Die Bilder im Wechselausstellungsbereich des Osthaus Museum kündigen sich aus der Ferne an. Horst Becking ist Maler mit allen seinen Sinnen, am intensivsten und authentischstem vor allem in der Auseinandersetzung mit überlebensgroßen Bildformaten.
Das „Plastische“ dieser Arbeiten stellt sich erst allmählich ein: Im Kunstmuseum Gelsenkirchen ist derzeit, aber nur noch für wenige Tage, das Werk von Klaus Staudt zu sehen.
Seit Oktober 2010 ist das Museum Ostwall am neuen Standort im Dortmunder U wieder für das Publikum geöffnet und präsentiert in der vierten und fünften Ebene seine Sammlung.
Kann man den Traum eines anderen Menschen erleben? Nun zumindest in einem abgedrehten Anime des japanischen Kult-Regisseurs Satoshi Kon (1963-2010) geht das mit Hilfe von Maschinen und führt dort zu klaustrophobischen Katastrophen zwischen den Realitäten. Die österreichische Künstlerin Barbara Breitenfellner baute gerade zwei ihrer selbst dokumentierten Trauminhalte...
Es ist gut, dass die Holzschnitte und Fotoarbeiten von Pidder Auberger in seiner Ausstellung im Essener Museum Folkwang auch von ihrer handwerklich-technischen Seite beleuchtet werden. Parallel finden nämlich Schauen mit den Drucken von HAP Grieshaber wie auch des jungen Jan Brokof statt.
Im Museum Haus Kemnade, einer ehemaligen Wasserburg auf Hattinger Geländer, kann man den traditionellen Zahlungsmitteln aus Asien, Ozeanien und Afrika nachspüren. „Kauri. Kina. Kissipenny“ heißt die interessante, umfangreiche Ausstellung, die das „Geld“ nach Erdteilen in großen gläsernen Vitrinen sortiert zeigt.
Helmut Klinker (1925 bis 2010) zählt zu den Wegbereitern zeitgenössischer Kunst in Bochum. Viele bedeutende Werke aus seiner Sammlung fanden Eingang in die Museumskollektion. Als Hommage hat das Kunstmuseum Bochum eine Präsentation von Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen zusammengestellt, die aus seiner Sammlung erworben werden konnten.trailer befragte Museumsdirektor Hans Günter Golinski zu diesem besonderen Sammler.
Eine Ausstellung, die lehrt, genau hinzuschauen, schon was die Formensprachen betrifft: „Bild für Bild“, die erste Wechselpräsentation des Museum Ostwall im Dortmunder U, regt zum Vergleich zwischen den Kunstwerken an. Sie handelt von einem linearen Medium: dem Film. Sie ist jedoch in ihrer Abfolge ganz und gar nicht linear, ja, verfährt flanierend und zwar systematisch. Anhand einer Auswahl aus der Sammlung des Pariser Centre Pompidou (die um weitere Kunstwerke ergänzt ist) sind unterschiedliche Eigenschaften des Films destilliert und in Beziehung zur „freien“ Kunst gesetzt, z. B. bilden Rhythmus, Schnitt und Dunkelheit einzelne Kapitel.
Struth, Struth, Struth und kein Ende in Sicht. Der Fotograf, der in Düsseldorf bei den Bechers studierte, der in New York lebt und der eine Professur in der Landeshauptstadt absagte, ist in Nordrhein-Westfalen seit Jahren zu Recht allgegenwärtig. Gerade ging im Düsseldorfer NRW-Forum für Kultur und Wirtschaft die Ausstellung „Der Rote Bulli“ zu Ende, in der untersucht wurde, inwieweit die erste Generation der von Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie geleiteten Fotoklasse sich von US-amerikanischen Sujets und Bildkonzepten der 1970er und 1980er Jahre inspirieren ließ, da kündigt sich ein paar hundert Meter weiter in der Kunsthalle K20 mit „Thomas Struth – Fotografien 1978-2010“ bereits die nächste deutsch-amerikanische Bilder-Orgie an.
