Mode im Dritten Reich? Gab es da nicht nur Uniformen? Oder sahen damals alle so aus, wie es uns die erhalten gebliebenen Wochenschauen aus der dunklen Zeit vermitteln wollen? Die teuren Kleider der Filmsternchen, die dunklen Fracks der heimlichen Bohème. Das konnte doch nicht alles sein.
Ein halbes Jahr nach ihrer Wiedereröffnung zeigt die Kunsthalle Recklinghausen gleich im doppelten Sinne, was sie zu bieten hat. Sie verweist auf den hauseigenen Kunstpreis „junger westen“ und stellt dazu Werke der bisherigen Preisträger vor, die sie selbst für ihre Sammlung erworben hat.
Mit ihren Malereien, Collagen und Fotografien hat sich die 1979 geborene, in Düsseldorf lebende Angelika Trojnarski seit einigen Jahren etabliert. Gegenstand ihrer früheren Arbeiten waren ausrangierte Gebäude und Fahrzeuge, die sie mit einem feinen Gespür für das Besondere der Konstruktionen malerisch erfasst hat.
Paranormalität hat nicht unmittelbar etwas mit knarrenden Treppenstufen oder jaulenden Geräuschen bei Sturm zu tun. Paranormalität ist so allgegenwärtig wie UFOs, wenn man den Kern oder die Ursachen wertungsfrei betrachtet.
Was für eine Gelegenheit! Die Autorenfilme von Abbas Kiarostami, der 1940 in Teheran geboren wurde, dort ansässig ist und zu den großen Regisseuren seines Genres zählt, sind so still und verhalten, dass sie nicht den Weg in die großen Kinos finden, auch nicht auf die zeitigen Sendeplätze des Fernsehens.
Die Ausstellung zeigt, dass das, was für uns heute als klassische Moderne etabliert ist, auch mal unbekannte Avantgarde war, die es eben wert war zu pflegen.
Seit 2002 verleiht die Kunststiftung NRW den Nam June Paik Award zur Erinnerung an den Mitbegründer der Fluxus-Bewegung in Europa und mit seinen Arbeiten ein Pionier der Medienkunst war.
Eine Werkschau mit Bildern und Objekten von Bernd Schultze findet noch bis zum 20. Januar im Museum Küppersmühle in Duisburg statt.
Duisburg konzentriert sich auf einen Künstler und dessen Schaffen. Während zeitgleich in einer Ausstellung im Essener Museum Folkwang die Kunstrichtung des Expressionismus auf ihre Inspirationsquellen befragt wird.
Der Fotograf Knut Wolfgang Maron begleitete seine Mutter in ihren letzten Lebensjahren mit der Kamera und teilte mit ihr „eine wunderbare und nicht benennbare Intimität“.

Purismus in Farbe
Richard Paul Lohse in Bottrop – Ruhrkunst 09/26
Kopfsachen
Jaume Plensa in Duisburg – Ruhrkunst 09/26
Keller voller Licht
25 Jahre Lichtkunstzentrum in Unna – Ruhrkunst 08/26
Hangover mit Schafen
Ragnar Kjartansson in Recklinghausen – Ruhrkunst 07/26
Aus Papier wird Raum
Michael Beutler in Gelsenkirchen – Ruhrkunst 06/26
Junger Osten
„Die Kids sind nicht alright!“ im Bochum MuT – Ruhrkunst 06/26
Globales Waldbaden
„Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen – Ruhrkunst 05/26
Schrott im Museum
Ausstellung über Abfallentsorgung im Dortmunder U – Ruhrkunst 05/26
Subtil belichtet
Johanna von Monkiewitsch im Essener Kunstverein Ruhr – Ruhrkunst 04/26
„Klick!“, sagte die Kamera
Fotobücher für Kinder im Essener Museum Folkwang – Ruhrkunst 04/26
Pop, provokant
„German Pop Art“ in Oberhausen – Ruhrkunst 03/26
Lebenswerk in Farbe
Rupprecht Geiger in Hagen – Ruhrkunst 03/26
Geschmacksachen
„Mahlzeit!“ im LWL-Museum in Herne – Ruhrkunst 02/26
Ästhetische Verwandtschaften
„Affinities“ in der Kunsthalle Recklinghausen – Ruhrkunst 02/26
Tanzende Gitter
Susan Hefuna im Duisburger Museum Küppersmühle – Ruhrkunst 01/26
Klappe auf, Klappe zu
Rolf Glasmeier im Kunstmuseum Gelsenkirchen – Ruhrkunst 01/26
Rund ums Staubhaus
„How we met“ im Kunstmuseum Bochum – Ruhrkunst 12/25
Raumschmuck aus Türmen
Mariana Castillo Deball im Dortmunder Kunstverein – Ruhrkunst 12/25
Gespiegelte Erdgeschichte
Robert Smithson in Bottrop – Ruhrkunst 11/25
Unter Ruhris
Brigitte Kraemer in Essen – Ruhrkunst 11/25
Solare Kräfte
„Genossin Sonne“ im Dortmunder U – Ruhrkunst 10/25
Ruhrgebilder
Pixelprojekt-Neuaufnahmen in Gelsenkirchen – Ruhrkunst 09/25
Imdahls Sehschule
50 Jahre RUB-Kunstsammlung in Bochum – Ruhrkunst 09/25
Formationen lesen
Amit Goffer im Haus Kemnade – Ruhrkunst 08/25
Appetithäppchen
Westdeutscher Künstlerbund (WKB) in Witten – Ruhrkunst 08/25