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Michael Röls (Gründe Jugend), Indra Paas (Jusos), Martin Mödder (Moderator, Landesvorsitzender der JEF NRW), David Best (JuLis), Sarah Beckhoff (JU Dortmund)
Foto: Marco Papadopoulos

Wie knusprig darf die Pommes sein?

06. Juli 2018

EU-Podiumsdiskussion mit Parteijugenden in Dortmund – Spezial 07/18

Dieses Thema bot am Anlass für die Podiumsdiskussion der JEF Dortmund (Junge Europäische Föderalisten) mit dem amüsanten Titel „Don’t touch my Pommes – Guckt die EU jetzt in die Fritteuse?“. Nach einer kurzen Einführung in die Kompetenzverteilung und Ziele der aus 28 Mitgliedstaaten bestehenden EU durch Adelheid Puttler, Professorin an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, ging es über in eine Podiumsdiskussion der Parteijugenden unter der Moderation von Martin Mödder, Landesvorsitzender der JEF NRW. Zu Gast waren die Vorsitzenden mehrerer Dortmunder Parteijugenden, nämlich Sarah Beckhoff (Junge Union), David Best (Junge Liberale), Indra Paas (Jusos) sowie Michael Röls (Vorstandsmitglied Grüne Jugend).

Ist die Acrylamidverordnung nun Panikmache, eine maßlose Übertreibung auf Seiten der EU oder ein wichtiger Schritt zur Transparenz von Lebensmitteln und gesundheitlichen Auswirkungen durch eine schärfere Kontrolle von Unternehmen, Kleinbetrieben und Imbissen? In der Diskussion ging es besonders um die Selbstentscheidung des Verbrauchers: Jeder kann im eigenen Haushalt seine eigenen Produkte braten, frittieren oder backen wie er möchte, aber kann die EU ins öffentliche Leben eingreifen und den Bürger bevormunden wie er was zu essen hat? David Best verglich das zynisch mit dem übermäßigen Alkoholkonsum von jungen Leuten, die Bier und Vodka auch in ungesunden Mengen, aber aus freien Stücken, konsumieren. Hier greift keiner ein oder entdeckt mögliche Schadstoffe. Doch gerade hier liegt der Unterschied, denn Acrylamid scheint krebsfördernd zu sein, unabhängig vom Konsum.

Zusammenfassend waren sich die Diskutanten der verschiedenen Parteien einig und die Diskussion entwickelte sich nicht zum Streitgespräch, sondern zu einem Beitrag über die neue Lebensmittelverordnung und die gezielte Entscheidungskraft der EU. Außerdem wurde über die Sicherheits- und Rüstungspolitik gesprochen, über ein einheitliches Europa und die Utopie einer europäischen Armee, die sich strategisch schnell einig wird. Schließlich schwebte über der Veranstaltung ein pro-föderalistischer Konsens.

Im Anschluss gab es dann „europarechtskonform zubereitete Snacks“, von Pommes keine Spur. Doch die waren ein sehr dominantes Thema an diesem Abend. Die Acrylamidverordnung wurde kurz und schmerzlos durchgesetzt, um ein gesundheitliches Risiko vorbeugend zu minimieren. Und wenn wir ehrlich sind schmecken die Pommes immer noch genauso gut wie vorher.

Marco Papadopoulos

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