Lässt sich Glück messen? Ja, lautet die Antwort der bhutanischen Regierung darauf, die seit 2008 in regelmäßigen Abständen das Glücksempfinden der Menschen im Land misst. Arun Bhattarai und Dorottya Zurbó begleiten in ihrer Dokumentation „Agent of Happiness – Unterwegs im Auftrag des Glücks“ Amber, der als Beauftragter des Happiness Centers unterwegs ist und Befragungen durchführt. In ruhigen, weiten Bildern zeigen sie Ambers Reise und die Menschen, die er interviewt. Dabei wird deutlich, dass Amber selbst ziemlich unglücklich ist – was seiner Sehnsucht nach einer Partnerin geschuldet ist, aber auch der Tatsache, dass ihm wegen seiner nepalesischen Wurzeln bereits als Kind die bhutanische Staatsbürgerschaft entzogen wurde und er Bhutan nicht verlassen kann. So entsteht ein nuanciertes Porträt eines Landes, das trotz seiner hohen Ideale Potenzial für Schmerz bietet.
Charlotte schenkt ihren Eltern Gerda (Bodil Jørgensen) und Kristoffer (Kristian Halken) zum 40. Hochzeitstag eine Reise nach Rom. Gerda hat hier als junge Frau Kunst studiert und schwelgt sofort in Wehmut und Erinnerung. Als sie ihrem damaligen schwedischen Gastdozenten Johannes (Rolf Lassgård) wiederbegegnet, fühlt sich Kristoffer schon bald abgehängt. Traurig, albern, turbulent, berührend: Mit kunterbunter Palette pinselt der dänische Regisseur Niclas Bendixen mit „Bella Roma – Liebe auf Italienisch“ eine Tragikomödie auf die Leinwand, in der sich eine schicksalsgeschlagene Frau in vermeintlich unerfüllter Vergangenheit verliert, während sich ihr Mann endlich zu seiner Liebe positionieren muss. Dabei geht es vorm Kolosseum, im Trevi-Brunnen und auf der Wache munter drunter und drüber.
Außerdem neu in den Ruhr-Kinos: der Ruhrpott-Krimi „Frisch“ von Damian John Harper, die Romanvverfilmung „Hot Milk“ von Rebecca Lenkiewicz, das Dino-Sequel „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ von Gareth Edwards und die Neu-Auflage der Teenagerkomödie „Mädchen Mädchen“ von Martina Plura.
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