der Ruhr 11/26
Reise durch die wilde Mittelerde
„Der Hobbit“ im Jungen Schauspiel Düsseldorf – Prolog 10/26
„Beethoven bleibt in voller Strahlkraft erhalten“
Regisseurin Claudia Bossard über „Clockwork Orange“ am Bochumer Schauspielhaus – Premiere 10/26
Bürgerliche Moral auf Koks
„Die Dreigroschenoper“ in der Dortmunder Kokerei Hansa – Prolog 10/26
„Es geht um Selbstermächtigung und Freiheit“
Regisseurin Elisabeth Stöppler über „Das Wunder der Heliane“ am Aalto-Theater Essen – Interview 10/26
Waacking und Wende
„Kipppunkte“ am Theater Oberhausen – Tanz an der Ruhr 10/26
Tanzende Pixel und Shakespeare auf dem Turntable
Favoriten Festival in Dortmund – Bühne 09/26
Legenden der schönen, scharfen Klinge
„Samurai X“ am Jungen Schauspiel Düsseldorf – Bühne 09/26
„In so einer revolutionären Situation sind wir heute nicht“
Regisseur Matthias Heße über „Die Zofen“ am Schlosstheater Moers – Premiere 09/26
Eine Welt aus Mensch und Maschine
Spielzeiteröffnung im Theater an der Ruhr – Prolog 09/26
Der verdrängte Müll
„Waste Me“ in Pact Zollverein – Tanz an der Ruhr 09/26
Zwischen Identität und Instrumentalisierung
„Back to Kidal“ bei der Ruhrtriennale – Tanz an der Ruhr 08/26
Ein Straßenfeger im Osten des Reviers
33. Festival Welttheater der Straße in Schwerte – Prolog 08/26
Dauerbrenner unter freiem Himmel
Das NN Theater Freiluftfestival 2026
„Wir gehen den Weg zusammen“
Aurel Dawidiuk wird neuer Intendant und GMD der Bochumer Symphoniker – Interview 07/26
„Wir opfern unsere Welt für Fortschritt“
Regisseur Philipp Preuss über „Circus Oresteia“ im Mülheimer Raffelbergpark – Premiere 07/26
Die Läuterung der Bösen
„Der Sturm“ im Schlosspark Bochum Weitmar – Prolog 07/26
Urban Arts und Wüstenkunde
„Magec / the Desert“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 07/26
Ein Jahr lang gute Taten reichen nicht
„Die kleine Hexe“ beim Düsseldorfer Sommertheater im Park – Prolog 06/26
Freiheit, Krieg, Einsamkeit
„Ptah VI“ am Essener Aaalto Theater – Tanz an der Ruhr 06/26
Freiheit gegen Tyrannei
„Die Räuber“ am Bochumer Schauspielhaus – Prolog 06/26
„Die Szene ist noch sehr lebendig“
Leiterin Franziska Werner über das Impulse Festival 2026 in NRW – Premiere 06/26
Schrecken aus Eis und Finsternis
Fidena in Bochum: Marionetten aus Eis gleiten auf Virginia Woolfs Wellen – Bühne 05/26