
Schönefeld Boulevard
Deutschland 2014, Laufzeit: 97 Min., FSK 12
Regie: Sylke Enders
Darsteller: Julia Jendroßek, Daniel Sträßer, Uwe Preuss
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Unprätentiöses Coming of Age-Drama
Aufbruch
„Schönefeld Boulevard“ von Sylke Enders
Man könnte Sylke Enders nach ihren Erfolgen „Kroko“ und „Hab mich lieb!“ etwas aus den Augen verloren haben, dabei hat sie seitdem mehrere Filme gemacht – allerdings für das Fernsehen. „Schönefeld Boulevard“ ist wieder ein Kinofilm und zeigt abermals alle Qualitäten der Regisseurin: Unprätentiös, mitunter betont ungelenk wie die Hauptfigur und mit leichtem Humor nähert sich der Film dem Leben und den Problemen der fülligen Hauptfigur, die es gewohnt ist, dass das Leben aus kleinen Gemeinheiten besteht und keine Träume für sie bereithält. Sie muss erst mühsam lernen, dass das nicht stimmt. Ihr dabei zuzuschauen, schmerzt zuweilen, ist aber völlig frei von Sozialkitsch auch sehr anrührend und vermittelt schließlich die lange verschüttete Kraft der heranwachsenden jungen Frau.
(Christian Meyer)

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