Ein Augenblick Freiheit
A/F 2008, Laufzeit: 110 Min., FSK 12
Regie: Arash T. Riahi
Darsteller: Navid Akhavan, Fares Fares, Behi Djanati Ataï, Payam Madjlessi, Pourya Mahyari, Johannes Silberschneider
Fesselnd, wider Erwarten
carinho (18), 29.08.2009
Tragisch ist nicht allein die Geschichte der drei Gruppen von iranischen und kurdischen Flüchtlingen, um die sich Stories von zerbrochenen und (wieder) aufblühenden Beziehungen ranken. Tragisch ist vor allem die Tatsache, dass dieser wunderbare Film hierzulande so wenig Beachtung findet, und dabei hat gerade "Ein Augenblick Freiheit" all die Aufmerksamkeit verdient, die ansonsten den eher belanglosen Sommerkomödien momentan zuteil wird.
Nicht nur, weil das Spielfilmdebüt von Arash T. Riahi in politischer Hinsicht von hohem Stellenwert ist, sondern weil es ihm gelingt, den Zuschauer pausenlos in Atem zu halten: Sei es durch die aufreibenden, spannungsgeladenen Szenen von Folter und Hinrichtung, sei es durch diese gekonnte Mixtur von Tragik und Humor, die einem abwechselnd die Tränen in die Augen treibt und dann wieder laut auflachen lässt.
An sich wären die Geschichten jeder Personengruppe für sich genommen schon ausreichend für einen abendfüllenden Film. Die zunächst parallel verlaufenden und schließlich dann auch zusammenhängenden Episodenstränge scheinen zunächst in ihrer Komplexität zu überfordern, gar zu verwirren. Doch im Grunde fühlt man sich nur selten vom Wesentlichen abgelenkt: Von den einfachen Menschen, die um das Basalste kämpfen müssen - ihre Existenz, ihr Recht auf ein bisschen Lebensglück. Die Landschaftsbilder und die vielen kleinen persönlichen Schicksale (die auf wahren Begebnissen beruhen!) überwältigen. Die erstklassigen Laiendarsteller und die Leinwandgrößen tun ein Übriges.

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