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Verbranntes Gut

FRAGEN DER ZEIT – Zukunft JETZT

POLITIK-LABOR – Ein Thema, drei Schwerpunkte: Aufmacher, Interviews, Europa-Artikel, Glosse und Lokaltexte aus Köln, Wuppertal und dem Ruhrgebiet

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Composing: Robert Michalak

Verbranntes Gut / Heute hier, morgen dort
Intro 01/22
(Link zur Langfassung)

Müll ist Kultur. Er ist menschengemacht, allgegenwärtig, spiegelt Bedürfnisse – und ist zur existentiellen Bedrohung geworden. Kunststoffmüll bereitet besondere Probleme. Wissenschaftler der Universitäten Oxford und Leeds und mehrerer Umweltschutzorganisationen haben festgestellt, dass sich zwischen 2016 und 2040 1,3 Milliarden Tonnen Kunststoffmüll in der Umwelt ansammeln werden. An Kunststoffabfällen verendete Seevögel, Robben, Fische oder Wale schaffen es in die Schlagzeilen, hormonelle Veränderungen bei Menschen infolge von Plastikkontakt gelten als unstrittig und ob und mit welchen Folgen Mikroplastik sich dauerhaft im Organismus festsetzt, dürfte sich bald zeigen. Deutschland findet sich in der EU unter den fünf größten Erzeugern von Plastikmüll. Doch die Müllfrage ist nicht einfach in den reichen Ländern zu lösen, sie eskaliert in den armen Regionen der Welt, wo z.B. keine ausreichende Infrastruktur gegeben ist, um Siedlungsmüll umweltgerecht zu entsorgen.

Verbranntes Gut / Heute hier, morgen dort
TEIL 1: Reparieren, Aufwerten, Vermeiden

Arbeiten mit dem, was schon da ist – keine große Sache. Trotzdem sind es vor allem kleine Läden und Initiativen, die sich darauf konzentrieren, Dinge nicht einfach zu entsorgen, sondern zu erneuern, zu verbessern und zu verwandeln. Dazu zählen Reparier-Cafés, oder Schneidereien, die aus Bettwäsche T-Shirts designen (Upcycling). Hersteller wie Verbraucher scheinen sich Regale ohne überdesignte Verkaufshüllen kaum vorstellen zu können. Wie weit lässt sich Verpackungsmüll überhaupt vermeiden?

Verbranntes Gut / Heute hier, morgen dort
TEIL 2: Verpacken und Recyclen

Den Gelben Sack zu ‚bedienen‘, bereitet offenbar Probleme. Zur Hälfte schmeißen wir rein, was nicht reingehört. Auch die Produkte sind nicht darauf angelegt, leicht verwertet zu werden. Zahlreiche, Bruchteile von Kunststoffschichten umhüllen Fertiggerichte. Sogar biobasierte Kunststoffe versprechen noch keine bessere ökologische Bilanz und sind nicht kompostierbar. An welchen Missständen leidet die gegenwärtige Recyclingwirtschaft, wie lässt sich dem abhelfen?

Verbranntes Gut / Heute hier, morgen dort
TEIL 3: Ökostoffe und Kreisläufe

Kompromisse sind in den meisten Fällen nötig, etwa, wenn das Getreideleder mit recycletem PET-Kunststoff gemischt wird, um die nötigen Eigenschaften zu gewährleisten. Lösen sie das alte Plastik durchweg ab? Wo ist der Haken? Die Idee der Kreislaufwirtschaft wird absehbar auch von Weltkonzernen ernst genommen, sei es durch Materialforschung oder durch neue Geschäftsmodelle, mittels derer die Verantwortung für ein Produkt durchgehend beim Hersteller bleibt. Wie lange braucht es noch?

Ihre trailer-Redaktion

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