
Honey Don’t!
USA 2025, Laufzeit: 89 Min., FSK 16
Regie: Ethan Coen
Darsteller: Margaret Qualley, Aubrey Plaza, Chris Evans
>> www.upig.de/micro/honey-don-t
Feministische Pulp-Komödie
No Country for Old White Men
„Honey don’t“ von Ethan Coen
Honey O'Donahue (Margaret Qualley, „Drive-Away Dolls“) ist Privatdetektivin in einem kalifornischen Kaff. Als eine Frau ermordet wird, führt die Spur zu einem durchtriebenen Sektenführer (Chris Evans). Und weil das Morden nicht aufhört, kommt Besuch aus Frankreich (Lera Abova) angerollt.
Ethan Coen und seine Gattin und Co-Autorin Tricia Cooke schalten nach ihren „Drive-Away Dolls“ einen Gang höher und schütteln erneut munter und erfrischend Erzählkonventionen durch. Nichts ist hier gradlinig, und genau damit kommt dieser Pulp-Krimi dem echten Leben näher als jede Derrick-Folge. O.K., am Rande geht es schon mal skurril und ausufernd brutal zu, aber man will ja auch ein bisschen Spaß haben – es ist und bleibt ein Coen-Film. Ein absurder Trip, bei dem Heteromänner ordentlich einstecken, ein Trip, der auch durchaus mal ins Tragische kippt – denn diese Männer sind selbst Schuld. Schuld an vielem.
Während sich Bruder Joel fürs Erste auf Shakespeare-Klassiker besinnt („Macbeth“), haut Ethan Coen zu Trumps zweiter Amtszeit eine Trilogie gegen das rechtsrepublikanische Establishment raus. „Wir sind keine Republikaner“, hieß es schon in „Drive-Away Dolls“. Und auch hier treten Lesben selbstbewusst und verführerisch auf, für sich ein und den Männern in den Arsch. Provokant freizügig, frech und respektlos. Ein irrer Trip, ein Aufschrei, politisch korrekt weil inkorrekt, schick inszeniert und geschliffen mit rotzigem Dialog. Als nächstes dann: „Go, Beavers!“

Echt. Kino.
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