
Mistress America
USA 2015, Laufzeit: 84 Min., FSK 6
Regie: Noah Baumbach
Darsteller: Greta Gerwig, Lola Kirke, Matthew Shear
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Grob gehauene, aber mitreißende Screwball-Komödie
Chaotischer Wirbelsturm
„Mistress America“ von Noah Baumbach
Nach „Gefühlt Mitte Zwanzig“ kommt mit „Mistress America“ in diesem Jahr schon der zweite Film von Noah Baumbach („Greenberg“, „Frances Ha“) ins Kino: Tracy (Neuentdeckung Lola Kirke) kommt zum Studium nach New York. In ihrer Einsamkeit wendet sie sich an Brooke (Greta Herwig, die zusammen mit Baumbach das Drehbuch schrieb), ihre Stiefschwester in spe, die viel unbefangener ist als sie selbst.
Der Film ist ein schneller Wurf: Kamera, Schnitt, Dialoge, Figurenzeichnung – das alles kommt wie ein chaotischer Wirbelsturm über einen. Die Dialoge pendeln irrwitzig zwischen Alltag und Hysterie, die Figuren taumeln durch das Geschehen und auch visuell ist eher Stolpern als Eleganz das Leitmotiv. „Mistress America“ ist schmissig wie ein guter Popsong und überdreht wie eine alte Screwball-Komödie.

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