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Once Upon A Time… In Hollywood

Once Upon A Time… In Hollywood
USA 2019, Laufzeit: 162 Min., FSK 16
Regie: Quentin Tarantino
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Margot Robbie, Al Pacino, Kurt Russell, Michael Madsen

Meine Meinung zu diesem Film

Ein Tarantino
woelffchen (580), 04.09.2019

Wieder mal ein Tarantino, an dem er lange gearbeitet hat. Aber: Das Ergebnis ist Geschmacksache. Wer auf T. steht, der ist begeistert, wer nicht, sollte zu Hause bleiben, denn T.’s Filme sind anspruchsvoll und keine „Sofa-und-Cola (bzw. Bier)-und-Chips“ Unterhaltung, denn man muß mitdenken. Vorkenntnisse sind nicht nur angebracht, sondern dringend erforderlich, denn sonst werden die 162 Minuten zur öden Quälerei und man versteht nur ‚Bahnhof... Zug abgefahren’. Also: Vorher Kritiken lesen (www.filmdienst.de und www.filmstarts.de) - meine beliebtesten. Für mich bzw. uns gingen die 162 Min. wie im Fluge vorbei (ein gutes Zeichen!) Etwas amerikanische Kulturgeschichte im Kopf zu haben, ist hilfreich. Fazit: Informativ, interessant, spannend und manchmal... eben: Tarantatino = schräg und abgefahren! Demnach: Sehr sehenswert. (Wir haben ihn in O.m.U. gesehen; es gibt ihn aber auch sychronisiert; ist nicht so anstrengend).

Der große Manipulator
Das Auge (281), 01.09.2019

Tarantinos Kunst besteht in diesem Fall darin, eine Fiktion wie eine Dolumentation erscheinen zu lassen. Beiläufig werden die kleinen und großen Eitelkeiten, Ängste, Sehnsüchte, Agressionen, Lieben, Freundschaften und Gemeinheiten verhandelt. Ein ruhiger Erzählfluss mündet in einen Exzess, der zwar einerseits übertrieben erscheint, aber im Grunde die im wirklichen Leben stattfindenden Brutalitäten / (Massen)Morde nur reflektiert.
Getragen wird der Film durch die hervorragend aufgelegte Schauspielerriege, voran natürlich durch das Dream-Team Pitt und DiCaprio, die kongenial das Filmbuissiness mit seinem Druck, seinen Verwerfungen und Loyalitäten, die nur auf Geld beruhen, aufzeigen. Der Film entwickelt eine unheimliche Suspense unter der Sonne Kaliforniens, hinter jedem Lächeln ahnt man die Katastrophe, die sich aus Ehrgeiz, Neid, Angst, Dummheit und falschen Zielen entwickelt. Tarantino folgt nicht Mustern seiner bisherigen Filme, sondern kristalllisiert in linearer Abfolge der Ereignisse ein Ergebnis heraus, das einen nachhaltig gedanklich beschäftigt.
Ein großes Werk eines Meisters auf der Höhe seines Könnens.

Götterdämmerung
observer (198), 22.08.2019

Sorry, das war gar nichts. Drei quälend langweilige Stunden, die rein gar nichts erzählen und außer ein paar Posen nichts zu bieten haben. Beim brutalen Showdown guckt man nur noch kurz auf und denkt: Aha, Film läuft noch. Offensichtlich wird Tarantino müde. Warum er sich ausgerechnet das Jahr 1969 ausgesucht hat und dazu die Manson-Morde missbraucht bleibt schleierhaft. Wegen der gewohnt guten Ausstattung gerade noch 3 von 10 Punkten.

Grandiose Schauspieler, ansonsten nicht mein Fall
mobile (156), 17.08.2019

Zu diesem Film könnte man natürlich nun einen sehr ausführlichen Text schreiben. Ich habe Kritiken gelesen und mich über die Hintergründe informiert, den Fall Manson. Ich will es aber recht kurz halten. Die schauspielerische Leistung ist bis in die Nebenrollen grandios. Gerne habe ich Brad und Leo zugesehen, wie sie cool und doch verletzlich, lustig und ironisch agieren. Man kann richtig eintauchen in das Hollywood der späten 60er Jahre. Kleidung, Frisuren, Musik, Autos, Wohnungseinrichtung, alles mit Liebe zum Detail.
Dennoch habe ich mich in den ersten 2 Stunden gelangweilt, da es keine richtige Handlung gibt, alles plättschert so dahin. Dann kommt das große Massaker, wie zu erwarten war, obwohl anders als vielleicht vermutet. Die letzten Minuten hätte es auch ohne das alles geben können.
Also, nicht mein Fall.
Bin gespannt auf weitere Kommentare...

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