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Die Gruppe „Spot the drop“
Foto: Jakob Terlau

Alles echt ohne Kohle

26. Juni 2019

Klimafreundliche Donnerstage in Mülheim – Prolog 07/19

Was geht, was geht, wir sagen es ganz konkret: Willkommen beim 25. Ruhrsommer! Und der findet in diesem Jahr insbesondere in Mülheim an der Ruhr statt. Warum? Dort werden Parks, Plätze, Parkplätze und Straßen zu Bühnen. Zu nennen einfach nur Verdis „La Traviata“ auf der Drehscheibe, Open-Air-Kino unterm Sternenhimmel und Konzerte und Theater auf der Freilichtbühne – hier klimaneutral alles ohne Kohle. Aber seien Sie doch so nett und werfen ein paar Euro in den kreisenden Hut, auch Pantomimen brauchen ab und an was Reales zum Essen. Am 4. Juli beginnt auf der Freilichtbühne der Reigen der Theaterdonnerstage mit „Chaos Varietè“. Keine Angst, da landen keine Außerirdischen am Independence Day, da prallen ein Jongleur, ein Pantomime und ein Artist aufeinander, und versuchen das Chaos aus Hüten, Koffern und Messern zu perfektionieren. Für „Hendrik und Co“ reicht anschließend ein Hocker.

Eine Woche später wird es literarisch. „Zirka Trollop“ – das ist Reisen mit Trapez oder besser ein Zirkus-Trilogie frei nach Kafka. Zwischen Verwandlung und Dorian Gray erzählen drei Frauen dreimal dieselbe Geschichte, bevor Theater „PolPet“ einen ganz besonderen Fisch sucht. Zwei Seefahrer angeln und angeln bis der der Arzt kommt, und doch scheint alles im absurden Theater zu versinken. Wieder gehen sieben Tage ins Land, bevor sich der Mülheimer wieder auf den Weg in die Freilichtbühne machen darf. Vielleicht geht man dann Betrügern auf den Leim, denn „Jaap Slagman und Danny Molenaar“ geben vielleicht nur vor Schamanen zu sein, und Traum und Realität zu mischen. Ganz anders ist das danach bei „Spot the drop“, die zwei machen nur Kunststückchen, die sehr merkwürdig sind. Und schon sind wir am Ende des Monats und die Kultur-Donnerstage geben erstmal auf. Aber einer ist ja noch und den beginnen zwei Clowns aus zwei Universen: „Slow Olou“ – das sind Toti Toronell und Pere Hosta – haben jahrelang solistisch gearbeitet. Danach versuchen sich Trio Mio im Ballon fahren. Den Abschluss aber rockt die „Gypsymachine“. Da prallt der Punk auf Django Reinhardt, wenn Volker Wendland (Die Kassierer) und Hans-Peter Lengkeit musizieren.

25. Ruhrsommer | 4. - 25.7. | Freilichtbühne Mülheim | www.muelheim-ruhr.de

PETER ORTMANN

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