Ruhr International ist der Nachfolger vom Kemnade International und zieht aus Sicherheitsgründen von der Wasserburg Kemnade in die Bochumer Jahrhunderthalle. „Das Festival Kemnade International blick auf eine lange Tradition mit überregionaler Bedeutung zurück, die wir natürlich erhalten möchten“, erklärt Heiko Schwegmann, musikalischer Leiter des Ruhr Internationals.
Als „Experiment zur Verständigung“ zwischen „Ausländern und Deutschen“ wurde Kemnade International 1974 ins Leben gerufen. Auch noch heute haben hier viele internationale Initiativen beim Ruhr International einen Stand. Aber es wird nicht nur geplaudert oder gegessen, sondern auch gelauscht. Auf dem kostenlosen Festival spielen zahlreiche internationale Künstler aus Indien, Algerien, Italien, der Türkei oder Afrika.
„Das Publikum ist sehr aufgeschlossen gegenüber multikultureller Musik“, so Pressesprecher Benedikt von Randow vom Bahnhof Langendreer. „Ich arbeite auch als DJ. Worldbeats- und Balkanbeats gehören zum Standardprogramm. Diese Musikstile werden vom Publikum gewünscht und kommen gut an.“ Seit 2010 gibt es zusätzlich eine dritte Bühne. Der Hauptact auf „Ruhr International“, Khaled, gilt innerhalb der Weltmusik fast schon wieder als Pop, obwohl er algerische Volksmusik macht. Er ist übrigens der einzige Künstler für den man zahlen muss. Auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen: Egal ob Theater oder Lesung, das Ruhr International hat manches zu bieten.
Suleiman Masomi, Moop Mama
Die außergewöhnliche Kulisse in Bochum Stahlhausen versprüht darüber hinaus jede menge Industriecharme. Mit einer Indoorbühne stehen die Besucher auch bei schlechtem Wetter nicht im Regen. Als Mitveranstalter präsentiert auch der Bahnhof Langendreer das multikulturelle Fest: "Wir sind an den interkulturellen Diskussionen der Stadt beteiligt und stehen seit vielen Jahren für einen multikulturellen Austausch", so Pressesprecher Benedikt von Randow. Von daher sei Ruhr International auch eine gute Visitenkarte für den Banhof Langendreer.
Nicht umsonst habe Ruhr International den Namenszusatz "Fest der Kulturen". "Die Menschen sollen sich nicht nur kulturell berieseln lassen, sondern auch Input bekommen," so Benedikt von Randow weiter. Während sich Martina Weinzierl vom Bahnhof Langendreer besonders auf Poetry Slammer Sulaiman Masomi freut, ist für Benedikt von Randow die Band Moop Mama das Highlight des Festivals. "Vielleicht kommt nach Stahlhausen nicht nur das übliche Publikum. Es ist ein Experiment", sagt er abschließend.
Ruhr International: Das Fest der Kulturen | Sa 26.5. ab 14 Uhr, So 27.5. ab 13 Uhr | Jahrhunderthalle Bochum | www.ruhr-international.de
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