Die Veranstaltung hat sich längst über das Ruhrgebiet hinaus einen Namen gemacht. Im Juni wurde sie bei der Verleihung des Deutschen Jazzpreises 2025 zum „Festival des Jahres“ gekürt. Für das PENG Festival 2025 konnten sowohl junge, lokale Bandleader:innen, als auch etablierte Musiker:innen der internationalen Jazzszene gewonnen werden. Am Freitag und Samstag gibt es jeweils drei Konzerte, am Sonntag finden zudem einen Workshop und ein Theaterstück statt.
Poesie und komponierte Klänge
„Dem Kollektiv ist es ein besonderes Anliegen, Kultur im Allgemeinen und speziell FLINTA*-Personen im Jazz fördern“, heißt es in der Ankündigung. Den Auftakt am Freitag bestreitet das Quintett CPHD um die Sängerin und Komponistin Maika Küster, das sich zwischen improvisierter Poesie und komponierten Klängen bewegt. Auch im Anschluss geht es beim Projekt „Wearing Words" der Cellistin Emily Wittbrodt um die Verschmelzung von Sprache, Melodie und Improvisation. Den Abschluss des Abends gestaltet die Berliner Multi-Instrumentalistin Lucy Liebe, deren Soloprojekt eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Queerness, Trauma und Liebe bietet.
Den Samstag eröffnet das Ingen Navn Trio. Das Ensemble verbindet Jazz mit elektronischen Einflüssen und sprengt dabei die Grenzen der Genres. Darauf folgt ein Duo mit der Sängerin Saadet Türköz und dem vielfach ausgezeichneten Posaunisten Nils Wogram. Ihr Projekt „Songdreaming" verbindet überlieferte Traditionen mit der Freiheit der Improvisation zu einer neuen Synthese. Zum Abschluss löst das Trio Other:M:Other mit einer unkonventionellen Besetzung aus Schlagzeug, Modular-Synthesizer und präpariertem Klavier die Grenzen zwischen experimenteller Musik und beatbasierter Clubmusik auf.
Workshop gegen Machtmissbrauch
Am Festivalsonntag warten ein Kindertheater und ein Workshop. Sängerin Mara Minjoli präsentiert im Theater mit ihrer Band Metromara das Programm „Drei Hexen und das geheimnisvolle Abenteuer – ein magisches Musiktheaterstück für Kinder ab 4 Jahren". Im Workshop „Muster von Machtmissbrauch in der Musik lesen“ zeigt Sara Hassan anhand eines eigens entwickelten Red-Flag-Systems Ansätze zur Erkennung dieser Muster auf.
PENG Festival | Fr-So 26. bis 28.9. | Maschinenhaus Essen | www.peng-festival.de
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