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Wüstenlandschaft oder Paradies – wie wäre sie, die Welt ohne uns?
© Laurent Grasso

Die Welt ohne uns

28. Oktober 2016

Kunstvorschau: Eine Zukunftsvision in Dortmund, ein Gespräch in Hagen und Stars in Düsseldorf

Es ist ein Gedanke, der Gänsehaut verursacht. Ein Gedanke, der zugleich unseren eigenen, klein gehaltenen Egoismus kränkt und unseren unbedingten Geltungsdrang offenbart: Wie wäre sie, eine Welt ohne uns? Seit dem 21.10. beschäftigt sich der HMKV im Dortmunder U mit genau dieser und verwandten Fragen: Was folgt auf den Menschen und wer könnte seinen, unseren Platz auf dieser Erde für sich beanspruchen? Dabei geht es nicht um die Skizzierung eines möglichst realistischen, post-apokalyptischen Szenarios, sondern um die Dynastie der Technik und mutierten Pflanzen, deren Existenz und schleichende Machtübernahme bereits zu erkennen sind. Da gibt es Künstliche Intelligenzen, die sich bei Weitem besser anstellen, als wir es je taten – sind sie am Ende eher für ein Leben auf dieser Erde befähigt als wir? Wie würde es aussehen, das Post-Anthropozän? 17 internationale Künstler gehen in Dortmund einer möglichen Version der Zukunft auf den Grund. Die Welt ohne uns im HMKV im Dortmunder U, noch bis zum 5.3.2017.

Sie sehen aus wie Fotos, und sind doch von Hand gezeichnete Gemälde: Werken des Fotorealismus gelingt es immer wieder, ihren Betrachter gleichermaßen zu faszinieren und zu täuschen. Inspiriert von Konsum und den großen Städten der USA, entwickelte sich der Fotorealismus in den 1960ern. Seither findet er seine Motive in Schaufenstern, Autos, Lebensmitteln und American Diners. Jene Künstler, deren bildliche Darstellungen an die Perfektion einer Kamera heranreichen, stehen im Zentrum der Ausstellung Fotorealismus. 50 Jahre hyperrealistische Malerei im Osthaus Museum Hagen. Andreas Orosz ist einer von ihnen. Der Professor für Figürliche Malerei der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist mit zwei Werken in der Ausstellung vertreten. Beim Künstlergespräch am 30.10. um 16 Uhr in den Räumen des Osthaus Museums wird er Einblicke in seine Arbeit und die Mühe geben, die ihm ein einzelnes Werk abverlangt. Fotorealismus. 50 Jahre hyperrealistische Malerei, im Osthaus Museum Hagen, noch bis zum 8.1.2017. Künstlergespräch mit Andreas Orosz am 30.10. um 16 Uhr.

Das Netz ist ein Freifahrtschein für die Weltöffentlichkeit: Nachrichten, Informationen, Inhalte aller Art können hier geteilt und einem Lauffeuer gleich verbreitet werden. Wer über einen Internetanschluss verfügt, hält demnach den Schlüssel zur Lebensrealität weltweiter Nutzer in den Händen – nur ob er sie betritt, ist eine andere Frage. Money Boy, Der DJ der guten Laune und Malek Samo haben diese Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet. Sie sind Künstler und Phänomene, denn ihr Ruhm beruht auf künstlerischen Exzessen, zu deren Sichtbarmachung sie sich am Internet bedienten. Die Reihe Internetstadl im NRW Forum holt sie und viele weitere Ikonen der Netzkultur am 28.10. ab 20.30 Uhr in die analoge Welt. Internetstadl #9 The Real Youtube Stars im NRW Forum Düsseldorf.

 

Die Welt ohne uns | HMKV im Dortmunder U | bis zum 5.3.2017 | www.hmkv.de

Fotorealismus. 50 Jahre hyperrealistische Malerei | Osthaus Museum Hagen | bis zum 8.1.2017 | Künstlergespräch mit Andreas Orosz am 30.10. um 16 Uhr | www.osthausmuseum.de

Internetstadl #9 The Real Youtube Stars Festival | NRW Forum Düsseldorf | am 28.10. um 20.30 Uhr | www.nrw-forum.de 

Barbara Slotta

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