Fluxus ist noch immer aktuell, das weiß Kurt Wettengl, Direktor des Museums am Ostwall. Wichtig war und ist die Verbindung von Alltag und Kunst. Nicht umsonst trägt die aktuelle Ausstellung den Titel „Kunst für Alle!“.
Anselm Kiefers monumentales Bild „Deutschlands Geisteshelden“ (1973), auf das man in der Küppersmühle frontal zuläuft, ist ein Schlüsselwerk dieser Ausstellung. Trotz seiner graphischen Wirkung mehr Malerei als Zeichnung, zeigt es eine riesige Dachkammer, die perspektivisch in die Tiefe fluchtet.
Menschen hängen außen an einem Linienbus. Wer in Kongos Hauptstadt kein Geld hat, muss eben so sein Fahrtziel erreichen. Dies ist ein beliebtes Sujet der populären Künstler, die mit ihren grellbunten Bildern die Geschichten der Stadt erzählen und es damit auch in international hochkarätige Ausstellungen geschafft haben.
Es ist eine sinnvolle Klammer, die sich um die Landschafts-Fotografien von Etta Gerdes im Archivraum legt. Das Erdgeschoss und die beiden Räume unterm Dach werden von Heiner Schmitz bespielt.
Ein Anliegen des Museum Quadrat ist die Vermittlung des Werkes von Josef Albers, der, aus Bottrop stammend, als Bauhauskünstler in Amerika weltberühmt war. Seine Farbfeld-Malerei lotet, ausgehend vom Quadrat, die Beeinflussung der Farbtöne aus.
Kunst ist Kommunikation. Dazu gehören in Arnsberg alljährlich zehn Tage lang Open-Air-Aktionen, Lichtspiele, Konzerte. Die Stadt wird dafür zwischen Klosterbezirk und Glockenturm, zwischen Neumarkt und Sauerland-Theater zur Bühne mit ungewohnten Klängen und außergewöhnlichen Einblicken.
Kunst wird von jedem andersn wahrgenommen und empfunden. Laust Joseph Beuys ist sogar jeder Mensch ein Künstler.
Die Versöhnung mit der Natur wiederholt sich in der Dortmunder Ausstellung von Heinz Mack. Gleich zwei seiner Werke thematisieren den „Garten Eden“: Jeweils eine ganze Wand dominierend, in den Ausstellungsraum hinein strahlend und doch verhalten, wie aus einer anderen Welt.
Die zwei Granitbalken auf kurzen Holzbalken halten den ganzen Raum zusammen. Die Neusser Künstlerin Roseline Rannoch hat sie mit Reinzinn malträtiert, doch dem Stein konnte das Metall nichts anhaben, es prallte ab, es verteilte sich in...
Johannes Brus ist einer der angesehensten Künstler des Ruhrgebiets. Geboren 1942 in Gelsenkirchen und seit langem in Essen-Kettwig arbeitend, war er von 1986 bis 2007 Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.

Hangover mit Schafen
Ragnar Kjartansson in Recklinghausen – Ruhrkunst 07/26
Potenzial der Farben
Die Sammlung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung im Märkischen Museum Witten – kunst & gut 07/26
„Ein Meister des Marketings“
Die Kuratorinnen Anna Brohm und Sonja Pizonka über „Ich, Gustave Courbet“ in Essen – Sammlung 07/26
Aus Papier wird Raum
Michael Beutler in Gelsenkirchen – Ruhrkunst 06/26
Junger Osten
„Die Kids sind nicht alright!“ im Bochum MuT – Ruhrkunst 06/26
Materie und ihre Energie
Anish Kapoor im Lehmbruck Museum Duisburg – kunst & gut 06/26
„Eine ganz eigene Form von Kunst“
Museumsdirektor Nico Anklam über „Sunday Without Love“ in der Kunsthalle Recklinghausen – Sammlung 06/26
Kreislauf des Alltäglichen
Yuko Mohri, Ei Arakawa-Nash und die Sammlung von Inge Baecker im Kunstmuseum Bochum – kunst & gut 05/26
Globales Waldbaden
„Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen – Ruhrkunst 05/26
Schrott im Museum
Ausstellung über Abfallentsorgung im Dortmunder U – Ruhrkunst 05/26
„Zurücklehnen und staunen“
Kurator Christian Höher über „Origins – Die Schönheit des Lebens“ im Wuppertaler Visiodrom – Interview 05/26
„Lebensverläufe, die wenig Beachtung gefunden haben“
Kuratorin Meta Marina Beek über „Die Kids sind nicht Alright!“ im Bochumer MUT – Sammlung 05/26
Subtil belichtet
Johanna von Monkiewitsch im Essener Kunstverein Ruhr – Ruhrkunst 04/26
„Klick!“, sagte die Kamera
Fotobücher für Kinder im Essener Museum Folkwang – Ruhrkunst 04/26
„Sie pendelte zwischen den Extremen“
Kuratorin Christine Vogt über die Ausstellung „Anja Niedringhaus“ in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen – Sammlung 04/26
Bilder, die aus der Fläche wachsen
Gerhard Hoehme im Museum Küppersmühle in Duisburg – kunst & gut 04/26
Pop, provokant
„German Pop Art“ in Oberhausen – Ruhrkunst 03/26
Lebenswerk in Farbe
Rupprecht Geiger in Hagen – Ruhrkunst 03/26
Wort zu Bild
Natalie Czech im Kunstmuseum Mülheim – kunst & gut 03/26
„Technologie radikal anders denken“
Direktorin Inke Arns über „Robotron“ im HMKV im Dortmunder U – Sammlung 03/26
Geschmacksachen
„Mahlzeit!“ im LWL-Museum in Herne – Ruhrkunst 02/26
Ästhetische Verwandtschaften
„Affinities“ in der Kunsthalle Recklinghausen – Ruhrkunst 02/26
Fotografie in bewegten Zeiten
Germaine Krull im Museum Folkwang in Essen – kunst & gut 02/26
„Sie wollten Kunst für alle machen“
Kuratorin Sarah Hülsewig über „German Pop Art“ in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen – Sammlung 02/26
„Die Guerrilla Girls sind mit der Zeit gegangen“
Kuratorin Nicole Grothe über die Ausstellung der Guerilla Girls im Dortmunder Museum Ostwall – Sammlung 01/26