Letzte Woche war Premiere: erstmals in meinem Leben verlor ich meine Schlüssel. Und zwar alle. Nachdem bis in die tiefe Nacht vier Mitglieder der Familie Braun besessen und natürlich erfolglos nach dem fetten Bund, an dem der Zugang zu meinem gesamten Leben hängt, gesucht hatten, folgte das übliche Prozedere: Tür aufbrechen, Schlüssel nachmachen.
Ob es jetzt an ganz miesem Karma lag, die Rache für unzähliges, neurotisches Rütteln an längst zig Mal abgesperrten Türen war oder die Strafe dafür, dass ich ähnliche Malheurs sonst bei FreundInnen mit genervtem Augenrollen quittiere? Vermutlich hätte ich einfach nur zu Antonius von Padua beten sollen, der gilt nämlich als Schutzpatron verlorener Sachen.
Ob die aktuell heranwachsende Generation eine verlorene ist, wird sich noch zeigen. Wir fragen mit unserem Monatsthema WELTENKINDER, welche Werte wir unserem Nachwuchs vermitteln in einer Zeit, die immer unübersichtlicher wird. Wir sprachen darüber mit Pädagogin LISETTE SIEK-WATTEL, die sich u.a. wünscht, dass Eltern weniger auf ihr Smartphone starren.
Anlässlich der bevorstehenden OB-Wahl haben wir Bochumer und Essener KandidatInnen gefragt, wie ihr Wahlprogramm für Kinder aussieht.
PKWs mit integrierten Smartphones und Internet gibt es längst. Unsere Grünen Seiten setzten sich kritisch mit weiteren technischen Innovationen und den Gefahren von Big Data im Auto auseinander.
Die neue Spielzeit an den Bühnen beschert uns eine ungewöhnliche Frankenstein-Inszenierung am Essener GRILLO THEATER, über die wir schon vor der Premiere mit dem Schweizer Regisseur GUSTAV RUEB sprachen. Bereits gelaufen ist die Premiere von DIE SHOW unter der Regie von Kay Voges am THEATER DORTMUND. Wir waren bei dem dreistündigen Spektakel um ein gar nicht mal so abwegiges Spiel um Leben und Tod dabei.
Das KUNSTMUSEUM GELSENKIRCHEN präsentiert in der Ausstellung MICHAEL KORTLÄNDER: BILDVORSTELLUNG superkomplexe, nie ganz zu erfassende Skulpturen aus Wellpappe. Und wer sich nicht aus- sondern eingesperrt hat, kann zumindest von daheim fast 40 Werke aus Bochum und etwa 100 Arbeiten aus Dortmund auf der neu geschaffenen MUSEUMSPLATTFORM NRW virtuell besuchen, das finden wir ausbaufähig.
Mit unserem Film des Monats 45 YEARS entpuppt sich Regisseur Andrew Haigh als großer Erzähler, der Emotionalität, Stil, Schauspielführung und inszenatorische Intensität zu einem erfrischenden und gleichzeitig ergreifenden Drama vereint.
In Werner Herzogs „Königin der Wüste“ gibt ROBERT PATTINSON Lawrence von Arabien, im Interview berichtet er vom Dreh mit Nicole Kidman und verrät, warum er gerne früher mal verkatert auf Pressekonferenzen auftrat. Über den internationalen Cast und die Besetzung von Daniel Brühl als Journalisten-Arschloch in der Bestseller-Verfilmung „Ich und Kaminski“ geht es in unserem Gespräch zum Film mit Regisseur WOLFGANG BECKER.
Die Schlüssel sind inzwischen übrigens wieder aufgetaucht, Antonius sei Dank.
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