Oliver Polak verschlug es nach Jahren als Fernsehmoderator und –schauspieler in die Stand-up-Comedy-Szene. Anfangs bei Open Stage-Abenden, schließlich bei eigenen Shows thematisierte er seine Kindheit als deutscher Jude und das Verhältnis zwischen Juden und Anhängern anderer Religionen in Deutschland. Selbstironisch und zugleich gesellschaftskritisch feierte er Erfolge als Comedian und Buchautor, bis er 2014 wegen schwerer Depressionen zwei Monate in einer psychiatrischen Klinik verbrachte. Diese Zeit prägte Polak so sehr, dass er darüber das Buch mit dem Namen „Der jüdische Patient“ schrieb. Seine Gedanken über diese Zeit, seine Hoffnungen und Wünsche und seinen Blick auf Herkunft und Heimat hat Oliver Polak hier zusammengetragen. Dabei ist „Der jüdische Patient“ nicht bloß ein autobiographisches Werk, sondern schildert die Grenze zwischen Überlastung und Burn-out und gilt so zugleich als Warnung, die Polak gewohnt humorvoll inszeniert. Im Grammatikoff liest er am 23. Februar aus dem Buch.
Oliver Polak – „Der jüdische Patient“ | Mo 23.2. 19:30 Uhr | Grammatikoff
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