Der Dramatiker Tennessee Williams (1911-1983) ist ein Meister in der Darstellung unausgesprochener Spannungen. In seinem Melodram „Endstation Sehnsucht“, das 1947 uraufgeführt wurde, schiebt sich Blanche DuBois, die Fremde, die Besucherin, die Schwester, wie ein Vampir, der seine Umwelt aussaugt, immer mehr ins Zentrum des Geschehens.
Er ist kein Bayer, er ist Franke, und er pflegt auf der Bühne seinen Dialekt. Ob Kabarett drei Tage vor der Bundestagswahl noch etwas in Castrop-Rauxel bewirken kann? Diese Frage wird er nicht beantworten können und wollen.
Kaspar reloaded. In diesem Jahr präsentiert die Fidena sieben Produktionen, gleich bei vier Inszenierungen handelt es sich um Auftragsarbeiten, die in Bochum zur Uraufführung kommen werden. Dabei dreht sich beim Festival des Objekttheaters alles um den anarchischen, ursprünglichen Kaspar und seine europäischen Freunde Pulcinella, Punch, Petruschka und Karagöz.
"Wir suchen nicht einen guten Menschen, der nach außen ein Arschloch ist. Was wir suchen, ist ein Arschloch, das nach außen ein guter Mensch ist.“ Diese Textstelle beschreibt den Wahnsinn, den Headhunter täglich in Menschen impfen. Toll ist schon ein normales Bewerbungsgespräch nicht, angenehm schon gar nicht.
So ein Theater in Gelsenkirchen. Auf dem Gelände des Consoltheaters treffen sich die Jugendlichen zum pottfiction Camp. Viel Arbeit, keine Streitereien, dank eines Niederländers schon gar nicht um die Wurst.
Drei Jahr lang wird es bei der Triennale um die Beziehung der Künste und der Künstler zum Urmoment des Religiösen gehen. Nicht um Religion als fertiges System oder um Institutionen oder Kirchen, sondern um das neben Liebe und Tod andere große Thema der Kunst, Suche und Sehnsucht nach einem großen Zusammenhang, der die Begrenztheit der eigenen Existenz überwindet.
Wenn die Schrebergärtnerin langsam die Kaffeesachen wieder zusammenpackt und der Schrebergärtner endlich seine Hacke beiseite legt, dann wird es in der Dortmunder Kleingartenanlage „Hafenwiese“ nicht nur dunkel, sondern auch unruhig.
Das Projekt pottfiction, das von sieben Kinder- und Jugendtheatern der Region und dem Berliner Designerkollektiv anschlaege.de entwickelt wurde, startet mit einem Eröffnungscamp auf dem Gelände des kultur.gebiet CONSOL in Gelsenkirchen.
Auf den Spuren des Alleskönners, der Räuber und Krokodil in Schach hält, der Kinder zum Kreischen bringt, wandelt in diesem Jahr die Fidena, obwohl sich die Heroen des Figurentheaters in den seltensten Fällen auf den Puppenkasper berufen.
Eine ungewöhnliche Dinslakener Kultur-Aktiengesellschaft sorgt seit über zehn Jahren in einer Burg fürs jährliche Festival.

„In so einer revolutionären Situation sind wir heute nicht“
Regisseur Matthias Heße über „Die Zofen“ am Schlosstheater Moers – Premiere 09/26
Eine Welt aus Mensch und Maschine
Spielzeiteröffnung im Theater an der Ruhr – Prolog 09/26
Der verdrängte Müll
„Waste Me“ in Pact Zollverein – Tanz an der Ruhr 09/26
Zwischen Identität und Instrumentalisierung
„Back to Kidal“ bei der Ruhrtriennale – Tanz an der Ruhr 08/26
Ein Straßenfeger im Osten des Reviers
33. Festival Welttheater der Straße in Schwerte – Prolog 08/26
Dauerbrenner unter freiem Himmel
Das NN Theater Freiluftfestival 2026
„Wir gehen den Weg zusammen“
Aurel Dawidiuk wird neuer Intendant und GMD der Bochumer Symphoniker – Interview 07/26
„Wir opfern unsere Welt für Fortschritt“
Regisseur Philipp Preuss über „Circus Oresteia“ im Mülheimer Raffelbergpark – Premiere 07/26
Die Läuterung der Bösen
„Der Sturm“ im Schlosspark Bochum Weitmar – Prolog 07/26
Urban Arts und Wüstenkunde
„Magec / the Desert“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 07/26
Ein Jahr lang gute Taten reichen nicht
„Die kleine Hexe“ beim Düsseldorfer Sommertheater im Park – Prolog 06/26
Freiheit, Krieg, Einsamkeit
„Ptah VI“ am Essener Aaalto Theater – Tanz an der Ruhr 06/26
Freiheit gegen Tyrannei
„Die Räuber“ am Bochumer Schauspielhaus – Prolog 06/26
„Die Szene ist noch sehr lebendig“
Leiterin Franziska Werner über das Impulse Festival 2026 in NRW – Premiere 06/26
Schrecken aus Eis und Finsternis
Fidena in Bochum: Marionetten aus Eis gleiten auf Virginia Woolfs Wellen – Bühne 05/26
Der Tod am Anfang
„Radio and Juliet“ am Theater Dortmund – Tanz an der Ruhr 05/26
Die Umschulung des Übels
„Adams Äpfel“ am Moerser Schlosstheater – Prolog 05/26
„Kunst kann helfen, auf die Welt zu reagieren“
Intendant Olaf Kröck über die Ruhrfestspiele Recklinghausen 2026 – Premiere 05/26
Abstieg in die Fleischerei
„Faulender Mond“ am Essener Grillo-Theater – Prolog 05/26
„Ich habe mich ausgetobt in verschiedenen Genres“
Komponist Samuel Penderbayne über „Die verzauberte Stadt“ am Aalto-Theater Essen – Interview 05/26
Kein Märchen von übermorgen
„1984 – Dystopie 2.0“ am Düsseldorfer Central 1 – Prolog 04/26
„Figuren wie unter einem Vergrößerungsglas“
Regisseur Jakob Arnold über „Ruf des Lebens“ am Schlosstheater Moers – Premiere 04/26
Zwei Künstler, drei Stücke
„Relations“ am Essener Aalto Ballett – Tanz an der Ruhr 04/26
Die Schwüle der Provinz
„Der Theatermacher“ am Düsseldorfer Schauspielhaus – Prolog 03/26
Suchen, Finden – und Verlieren
Benedict Wells‘ „Vom Ende der Einsamkeit“ am Schauspielhaus Bochum – Bühne 03/26