
Return to Seoul
Belgien, Deutschland, Frankreich, Katar 2022, Laufzeit: 119 Min., FSK 12
Regie: Davy Chou
Darsteller: Ji-Min Park, Oh Kwang-rok, Guka Han
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Melancholisch gleitende Selbstfindungsreise
Reise ins Ich
„Return to Seoul“ von Davy Chou
Freddie ist 25 als sie nach Südkorea reist, wo sie als Baby adoptiert wurde. Sie findet ihren biologischen Vater, sucht vergeblich ihre Mutter, lebt eine Weile in Korea, ohne die Sprache zu sprechen, dann wieder in Frankreich, kehrt wieder zurück nach Asien – immer noch auf der Suche nach ihren Wurzeln und nach sich. Davy Chou, selber Adoptivkind mit asiatischen Wurzeln, spart die französischen Parts aus und zeigt uns vor allem, wie Freddie sich an der koreanischen Kultur und vor allem den dortigen Geschlechterrollen reibt, in permanentem Neuerfindungsmodus, immer bereit, ihrer Umwelt Kontra zu geben. In teils langen, träumerischen Szenen, teils konfrontativen Dialogen und erzählerischen Ellipsen, entfaltet auch der Film analog zu Freddies Suche ein Gefühl der Entfremdung und Entwurzelung.
(Christian Meyer-Pröpstl)

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