Regisseur Dirk Laucke ist quer durch Deutschland gezogen, um politische Gruppierungen und wütende Bürger zu beobachten und zu interviewen. Verarbeitet hat er ihre Stimmen nun unter anderem in einem Theaterstück: „Angst und Abscheu in der BRD“.
Eager passengers line up outside the gate before those on the incoming aircraft have even deplaned. Check your baggage. Abflug Moers. Ankunft Wartehalle am Solimare. Mit einer Bordkarte bestückt erreichen die Zuschauer die STM Airline Boarding-Zone.
Eine graue Mauer (Bühne: Lisa Marie Rohde) blockiert den Blick in der Essener Casa. Ein Tisch, ein Stuhl. Das war‘s. Die Wand begrenzt Wohnung, U-Bahn-Schacht und Mülldeponie zugleich. Vor und dahinter spielen sich Alltagszenen aus Bundesdeutschland ab.
Es war einmal eine kleine Spielkonsole. Sie lag in einer dunklen Schublade und war ihres Lebens nicht mehr froh. Längst hatten neue Apparaturen die Herzen der Kinder gefangen und zeigten ihnen bunte Bilder in mehreren Dimensionen, schnell getaktete Videos und herrlich anzusehende Animationen.
Auf Bochums kleinster Schauspielbühne, dem Theater Unten am Schauspielhaus, inszeniert Barbara Hauck bei ihrem Debüt „Das Leben der Bohème“ nach dem gleichnamigen Film des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki - und fühlt sich dort wohl: „Da das meine erste Inszenierung ist, ist das für mich noch ein geschützter Ort“.
Sie wissen nicht, wie man erotisch frohlockt? Kein Problem. Es gibt jemanden, der es ihnen zeigen kann: Lioba Albus, die Erfinderin der Dominasteine und selbsternannte Fachfrau für Selbstgebackenes, kennt sich aus mit vorweihnachtlichen Kollateralschäden.
Da stöhnt der Teufel hinter dem Vorhang. Immer wieder werden er und seine Machenschaften auf die Bühne gezerrt, verhandelt und dann der Volksseele als Spiegelbild des eigenen Seins vorgehalten.
Das Stück trägt an diesem Abend den falschen Titel. „Marinelli“ müsste Lessings Trauerspiel heißen, denn der intrigante Strafgefangene des Bösen ist der düstere Star des Abends.
Sieben weiße Türen, dahinter metallischer Stangenwald, langsam rieselt Sand auf den Boden. Das Stundenglas leert sich. Anders als bei Flüssigkeiten strömen die Sandkörner gleichmäßig.
Roberto Ciulli zelebriert das entschleunigte Theater. „Kaos“ ist eine traumwandlerische Auseinandersetzung mit Motiven und Texten von Luigi Pirandello.

Gemeinsam gegen einsam
„Wo sind denn alle?“ am Moerser Schlosstheater – Prolog 02/26
Bett trifft Ballett
„Frida“ am Dortmunder Ballett – Tanz an der Ruhr 02/26
„Ein ungewöhnlicher Frauencharakter“
Dramaturgin Patricia Knebel über die Oper „Die Fritjof-Saga“ am Essener Aalto-Theater – Interview 02/26
„Das Stück stellt uns vor ein Dilemma“
Regisseurin Mateja Koležnik über „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ in Bochum – Premiere 02/26
Zurück in den Sumpf!
Jean-Philippe Rameaus „Platée“ am Theater Hagen – Bühne 02/26
Witz, Tempo, Herz
Paul Abrahams Operette „Märchen im Grand-Hotel“ in der Oper Dortmund - Bühne 02/26
Das eigentliche Böse
„Deep Sea Baby“ im Mülheimer Ringlokschuppen Ruhr – Prolog 01/26
Manischer Maskenball
„Delirious Night“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 01/26
Die Flut aus toten Körpern
„Staubfrau“ am Theater Oberhausen – Prolog 01/26
„Eine Referenz auf Orte im Globalen Süden“
Regisseur:in Marguerite Windblut über „Der Berg“ am Essener Grillo-Theater – Premiere 01/26
Praktisch plötzlich doof sein
Helge Schneider präsentiert seine neue Tour – Prolog 12/25
Tanzbein und Kriegsbeil
Filmdoku in Düsseldorf: Urban Dance in Kiew – Tanz an der Ruhr 12/25
Der böse Schein
„Söhne“ in der Moerser Kapelle – Prolog 12/25
„Totaler Kulturschock. Aber im positiven Sinn“
Schauspielerin Nina Steils über „Amsterdam“ am Bochumer Schauspielhaus – Premiere 12/25
Verlorene Jahre
„The Drop“ am Jungen Schauspiel in Düsseldorf – Prolog 11/25
Kampf, Verlust und Liebe
Vorweihnachtliche Stücke für junges Publikum im Ruhrgebiet – Prolog 11/25
Tanz der Randfiguren
„Der Glöckner von Notre-Dame“ in Essen – Tanz an der Ruhr 11/25
„Jede Inszenierung ist eine Positionierung“
Regisseur Kieran Joel über „Antichristie" am Schauspielhaus Dortmund – Premiere 11/25
Das selbsternannte Volk
„Die Nashörner“ am Düsseldorfer Schauspielhaus – Prolog 10/25
Körper und Krieg
„F*cking Future“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 10/25
Foltern ohne Reue
„Törleß“ am Bochumer Rottstr 5 Theater – Prolog 10/25
„Subjektive Wahrnehmung ist verboten“
Regisseurin Jette Steckel über „Das große Heft“ am Bochumer Schauspielhaus – Premiere 10/25
Graf Fridol geht auf Nachtschicht
Musik-Improtheater beim Duisburg Fringe Festival – Festival 09/25
Auf einem Mistkäfer zum Olymp
„Der Frieden“ am Schlosstheater Moers – Prolog 09/25
Ein großartiges Schlachten
Elfriede Jelineks „Am Königsweg / Endsieg“ in Essen – Prolog 09/25