Am 8. Oktober fand die von der Filmwirtschaft mit Spannung erwartete Anhörung vor dem Bundesverfassungsgericht zum Filmförderungsgesetz statt. Geklagt hatte die Multiplex-Kette UCI, da das Unternehmen bezweifelt, dass die Filmförderungsanstalt, die sich unter anderem aus der Abgabe aus den Kinoumsätzen speist, verfassungsgemäß ist.
Ein uneingeschränktes Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA im Kulturbereich wäre eine Bedrohung für die kulturelle Vielfalt.
In den letzten Monaten wurden die sechs großen amerikanischen Verleiher etwas genauer angeschaut. Zeit nunmehr, auch die deutschen Player unter die Lupe zu nehmen. Das Verleih- und Produktionsunternehmen Constantin kann als das wichtigste deutsche Filmunternehmen angesehen werden, in einigen Jahren erreichten ihre Filme höhere Marktanteile als die Produktionen der amerikanischen Marktführer.
Die Zahl der Erstaufführungen deutscher Filme (inklusive Koproduktionen) hat sich in den letzten zehn Jahren etwa verdoppelt. Dieser Umstand bringt viele Kinobetreiber, aber auch Filmverleiher dazu, von einer Verstopfung im Kino zu sprechen, da sich die Filme gegenseitig behindern.
Die Motion Picture Association of America (MPAA) ist zwar nur eine amerikanische Institution, dennoch ist sie die globale Buchhalterin für alles, was mit Kino zu tun hat. Jedes Jahr legt sie einen umfassenden Bericht über die wichtigsten Kennziffern der Unterhaltungsbranche vor, der einmal mehr das Flaggschiff der audiovisuellen Unterhaltung beleuchtet.
Der Beruf des Filmproduzenten gilt allgemein als glamourös und aufregend, ein Leben mit Stars, rauschenden Partys und dicken Zigarren. Die Wahrheit – zumindest in Deutschland – sieht doch anders aus. Das Branchenblatt „Blickpunkt: Film“ titelte sogar „Kreative Mangelwirtschaft“.
Schon im letzten Monat haben wir es an dieser Stelle angedeutet, doch nun ist es amtlich. Die Filmförderungsanstalt hat im Vorfeld der Berlinale erstmalig den Gesamtumsatz mit Kinotickets als Aufmacher ihrer Presseerklärung herangezogen. Lag dieser doch in 2012 erstmalig über 1 Milliarde Euro, während der Filmbesuch mit einem Plus von 4,2% 135,1 Millionen Besuche erreichte.
Auch wenn die vollständige Auszählung des Jahres 2012 noch nicht abgeschlossen ist, so lässt sich doch feststellen, dass die Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden konnten und das schon im letzten Jahr ins Auge gefasste Ziel, die magische Grenze von 1 Milliarde Euro Umsatz an den Kinokassen zu überschreiten, diesmal wohl erreicht worden sein könnte.
Ob das Kino in Frankreich (Brüder Lumière) oder in Deutschland (Brüder Skladanowsky) erfunden wurde, wird von den beiden entsprechenden Nationen sicherlich unterschiedlich interpretiert; klar ist jedoch, dass die Erfindung nicht in Amerika stattfand.
Der zweite Tag der Bundeskonferenz der Kommunalen Kinos legte die Möglichkeiten sowie die Probleme der Kinos offen. Wie meistens liegen die Probleme bei den Finanzen, die Möglichkeiten in Kreativität und Eigeninitiative.

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