Es gibt 95 Beiträge von Olli
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16.11.2003
?Das Wunder von Bern" zeigt eigentlich zwei Geschichten. Zum einen natürlich die Geschichte der deutschen Nationalmannschaft von 1954. Die zweite Geschichte handelt von einer Essener Nachkriegsfamilie. Beide Geschichten berühren sich inhaltlich immer wieder und fließen zum Schluß ineinander zusammen. Eigentlich gibt es mit den zwei Geschichten auch zwei Wunder. Gut, der Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft gab den Deutschen ein Stück Selbstvertrauen oder Selbstwertgefühl zurück. Ich glaube, dass das auch für ein Volk, dass auf so fatale Weise in seiner jüngsten Vergangenheit versagt hat, wichtig war. Das Ganze spielt sich nun noch einmal im Kleinen ab. Der gebrochene Vater der Essener Familie, der über 10 Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft verbrachte, wird Stück für Stück ein zweites Mal geboren. Ja, ein Wunder, dass ein Mann, der so lange Zeit eigentlich tot war, wieder lebendig werden kann. Wohl dem Mann, der so eine Frau an der Seite hat, die nicht nur drei Kinder zur Welt bringt, sondern auch auf ihren Mann vertraut und ihm bei dessen zweiten Geburt zur Seite steht.
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02.11.2003
„Die Legende von Paul und Paula" entstand 1973 in der DDR und war seinerzeit ein echter Kultfilm. Die Liebesgeschichte bewegt sich zwischen Phantasie und Wirklichkeit. Es war nicht nur die Handlung an sich, sondern es kam dazu, dass die Buchvorlage von Plensdorf stammte, die das Projekt „kultig" werden ließen. Plensdorf schrieb „Die neuen Leiden des jungen W." . Damit wurde er der Geheimtipp bei der DDR-Jugend. Wenn man so will, ist man mit ein wenig Phantasie und großzügiger Auslegung schnell bei Goethes „Werther", auf den sich Plensdorf in „Die neuen Leiden des jungen W." bezieht, und der seinerzeit ja auch absoluter Kult war. Zur Musik von den Pudys kann man stehen wie man will, aber die Lieder aus „Die Legende von Paul und Paula" sind Gassenhauer geworden, die zumindest die über 40jährigen Ossis auch heute noch mitpfeifen können. Irgendwo sehe ich vom Stil her Parallelen zu „Good Bye, Lenin!" Zumindest weiss der Zuschauer ja auch nicht immer, was real und was eigentlich erfunden ist. Er wird ein wenig zwischen Wirklichkeit und Phantasie hin- und hergeschaukelt (und manchmal merkt er’s nicht). Mich wundert es eigentlich, dass letzterer Film auch hier im Westen so eine positive Resonanz erfahren hat. Kann es sein, dass die Leute sich in letzter Zeit etwas mehr für den Osten interessieren und insgesamt etwas nachdenklicher werden? Nicht, dass wir vor einem „Kulturellen Wandel" in irgend eine andere Richtung stehen, aber ein wenig scheint die Spaßgesellschaft angeknackst. Irgendwie ist die Zukunft nicht mehr so rosig und bei allem Spaß und Fun macht sich manchmal ein Hauch von Nachdenklichkeit breit. Die Menschen müssen vielleicht wieder etwas mehr zusammenhalten in Zukunft. Wäre vielleicht bei allen Problemen ein positiver Nebeneffekt der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung.
Da im Biograph nichts weiter zu „Die Legende von Paul und Paula" vorliegt, hier zwei Links mit weiteren Infos:
http://gruppen.tu-bs.de/studver/sff/archiv/2002ss/index.html
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02.11.2003
?Luther" wirft einen nicht um. Aber es ist dennoch ein sehenswerter Film. Im Prinzip kennt man die Geschichte. Insofern sind auch mehr die Details von Interesse, die letztlich Luther vom Saulus zum Paulus werden lassen (wenn man das einmal so im übertragenen Sinne sagen darf). Man wird in dem Film aber nicht dümmer und es werden einem ein paar Dinge klarer, die von dem Geschehen um Luther herum Auswirkungen bis in unsere heutige Zeit besitzen....
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27.10.2003
Alles ist ein wenig überzogen dargestellt. Ansonsten ist die Story ziemlich platt. Ich glaube Kinder durchschauen das heute, wenn sie auf billige Art und Weise verkaspert werden sollen. So kann man vielleicht die oberflächlichen Menschen der Spaßgesellschaft erziehen. Etwas mehr Niveau ist da schon erforderlich, um Kinder zu unterhalten.
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29.09.2003
Sie haben es geschafft: In ziemlich trüben, fast ausweglosen Situationen träumen die Protagonisten den amerikanischen Traum. Man muß nur ein Ziel vor den Augen haben und richtig wollen, dann klappt das schon. O.K., manchmal muß man auch ein wenig angeschoben werden. Im Prinzip ist die Einstellung ja nicht verkehrt, auch wenn man in Wirklichkeit gar nicht den Ehrgeiz hat, alles und überall abzukassieren. Manchmal ist man einfach bloß froh, dass man noch seinen Job hat....
