Street Art ist allgegenwärtig. Ungefragt hinterlässt sie ihre Spuren und Zeichen. Ihre Galerie sind die Straßen der Welt. Was mit Graffiti in den amerikanischen Großstädten der Ostküste vor nunmehr 40 Jahren begann, hat sich mittlerweile entscheidend weiterentwickelt.
Auch bei der Ausstellungseröffnung riecht es in der Kunsthalle Wuppertal noch nach Farbe. Bis in die Nacht hinein haben die Künstler hier gearbeitet und so einen sichtlich übermüdeten Kurator auf die Redebühne geschickt, gleich nachdem der Von der Heydt-Förderpreisträger Christoph Iacono ein Piano malträtiert hat.
Manchmal teilen die kleinen, beiläufigen Werke auf Papier am meisten mit. Zwar ist Josef Albers (1888 in Bottrop - 1976 in New Haven) im Museum Quadrat Bottrop, das nach seinem Ehrenbürger benannt ist, allgegenwärtig; seine konstruktive Farbfeldmalerei, die den Geist des Bauhauses trägt, schwingt noch bei der Konzeption der zeitgenössischen Wechselausstellungen mit.
Gemeinsam kann man diese Kunstwerke nicht sehen – Markus Lüpertz stellt seine kleinen Bronzen zur monumentalen Gelsenkirchener Herkules-Figur im vorderen Ausstellungsbereich aus, sein Schüler Junior Toscanelli in der davon abgewandten Passage zur Straße hin – aber es macht Sinn, auf beide Ausstellungen gemeinsam einzugehen.
Elliott Erwitt gehört seit 1953 zu den wichtigen Fotografen der Pariser Foto-Agentur Magnum, zeitweilig ist er deren Präsident. Als Bildreporter berichtet er mit seinen s/w-Aufnahmen von politischen Konferenzen und von alltäglichen Begebenheiten auf der ganzen Welt, von besonderen Riten und vom gesellschaftlichen Leben auf der Straße.
25 Jahre lang hat sich Klaus Armbruster als Film- und Medienkünstler immer wieder mit der Region auseinandergesetzt. Inzwischen zu seiner ursprünglichen Profession als Maler zurückgekehrt, bringt er ihre Geschichte und Gegenwart seit nunmehr vier Jahren mit dem Pinsel auf die Leinwand.
Langsam zuckt ein Fadenwurm durch die Flüssigkeit. Fraktale Strukturen umrahmen die Szenerie auf dem Flachbildschirm. Ein Blick durchs Mikroskop oder in neue Welten?
Die Bilder im Wechselausstellungsbereich des Osthaus Museum kündigen sich aus der Ferne an. Horst Becking ist Maler mit allen seinen Sinnen, am intensivsten und authentischstem vor allem in der Auseinandersetzung mit überlebensgroßen Bildformaten.
Das „Plastische“ dieser Arbeiten stellt sich erst allmählich ein: Im Kunstmuseum Gelsenkirchen ist derzeit, aber nur noch für wenige Tage, das Werk von Klaus Staudt zu sehen.
Seit Oktober 2010 ist das Museum Ostwall am neuen Standort im Dortmunder U wieder für das Publikum geöffnet und präsentiert in der vierten und fünften Ebene seine Sammlung.

Doppel in kritischen Zeiten
George Grosz und Daniel Richter im Museum in Hamm – kunst & gut 11/26
Zu Gast in Villa Kunterbunt
Lindgrens Bildwelten in Oberhausen – Ruhrkunst 11/26
Welt zeigen
Malerei im MuT Bochum – Ruhrkunst 11/26
„Zu Unrecht in eine rosa Ecke gestellt“
Julia Lerch Zajaczkowskaüber „Under the Pink Flag“ im Museum Bochum – Sammlung 11/26
„Frühe Faszination für Systeme und Programme“
Kuratorin Noa Lohrmann über „Kunst und Konstruktion” im Essener Museum Folkwang – Sammlung 10/26
Menschen, Produkte, Orte
„Industrial: Seidenstraßen 3000“ in der Kunsthalle Dortmund – Ruhrkunst 10/26
Wesen aus der Zwischenwelt
„Gute Nacht“im Kunstmuseum Mülheim – Ruhrkunst 10/26
Fremde, vertraute Orte
Rolf Escher im Schlieker-Haus in Bochum – kunst & gut 10/26
„Die gewachsene Bedeutung der Logistik im Ruhrgebiet“
Kuratorin Inke Arns über die Ausstellung „Industrial: Seidenstraßen 3000“ in der Kunsthalle Dortmund – Sammlung 09/26
Purismus in Farbe
Richard Paul Lohse in Bottrop – Ruhrkunst 09/26
Kopfsachen
Jaume Plensa in Duisburg – Ruhrkunst 09/26
Farbe in Bewegung
Dejan Sarić im Lehmbruck Museum in Duisburg – kunst & gut 09/26
Aufstand der Malerei
Gustave Courbet im Museum Folkwang in Essen – kunst & gut 08/26
Mitleid unter Tage
Die Manifesta 16 in Bochums Christ-König-Kirche – Kunst 08/26
Keller voller Licht
25 Jahre Lichtkunstzentrum in Unna – Ruhrkunst 08/26
Hangover mit Schafen
Ragnar Kjartansson in Recklinghausen – Ruhrkunst 07/26
Potenzial der Farben
Die Sammlung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung im Märkischen Museum Witten – kunst & gut 07/26
„Ein Meister des Marketings“
Die Kuratorinnen Anna Brohm und Sonja Pizonka über „Ich, Gustave Courbet“ in Essen – Sammlung 07/26
Aus Papier wird Raum
Michael Beutler in Gelsenkirchen – Ruhrkunst 06/26
Junger Osten
„Die Kids sind nicht alright!“ im Bochum MuT – Ruhrkunst 06/26
Materie und ihre Energie
Anish Kapoor im Lehmbruck Museum Duisburg – kunst & gut 06/26
„Eine ganz eigene Form von Kunst“
Museumsdirektor Nico Anklam über „Sunday Without Love“ in der Kunsthalle Recklinghausen – Sammlung 06/26
Kreislauf des Alltäglichen
Yuko Mohri, Ei Arakawa-Nash und die Sammlung von Inge Baecker im Kunstmuseum Bochum – kunst & gut 05/26
Globales Waldbaden
„Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen – Ruhrkunst 05/26
Schrott im Museum
Ausstellung über Abfallentsorgung im Dortmunder U – Ruhrkunst 05/26