Es gibt 104 Beiträge von Olli
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28.08.2026
Der Rostocker Paul Gompitz hatte zu DDR-Zeiten einen Spleen: Er wollte unbedingt nach Sizilien reisen, was damals unmöglich war. Ich finde es gut, wenn Menschen eine "Macke" haben, die sie unbedingt verfolgen bzw. umsetzen wollen. Paul hat tatsächlich das Unmögliche möglich gemacht. Der Film zeigt aber auch, dass nach Realisierung des Wunschtraums, die persönliche Welt nicht automatisch wunderbar und heil ist.
Der Film hat die Verhältnisse in der DDR aus meiner Sicht gut wieder gegeben. Er zeigt aber auch, dass die persönlichen Herausforderungen mit einem hohen Maß an Freiheit - im Falle des Films mit dem Fall der Mauer - sich nicht automatisch in Luft auflösen. Verantwortung für das eigene Leben und für das Umfeld sind mehr denn je gefragt.
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19.08.2026
Büchernerds sind in der Regel etwas schrullig. Das werden meine Bekannten sicherlich bestätigen, wenn man sie bezüglich meiner Beziehung zu Büchern und meinen in diesem Zusammenhang stehenden Verhaltensweisen befragt. Der Film "Der Buchspazierer" bestätigt diese Vermutung. Zahlreiche verschrobene aber auf ihre Weise durchaus sympathische Typen werden im Film vorgestellt. Das Umfeld des Films wirkt positiv ausgedrückt teilweise märchenhaft, realistisch betrachtet, ist da viel Kitsch. Es wird dann viel auf die Tränendrüsen gedrückt. Aber wie gesagt: Es geht um Menschen und ihre Beziehungen zu Büchern. Das ist manchmal eben etwas surreal.
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13.08.2026
Es ist gut, wenn Meschen, die über (sehr) viel Geld verfügen, damit positive Dinge bewirken. Im Falle des Films "Der Klang der Stradivari" war es ein Kunstprojekt, das über eine Firmenstiftung finanziert werden sollte. Mit großem finanziellen Aufwand sollte erstmals ein Quartett, bestehend aus Spitzenkünstlern mit vier Stradivari, ein Konzert aufführen. Das Ziel war von Anfang an klar. Es gab immer wieder Herausforderungen, die aber alle irgendwie lösbar waren. Einigermaßen interessant wurde es, als der Komponist Charlie Beaumont sein vor 25 Jahren komponiertes Stück, das jetzt erstmals zur Aufführung kommen sollte, nun selbst nicht mehr für geeignet hielt. Aber, wie erwartet, gab es zum Schluss das große Konzert.
Ich fand den Film einfach etwas langweilig. Die Lösungen der meisten "Probleme" waren unspektakulär und vorhersehbar.
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21.07.2026
Der Film war gewaltig: gigantische Filmszenen, unterlegt mit eindringlicher Filmmusik. Große Bilder, großes Kino. Neben den gewaltigen Heldentaten gab es auch immer wieder emotionale Moralhinweise.
Ich wusste ja worauf ich mich einlasse. Habe selten im Vorfeld und nach dem Anlaufen eines Films soviel Beiträge in den Medien vorgefunden und gelesen. Um meine Neugierde zu befriedigen, war es also ein "Muss" für mich, den Film anzusehen. Ich will den Film nicht schlecht schreiben. Es hängt natürlich immer auch vom Betrachter ab, welche Art von Filmen er sich gern ansieht. Das war eben großes Hollywood.
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15.07.2026
In Thüringen habe ich das Licht der Welt erblickt. Die Stadt Greiz, in der der Film spielt, kenne ich allerdings bis heute nur vom Hörensagen. Im Film habe ich nicht nur etwas über die Stadt erfahren, sondern auch eine gut inszenierte Geschichte über das Zusammenleben von Menschen in unserem Land erleben können. Frau Trobisch hat die zerrütte Familiengeschichte in ihrer ganzen Dramatik dargestellt. Das hat eigentlich zunächst nichts mit Ost oder West zu tun.
