Francois Truffaut entnahm die Inspiration für den Film „Außer Atem“ (im Original: „À bout de soufflé“) einem Zeitungsbericht über einen Polizeimord, aus dem er zusammen mit dem zu jener Zeit noch weitgehend unbekannten Regisseur Jean-Luc Godard dessen ersten Spielfilm machte. Damit legte das Duo den Grundstein für eine lange Erfolgsgeschichte für Film und Regie; auch dank diesem Film gilt Godard heute als einflussreichster Regisseur des französischen Kinos. Protagonist des Films ist der Kleinkriminelle Michel, der auf dem Weg nach Paris mit einem gestohlenen Wagen in eine Verkehrskontrolle gerät und einen der Polizisten erschießt. Von diesem Zeitpunkt an befindet sich Michel auf der Flucht; Hilfe bekommt er von seiner Bekannten Patricia, Studentin und Zeitungsverkäuferin. Während er versucht, Geld für eine Flucht aufzutreiben, werden beide jedoch immer mehr in die Enge getrieben, und schließlich muss Patricia sich entscheiden: Schützt sie Michel weiterhin oder verrät sie ihn zugunsten ihrer Karriere?
In „Außer Atem“ wagt sich Godard an stilistische Experimente, darunter die Schnittechnik des Jump Cut, natürliche statt künstlicher Beleuchtung und Szenen an Originalschauplätzen statt in Studios. Das Endstation.Kino zeigt den Klassiker am 11. Februar in der Originalvertonung mit Untertiteln; anlässlich der Vorstellung wird ein Filmgespräch mit dem Filmwissenschaftler Rainer Vowe stattfinden.
Außer Atem – Vorstellung mit Filmgespräch | Mi 11.2. 19 Uhr | Endstation.Kino
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