Eine Gitarre, ein Fahrrad, ein Krankenzimmer mit Funktionsmöbeln und verschlossenem Ausgang. Manche Welten wirken ziemlich steril.
Alle tanzen Tango in wechselnder Konstellation. Ein Künstlerhaushalt ohne Konventionen eben, ein Hort der Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen.
In der Mitte der Bühne von Kathrin Frosch befindet sich ein großes Loch, es ist gleichzeitig Gefängnis und Sehnsuchtsort, der Rest der Landschaft mit Schräglage ist kalt und ungemütlich.
Die Zeit läuft linear. Oder nicht? Manchmal scheint sie längst abgelaufen, manchmal rennt sie schneller, als einem lieb ist. Wie schön wäre ein Blick in die Zukunft, wie schön wäre auch eine Zeitmaschine.
Das ganze Leben ist ein Rost, und wir sind nur die kleinen Würstchen. Einen Schwitzkastenschwank in sieben Affekten nennt der leider viel zu früh gestorbene österreichische Autor und Künstler Werner Schwab...
Das Chaos zweier Familien hat eine Schneise der Verwüstung im Café Chioggia hinterlassen. Theken, Tische und Stühle stapeln sich zu gefährlichen Möbelhalden, die Decke hängt bedrohlich herab.
Omma Luise ist 86 Jahre alt und trinkt täglich Unmengen von zähflüssigem, schwarzem Kaffee. Stefan lebt in München, kommt aber ursprünglich aus dem Ruhrgebiet.
Eine altmodische Turnhalle ist am Theater an der Ruhr Welt genug für die Auseinandersetzung mit den Trieben, die in die Irre führen, wenn der Geist nicht stark genug ist.
Kapitalismus ist Krise. Er bleibt Krise, wenn auch die bunte schöne Markenwelt die Symbole der Revolution ersetzt, wenn statt Karl Marx Karl Lagerfeld auf die Szenerie blickt, wenn es nicht mehr um die Befreiung der Massen, sondern eher um die letzte Bekleidung des Egos geht.
Als er wieder auf den Olymp reiste, bauten ihm die Menschen einen Tempel aus Klopapier und Plüschtieren, auf den steinernen Stufen hinauf ins allerheiligste WC wollten sie fortan ihre Dispute zivilisiert austragen, in aller Öffentlichkeit, in Ruhe, mit Bedacht. Doch einer beobachtete sie von oben mit Argwohn: der Gott des Gemetzels.

„Ich habe mich ausgetobt in verschiedenen Genres“
Komponist Samuel Penderbayne über „Die verzauberte Stadt“ am Aalto-Theater Essen – Interview 05/26
Abstieg in die Fleischerei
„Faulender Mond“ am Essener Grillo-Theater – Prolog 05/26
„Kunst kann helfen, auf die Welt zu reagieren“
Intendant Olaf Kröck über die Ruhrfestspiele Recklinghausen 2026 – Premiere 05/26
Kein Märchen von übermorgen
„1984 – Dystopie 2.0“ am Düsseldorfer Central 1 – Prolog 04/26
„Figuren wie unter einem Vergrößerungsglas“
Regisseur Jakob Arnold über „Ruf des Lebens“ am Schlosstheater Moers – Premiere 04/26
Zwei Künstler, drei Stücke
„Relations“ am Essener Aalto Ballett – Tanz an der Ruhr 04/26
Die Schwüle der Provinz
„Der Theatermacher“ am Düsseldorfer Schauspielhaus – Prolog 03/26
Suchen, Finden – und Verlieren
Benedict Wells‘ „Vom Ende der Einsamkeit“ am Schauspielhaus Bochum – Bühne 03/26
Kampf, Hoffnung, Überleben
„Burning City“ am Tanzhaus NRW – Tanz an der Ruhr 03/26
„Man muss in den eigenen Abgrund blicken“
Marie Schleef über „The Lottery“ am Essener Grillo Theater – Premiere 03/26
Zerbrechliche Landschaften
Elfriede Jelineks „Winterreise“ am Schauspielhaus Dortmund – Prolog 03/26
„Die KI wird nicht mehr verschwinden“
Karsten Dahlem inszeniert „Der Sandmann“ am Schauspiel Wuppertal – Interview 02/26
Weisheit, frei erfunden
„Tyll“ am Düsseldorfer Schauspielhaus – Prolog 02/26
Gemeinsam gegen einsam
„Wo sind denn alle?“ am Moerser Schlosstheater – Prolog 02/26
Bett trifft Ballett
„Frida“ am Dortmunder Ballett – Tanz an der Ruhr 02/26
„Ein ungewöhnlicher Frauencharakter“
Dramaturgin Patricia Knebel über die Oper „Die Fritjof-Saga“ am Essener Aalto-Theater – Interview 02/26
„Das Stück stellt uns vor ein Dilemma“
Regisseurin Mateja Koležnik über „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ in Bochum – Premiere 02/26
Zurück in den Sumpf!
Jean-Philippe Rameaus „Platée“ am Theater Hagen – Bühne 02/26
Witz, Tempo, Herz
Paul Abrahams Operette „Märchen im Grand-Hotel“ in der Oper Dortmund - Bühne 02/26
Das eigentliche Böse
„Deep Sea Baby“ im Mülheimer Ringlokschuppen Ruhr – Prolog 01/26
Manischer Maskenball
„Delirious Night“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 01/26
Die Flut aus toten Körpern
„Staubfrau“ am Theater Oberhausen – Prolog 01/26
„Eine Referenz auf Orte im Globalen Süden“
Regisseur:in Marguerite Windblut über „Der Berg“ am Essener Grillo-Theater – Premiere 01/26
Praktisch plötzlich doof sein
Helge Schneider präsentiert seine neue Tour – Prolog 12/25
Tanzbein und Kriegsbeil
Filmdoku in Düsseldorf: Urban Dance in Kiew – Tanz an der Ruhr 12/25