Nachdem der Vater die 16jährige Tochter Lea für eine Castingshow angemeldet hat, lernen Lea und die Familie die marketinggeprägte Showwelt kennen. Im Gegensatz zum Leben in der Thüringer Kleinstadt eröffnet sich hier eine Scheinwelt, die das reale Leben überstrahlt. Es zeigt sich aber bald, dass Show und Glimmer die realen Probleme bzw. Konflikte im wirklichen Leben nicht lösen können.
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12.07.2026
Hauptgrund, den Film anzuschauen, war für mich zum einen ein großer Beitrag in der Rheinischen Post, der mich neugierig gemacht hat. Zum anderen wollte ich gern noch einmal Dustin Hoffman in einem Kinofilm erleben. Er begleitet ja mein ganzes cineastisches Dasein. Der Film ist auf jeden Fall sehenswert. Havana Rose Liu hat mich alten Kinogänger, bewusst oder unbewusst, einfach um den Finger gewickelt.
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07.07.2026
Ich habe wohl gerade noch die letzte Aufführung des Films "Rose" in Düsseldorf sehen können. Dabei ist mir etwas bisher einmaliges passiert: Im Kino METROPOL wurde für mich im Saal Phantom als einzigem Zuschauer der Film präsentiert! Was für eine Ehre ;-) Nun könnte man meinem, mit dem Programmkino geht's bergab. Das Gegenteil ist zum Glück der Fall. Vor Kurzem wurde im METROPOL der Kinosaal Souterrain eröffnet. Ein weiterer zusätzlicher Vorführraum soll bald eingerichtet werden. Als ich das Kino verließ, standen die Menschen auch für die nächsten Filme Schlange.....
Ach so, und was ist mit dem Film "Rose"? Falls man ihn noch irgendwo auf dem Programm findet: Unbedingt ansehen! Sandra Hüller spielt ihre männliche Rolle überzeugend. Auch Caro Braun ist als Ehefrau Suzanna mit ihr auf Augenhöhe.
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04.07.2026
Ingeborg Bachmann wurde 1926 geboren und starb schon 1973. Bei meinem Kinobesuch traf ich auf viele Besucherinnen und Besucher, die etwas jünger als Ingeborg Bachmann waren, aber nicht viel. Im Gegensatz zu mir haben sie das Wirken der Künstlerin wohl noch in jungen Jahren live verfolgt. Ich kannte zugegebenermaßen von der Protagonistin nur den Namen und den nach ihr benannten Literaturpreis.
Meine Motivation für den Kinobesuch war also, mehr über Ingeborg Bachmann zu erfahren und natürlich die Mitwirkung von Sandra Hüller. Die Regisseurin Regina Schilling hat das Leben von Ingeborg Bachmann auch mit seinen Widersprüchen und Kämpfen gut herausgearbeitet. Der Einsatz von Sandra Hüller als Parallelfigur zur eigentlichen Protagonistin war ein interessanter Kniff, um eine Brücke von Bachmann zur heutigen Zeit zu schlagen.
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27.05.2026
Der Film spiegelt stark die persönliche Ebene der globalen Katastrophe des zweiten Weltkriegs. Die Nazis sind 1933 nicht vom Himmel gefallen und 1945 wieder verschwunden. Gewalt hat auch immer etwas mit der menschlichen Natur zu tut. "Gewöhnung" an Unrecht kann letztlich zum Untergang führen. Am Ende wird der Film erschreckend aktuell.
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26.03.2026
An obigen Spruch meiner Großmutter musste ich im Kino denken. Wir sind Weltmeister im Aufbauschen und Diskutieren unserer Schein-Probleme. Ich kann mir vorstellen, dass Menschen in anderen Gegenden der Welt die deutschen "Problemlöser" nicht ansatzweise verstehen.
Also, die Diskussion von Problemen (meist Schein-Probleme) wurde komödiantisch sehr gut umgesetzt. Ich konnte viel lachen. Ab und zu ist mir das Lachen im Halse stecken geblieben, da ich meine eigenen Argumente oder Lebensumstände auf der Leinwand wieder entdeckt habe. An manchen Stellen war die Komödie für mich zu überspitzt. Aber das ist Geschmackssache.

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