Der erste Blick wandert durch einen schwarzen Raum. Wände wie Schultafeln, die zum Kritzeln anregen oder auch zum Wegwischen. Dan Perjovschis „Chalk Reality2“ (2010) hat einen Leitspruch: „More Content – Less Chalk” (mehr Inhalt, weniger Kreide), und genau dies wird hier durch zugefügte Kritzeleien und Wischungen konterkariert. Aber der Rumäne setzt sich auch kritisch mit dem Kunstmarkt auseinander, als Bezug zur Konsumorientierung des Kapitalismus. An einer der beiden Eingangstüren hat er seine künstlerische Haltung gekreidet, mit der er sich seit Jahren erfolgreich dem Kunstmarkt entzieht: „This Work is part of no collection and no Stiftung. This drawing is fully mine”.

Subtil belichtet
Johanna von Monkiewitsch im Essener Kunstverein Ruhr – Ruhrkunst 04/26
„Klick!“, sagte die Kamera
Fotobücher für Kinder im Essener Museum Folkwang – Ruhrkunst 04/26
Bilder, die aus der Fläche wachsen
Gerhard Hoehme im Museum Küppersmühle in Duisburg – kunst & gut 04/26
„Sie pendelte zwischen den Extremen“
Kuratorin Christine Vogt über die Ausstellung „Anja Niedringhaus“ in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen – Sammlung 04/26
Lebenswerk in Farbe
Rupprecht Geiger in Hagen – Ruhrkunst 03/26
Pop, provokant
„German Pop Art“ in Oberhausen – Ruhrkunst 03/26
Wort zu Bild
Natalie Czech im Kunstmuseum Mülheim – kunst & gut 03/26
„Technologie radikal anders denken“
Direktorin Inke Arns über „Robotron“ im HMKV im Dortmunder U – Sammlung 03/26
Ästhetische Verwandtschaften
„Affinities“ in der Kunsthalle Recklinghausen – Ruhrkunst 02/26
Geschmacksachen
„Mahlzeit!“ im LWL-Museum in Herne – Ruhrkunst 02/26
Fotografie in bewegten Zeiten
Germaine Krull im Museum Folkwang in Essen – kunst & gut 02/26
„Sie wollten Kunst für alle machen“
Kuratorin Sarah Hülsewig über „German Pop Art“ in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen – Sammlung 02/26
Geheime Erzählungen alltäglicher Gegenstände
Vera Lossau im Märkischen Museum Witten – kunst & gut 01/26
Klappe auf, Klappe zu
Rolf Glasmeier im Kunstmuseum Gelsenkirchen – Ruhrkunst 01/26
Tanzende Gitter
Susan Hefuna im Duisburger Museum Küppersmühle – Ruhrkunst 01/26
„Die Guerrilla Girls sind mit der Zeit gegangen“
Kuratorin Nicole Grothe über die Ausstellung der Guerilla Girls im Dortmunder Museum Ostwall – Sammlung 01/26
Die Abstraktion der Künstlerinnen
„InformElle“ im Emil Schumacher Museum Hagen – kunst & gut 12/25
Raumschmuck aus Türmen
Mariana Castillo Deball im Dortmunder Kunstverein – Ruhrkunst 12/25
Rund ums Staubhaus
„How we met“ im Kunstmuseum Bochum – Ruhrkunst 12/25
„Konventionen über Bord werfen“
Co-Kuratorin Kerstin Meincke über „Germaine Krull: Chien Fou“ im Essener Museum Folkwang – Sammlung 12/25
Natur aus dem Gleichgewicht
Mika Rottenberg im Lehmbruck Museum in Duisburg – kunst & gut 11/25
Gespiegelte Erdgeschichte
Robert Smithson in Bottrop – Ruhrkunst 11/25
Unter Ruhris
Brigitte Kraemer in Essen – Ruhrkunst 11/25
„Bei Fluxus ging es nicht ums Genie“
Direktorin Julia Lerch Zajączkowska über „How We Met“ im Kunstmuseum Bochum – Sammlung 11/25
Wahre Geschichten
William Kentridge im Museum Folkwang Essen – kunst & gut 10/25