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12.09.2003
Ja, Helmut hat zunächst auf´s falsche „Pferd" gesetzt. Die attraktive Schulsprecherin Britta brennt sich tief in seinem Innern fest. Das geht uns Männern aber nicht nur so mit Frauen. Wir setzten auch auf die falschen Aktien oder auf die falsche Fußballmannschaft. Da ist viel Psychologie dabei. Wir wollen oder können uns die falsche Entscheidung einfach nicht eingestehen und halten oft viel zu lange daran fest. Irgendwann macht es dann aber einmal „Klick" und wir kapieren. Manchmal kommt die Erkenntnis zu spät, dann ist nichts mehr zu retten. Bei Helmut kam sie gerade noch rechtzeitig. Er konnte zu seiner Freundin, die ein Kind von ihm erwartete, zurück. Ob es aber wirklich die richtige Entscheidung war, werden wir vielleicht erst in 10 Jahren erfahren. Wer weiß, was da aus den beiden geworden ist. So lange können wir aber nicht warten....
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04.09.2003
Alle versuchen ihr kleines oder großes Glück zu machen. Alle greifen irgendwie in die Sch..... Wie gesagt: Willkommen in der Wirklichkeit...
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11.03.2003
Der Film ist nicht schön und nicht sonderlich spannend. Er ist einfach wie das Leben ist. Die Handlung passiert in ihrer Tragik täglich im richtigen Leben. Viele Situationen bis hin zu den Dialogen kamen mir aus meinem eigenen Leben bekannt vor. In Halbe Treppe müssen die Protagonisten ständig arbeiten (In anderen Filmen scheinen sie fast immer Freizeit zu haben). Wenn sie nicht arbeiten, spielt der Film sehr oft im Dunkeln. Die grobe Bildkörnung stellt einen Kontrast zur heilen Welt der Hochglanzwerbung dar, die uns sonst an allen Ecken und Enden umgibt. Halbe Treppe ist ein Film, den man sich unbedingt ansehen sollte, auch wenn wir nicht immer solche Filme brauchen. Wir gehen ja u.a. auch ins Kino, um die Realität für 2 Stunden zu vergessen und nicht um sie mit in den Kinosaal zu nehmen. Aber ab und zu kann das auch nicht schaden.
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23.02.2003
Hey, noch kein Beitrag zum „Fliegenden Klassenzimmer"? Ist doch eigentlich ein toller Film. Meines Erachtens ist es aber noch mehr ein Film für die Eltern (Anfang 40) als für die Kinder. Erinnerungen an die eigene Internatszeit (Rückblick: gleiches Jahr 1977 und ähnliches Alter) und ähnliche Probleme in der Gegenwart lassen mich eigene Erlebnisse reflektieren und Schlüsse ziehen. Wenn man die Stadt kennt, in der der Film spielt (Leipzig), und die Verhältnisse vor und nach der Wende in der DDR, kommt natürlich noch mehr Persönliches in die Empfindungen hinein. Eigentlich fast verwerflich, dass ich das Buch noch nicht gelesen habe. Nehme mir aber vor, das jetzt einmal zu tun.
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16.02.2003
Der Film hat irgend etwas. Er schafft es, positive Dinge aus der ehemaligen DDR darzustellen, ohne das ganze System zu verklären. Ja, der Film ist viel tragischer als man vor dem Kinobesuch vermutet. Die auseinandergerissene Ehe der sozialismustreuen Christiane Kerner ist für mich der eigentliche Knackpunkt und kennzeichnet die Tragik der Handlung. Die unterschiedlichen Welten in denen die Mutter und der Vater von Alex leben (Ost- und Westberlin), sind für mich symbolisch für zerrissene Ehen. Aus einer gemeinsamen Welt entstehen durch Trennung zwei völlig neue, meist einander fremde Welten.
Irgendwie erinnert mich "Good Bye, Lenin!" an „Moulin Rouge". In beiden leben die Hauptdarstellerinnen ein schönes aber unwirkliches Ideal: die Kurtisane Satine die wahre reine Liebe (Moulin Rouge), die Lehrerin Christiane Kerner ein utopistisches Gesellschaftsmodell (Good Bye, Lenin!). In beiden Filmen hat das Ideal nur eine Chance, wenn schon nicht verwirklicht zu werden, so doch wenigstens weiter als Ideal durch den Äther und die Wünsche der Menschen zu schweben, wenn die Protagonistinnen sterben. In beiden Filmen tun sie es. Alles andere würde im Film zu einer knallharten Landung auf dem Boden der Realität führen und dafür geht man ja nicht ins Kino...

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