We are the people that rule the world
A force running in every boy and girl
All rejoicing in the world
Take me now, we can try. (Empire of the sun)
Non, je ne regrette rien. Leise tönt Edith Piaf aus dem Radio. Die Gedanken schweifen zurück. Ja, das waren stille Tage in Paris. Ohne Hektik, ohne Handy. Ohne Rasierapparat. Bummeln an der Seine, Latte im Café. Ein wenig Stöbern auf dem Flohmarkt. Hier herrscht noch der traditionelle Marktbetrieb. Handeln um des Handelns willen. Ohne Preisbindung, aber mit Feilschen in Maßen, hier ist ja schließlich das alte Europa.
Saugen ist umsonst. Das gilt nicht nur für Neugeborene, auch in der Waschstraße ist das so. Langsam hebt sich dort gerade der Bügel millimetergenau über die Motorhaube und bläst mit Macht die letzten Tropfen vom Gefährt. Bremsen testen, raus aus dem Tunnel.
Eigentlich wollte ich die WM im Fernsehen sehen. Fußball hat es ja inzwischen zum weltweiten Völkerverständigungs-Kulturereignis geschafft. Aber eine halbe Stunde vor dem Anpfiff läuft nur das austauschbare Expertengeblähe im Studio.
Zugegeben, es war damals ein schöner Ausblick über den Prater in Wien, während meine schweißnassen Hände sich an der Haltestange festklammerten. Verwitterte Holzbalken wanderten vorbei, ab und an ruckelte es merkwürdig in der Kabine. Riesenräder machen mir Angst.
Bei uns in der Familie gab es einmal eine Bibel. Alt, selten, teuer. Ein Kulturgut. Kurz nach dem Krieg wurde sie verwandelt. In viel Wichtigeres: zehn Schulhefte. Ein reicher Bochumer Geschäftsmann, der Name tut hier nichts mehr zur Sache, machte den Deal.
Das „Raumschiff Orion“ im Schwarzweiß-Fernsehen war längst verdaut. Da kam dieser schwarze Monolith auf Zelluloid. Für uns junge Kinogänger war es 1969 die Science Fiction-Offenbarung.
Früher war alles besser. Ach nee, werden Sie jetzt sagen. Das kennen wir doch. Sagt doch jeder, der ein gewisses Alter überschritten hat. Früher war gar nicht alles besser. Fortschritt muss eben sein. Natürlich gab es keine Abwrackprämie und keine geklonten Kamele.
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