Spurensuche ist für Normalbürger eine nicht ganz einfache Aufgabe. Schon beim Pilzesuchen kommen die Einwohner der urbanen Metropolen ja schon ins Schwimmen. In Essen kann man sich im September jetzt im besonderen Spurensuchen üben. Da sucht man in Katernberg die Fährten der Flüchtigen, im ganzen Essener Stadtgebiet die Brotkrumen der Kunst. Schwer zu finden scheinen die ja nicht zu sein. Mehr als 300 Künstlerinnen und Künstler wollen ihre Ateliers für die Suche öffnen, an zwei Wochenenden sind die 155 Orte (darunter auch Ateliergemeinschaften)in eine Nord- und Südfahrt geteilt. Dazu gibt es städtische Atelierhäuser, ein Kunsthaus, das Unperfekthaus (einzige Location mit Eintritt), und Kulturwerkstätten sowie Kunstorte in Privathäusern. Schon 2003 hat man diese Zeitspannenverlängerung beschlossen. Nicht nur, dass die Besucher nun mehr Zeit haben und nicht mehr von Atelier zu Atelier hetzen müssen, auch die Künstler selbst haben nun die Möglichkeit, ihre Kollegen und deren Arbeitsumgebung kennenzulernen.
Bereits zum 18. Mal in Folge stellen sich die Essener Künstlerinnen und Künstler in ihren Arbeitsräumen dem Publikum. Statt Brotkrumen haben die natürlich einen roten Faden für die Route durch alle Stadtteile dabei. In gedruckter Form vom Essener Kulturbüro. Der Flyer und Atelierplan liegt überall aus, auch im Darknet, und zeigt die Atelieradressen und die öffentlichen Verkehrsverbindungen. Das scheint sich auch zu lohnen – von Jahr zu Jahr begeben sich mehr Besucher auf die kulturelle Reise. Sie finden hier und da kreative Entstehungsprozesse, vielleicht ein paar ausgefallene Exponate, nette Menschen, schöne Orte und bestimmt einen umfassende Überblick über das Spektrum der Essener Künstlerszene. Das große Finale der „Kunstspur“ ist ein Abschlussfest losgelöst von den Kunstspur-Wochenenden. Bei diesem Treffen geht es vor allen Dingen um den Erfahrungsaustausch der Künstler und die Netzwerkpflege.
18. Kunstspur Essen | Sa & So 17./18.9., 24./25.9. 15-19 Uhr | www.essen.de
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