Wir schreiben das Jahr 1958: Bei Michel (Didier Bourdon) und Hélène Dupuis (Elsa Zylberstein) sind die Geschlechterrollen klar definiert. Der Vater sorgt mit seiner Arbeit in der Bank für den Lebensunterhalt, seine Gattin ist zu Hause für sein Wohlbefinden zuständig. Als das Ehepaar bei einem Disput um eine neue Waschmaschine einen elektrischen Schlag bekommt, findet es sich unversehens im Jahr 2025 wieder. Ihre beiden Teenager-Kinder sind noch genauso alt wie im Jahr 1958, und auch das Aussehen von Michel und Hélène überrascht niemanden. Doch die Zeit hat sich geändert. Und wie! In ihrem Langfilmdebüt „Die progressiven Nostalgiker“ knöpft sich Vinciane Millereau („Benedetta“) ein gut etabliertes Komödienszenario vor - und kredenztganz eigene, zeitgemäße Gags. Eine blendend gespielte, charmante Komödie über den Lauf der Zeit.
Cloé Zhao („Nomadland“) erzählt in ihrem neuen Film „Hamnet“ von Agnes (Jessie Buckley), die sich in den großen Dichter William Shakespeare (Paul Mescal) verliebt. Als ihr gemeinsamer Sohn Hamnet mit 11 Jahren stirbt, gerät die Beziehung in eine Krise. Aus dem Schicksalsschlag geht am Ende eine Tragödie hervor: Shakespeares „Hamlet“. Das Drama nach dem Roman von Maggie O’Farrell aus dem Jahr 2020 wurde bereits mit zwei Golden Globes prämiert und gilt als heißer Oscar-Kandidat.
Außerdem neu in den Ruhr-Kinos: die wilde Musical-Komödie „Lesbian Space Princess“ von Leela Varghese und Emma Hough Hobbs, das Rettungsdrama „Die Stimme von Hind Rajab“ von Kaouther Ben Hania, die Doku „Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren“ von Wilfried Hauke, der Sci-Fi-Thriller „Mercy“ von Timur Bekmambetow und der Jugendkrimi „Die drei ??? – Toteninsel“ von Tim Dünschede.
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