Der Titel von Josefine Soppas Debütroman „Mirmar“ („mirar“ – spanisch: schauen, „mar“ – Meer) suggeriert Leichtigkeit, anders als die Lebensrealität ihrer Protagonistinnen. Mutter und Tochter sind gefangen in immer befristeten Arbeitsverhältnissen und einer allumfassenden Kapitalisierung des eigenen Lebens. Etwas anders scheint kaum vorstellbar, bis die Mutter eines Tages verschwindet. Angeblich ist sie nun am Meer, lebt in einer neuartigen Gemeinschaft von Frauen – fern von Ausbeutung, Leistungsgesellschaft und Patriachat. „Mirmar“ ist die Geschichte eines bekannten „Hiers“ und eines fernen „Dorts“, das man sich erst zu träumen erlauben muss.
Josefine Soppa: Mirmar | Do 1.6. 19.30 Uhr | Literaturhaus Dortmund | www.literaturhaus-dortmund.de
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