Wie gut, dass Haus Kemnade weit von Wohnhäusern entfernt liegt. Im Juni öffnet es wieder seine Burgtore für eines der traditionsreichsten Festivals der Weltkulturen in Deutschland: Kemnade International. Die Biennale der Weltmusik trägt 2009 den Titel „Orientation 2010“.
Am Ende ist es Horatios Aufgabe, Hamlets Geschichte für die Nachwelt zu bewahren: Wenn all die Intriganten, Schwärmer und unglücklich Liebenden am dänischen Königshof ihr Leben in einem unvergleichlichen Shakespeare-Finale durch Gift und Schwert beendet haben...
Auf der Bühne stehen Pseudolinke von damals, die sich kaum gegen den Krieg auf dem Balkan aufgelehnt haben. Es sind Kinder, die im Wohlstand aufgewachsen sind und mit Euro in den Taschen ins Berufleben gestolpert sind, sie stoßen auf Kreuzwege der Visionen und Hoffnungen, dafür opfern sie Wohngemeinschaft und Liebesbeziehung.
Eine Antwort auf die kommende Kultur-Sitzgruppe auf der A40? Für 12 Tage am Ende der Spielzeit wird das Bochumer Schauspielhaus für Gäste geöffnet. Ein neues internationales Theaterfestival mit Sprechtheater, Tanz, Performance, Figurentheater und Musik auf allen drei Bühnen.
Ein König, der Krieg braucht, um seine Macht zu sichern. Ein Gefolgsmann, der versucht, Blutlust im Volk zu entfachen. Eine Kirche, die aus eigenen Interessen zur Macht hält. Und politische Gegner, die zwar wenig gegen Krieg haben – aber viel gegen die Clique an der Spitze.
Schnöde Unterhaltung kann ein wunderbar süßer Brei sein oder auch eine versalzene Soße. Seit Jahren haben die beiden Formate Musical und Comedy die ganze Bandbreite dieser Geschmackswelt abgegrast. Protagonisten, einst auf kleinen Studiobühnen zu Hause, füllen inzwischen ganze Stadthallen.
TheaterTotal ist ein Bochumer Jugendprojekt. Junge Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet werden von professionellen Künstlern aus der ganzen Welt geschult.
Im Rahmen des Shakespeare-Festivals „SEIN ODER NICHTSEIN“ steht nun die zweite Premiere auf dem Spielplan. Die Inszenierung von Shakespeares Macbeth entführt die Zuschauer in eine außergewöhnliche Umgebung: in ein Museum.
Wenn die Köpfe von Danton und Desmoulins vom Baugerüst hinter die Bühne rollen, ist das Spiel aus, die Ideale der Revolution dahin. Die liebenden Frauen folgen ihren Männern in den Tod. Der Despot Robespierre hat scheinbar gewonnen. Aber warum?
Die Musik dröhnt, die Bühne bebt. Überwachungskameras beobachten die Sperrholz-Szenerie, die Henry Millers Domizil darstellen soll. Schauspieler wechseln Positionen, posen Bilder ins grelle Licht. So weit so gut, das Stück beginnt, Spannung baut sich auf.

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Suchen, Finden – und Verlieren
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Zerbrechliche Landschaften
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Karsten Dahlem inszeniert „Der Sandmann“ am Schauspiel Wuppertal – Interview 02/26
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„Wo sind denn alle?“ am Moerser Schlosstheater – Prolog 02/26