Der Jahreswechsel war aufreibend für den Mülheimer Ringlokschuppen – nicht etwa aufgrund von Weihnachten und Neujahr, sondern weil Anfang Dezember eine Hiobsbotschaft die Stadt erschütterte. Über 400.000 Euro fehlten der Kulturstätte, und die mussten bis zum Jahresende aufgetrieben werden, um das drohende Aus des Zentrums abzuwenden. Eine scheinbar unlösbare Aufgabe für die Stadt, die sich vor vollendete Tatsachen gestellt und in Zugzwang gedrängt sah. Erst kurz vor Weihnachten konnte der Ringlokschuppen verkünden, dass die Stadt, das NRW-Kulturministerium und die Kunststiftung NRW Finanzhilfen in Höhe von 430.000 Euro zur Verfügung stellen würden.
Der Anfang ist gemacht, doch 2015 wird ein schwieriges Jahr für den Ringlokschuppen. Denn die zweite Chance, die das soziokulturelle Zentrum durch diesen hohen Vertrauenszuschuss bekommt, muss genutzt werden. Deshalb startet der Ringlokschuppen mit viel Tatendrang und einem abwechslungsreichen Programm in das neue Jahr. Einzigartig und einmalig unter ihnen ist die Benefizvorstellung „We will survive“, in deren Rahmen die erfolgreichen Kabarettisten René Steinberg, Herbert Knebel, Gerburg Jahnke und Wilfried Schmickler einen lustigen Abend gestalten. Der gesamte Erlös dieser Ausstellung wird für die Rettung des Ringlokschuppens verwendet.
Die Bürger der Stadt Mülheim sind erleichtert über diese glückliche Wendung und setzen sich für das weitere Bestehen des Ringlokschuppens ein. Das zeigt sich unter anderem darin, dass die Benefizveranstaltung am 9. Januar restlos ausverkauft ist. Die Komödianten treten in der Reihe KULTUR.Gut im Laufe des Jahres aber alle wieder auf, und auch der Ringlokschuppen hält viele weitere Termine für interessierte Besucher bereit.
„We will survive“ – Benefizveranstaltung für den Ringlokschuppen | Fr 9.1. 20 Uhr | Ringlokschuppen
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Als unabhängiges und kostenloses Medium ohne paywall brauchen wir die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie unseren verantwortlichen Journalismus finanziell (einmalig oder monatlich) unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier.

Das eigentliche Böse
„Deep Sea Baby“ im Mülheimer Ringlokschuppen Ruhr – Prolog 01/26
Zahlreiche Identitäten
6. Hundertpro Festival in Mülheim a.d. Ruhr – Prolog 07/24
Liebe und Gewalt
„Told by my Mother“ in Mülheimer a.d. Ruhr – Tanz an der Ruhr 03/24
Veränderung und Entwicklung
„Deep Talk“ im Mülheimer Ringlokschuppen – Prolog 11/23
Britney Spears bis Working Class
HundertPro Festival im Ringlokschuppen Ruhr – Festival 09/23
Diskursive Fronten überwinden
„Produktives Streiten“ in Mülheim – Spezial 08/23
Sommerstücke im Grünen
Hochbetrieb vieler kleiner Bühnen im Ruhrgebiet – Prolog 07/23
Folklore und Feuerwerk
ExtraSchicht im Ruhrgebiet – Festival 06/23
Dancing ‘bout my Generation
„Potere“ in Mülheim an der Ruhr – Tanz an der Ruhr 03/23
Desertion gegen Kriegstreiberei
„Ein Mensch wie ihr“ in Mülheim an der Ruhr – Prolog 10/22
Gegen die Normalität
„Hundertpro Festival“ im Ringlokschuppen Ruhr – Festival 08/22
Opa und die SS
„Ur-Heidi. Eine Heim-Suchung“ von KGI – Bühne 02/22
Internationale Frauenpower
Lesungsreihe der Silent University Ruhr
Ausweg Mensch
Ringlokschuppen zeigt „Hard Feelings“
Auf ins Abenteuer
„Praktisch Galaktisch“ im Ringlokschuppen
Der Fischerchor
Die Filmstarts der Woche
„Ein Meister des Marketings“
Die Kuratorinnen Anna Brohm und Sonja Pizonka über „Ich, Gustave Courbet“ in Essen – Sammlung 07/26
Gegen die Menschenverachtung
Teil 1: Lokale Initiativen – Das Fritz-Bauer-Forum in Bochum
„Wir gehen den Weg zusammen“
Aurel Dawidiuk wird neuer Intendant und GMD der Bochumer Symphoniker – Interview 07/26
Deutsche Angst
Geschichte und Gedächtnis – Glosse
Glühender Zorn
„Das Teufelsbuch“ von Asta Olivia Nordenhof – Textwelten 07/26
„Verhindern, dass Wissen durch Geschichtspolitik ersetzt wird“
Teil 1: Interview – Historiker Jörn Leonhard über Angriffe auf die Erinnerungskultur
Von Tod und Teufel
„Walpurgisnacht“ in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 07/26
Den Banken widersprechen
Island und das Gemeinwohl – Europa-Vorbild Island
Jazz aus Südafrika
Pianist Nduduzo Makhathini mit der WDR Big Band in Köln – Improvisierte Musik in NRW 07/26