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Batman Begins

Batman Begins
USA 2005, Laufzeit: 140 Min., FSK 12
Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Christian Bale, Sir Michael Caine, Liam Neeson, Katie Holmes, Morgan Freeman, Cillian Murphy, Gary Oldman, Tom Wilkinson, Rutger Hauer, Mark Boone jr.
>> www.warnerbros.de/batmanbegins

Meine Meinung zu diesem Film

Gar nicht mal so schlecht
Tara (93), 13.07.2005

Seit Jahren liebe ich die Batman Filme schon alleine wegen Tim Burton!
Doch dieser (natürlich nicht von Burton) schlägt raus!
Das ganze knallige bunte Spektakel wurde weggelassen und durch düstere ernsthaftigkeit ersetzt! Gar nicht mal so schlecht, geradezu begeisternd!
Ich war beeindruckt, und auch von Christian Bale dem solche düsteren Rollen anzuziehen scheinen (Reign of Fire)
Der Film ist schön gemacht auch mit Liebe zum Detail, ich musste ihn mir einfach ein zweitesmal anschauen und da war er nicht weniger gut!

Siebzehnter Teil Batman gegen fiese Asiaten
Rocky Racoon (2), 11.07.2005

Hm, unterhaltsam ja, aber der moralische Unterton 'Batman haut die Asiaten platt' ist mir zu banal. Klar ist es ein Comic, daher schwarz und weiß, aber offensichtlich ist die Ninja-Geschichte an Matrix angelehnt.
Erst wollte er als Guter in Tibet dem Herrn Mörder den Kopp nicht abhauen, um später alle abzuschlachten; merkwürdige Moral. Das solche Filme gesponsort werden, ist schlimm, denn die meisten Leute schauen sich die Filme an und merken gar nicht, wie sie Anti-Asiatisch programmiert werden...
Abgesehen davon kann es meiner Ansicht nach keinen anderen Joker geben, das ist ja abartig.

Hoffentlich gibt es nicht bald auch noch Spiderman Teil eins vor der eigentlichen Trilogie, etc. Ein bißchen zum heulen. Aber das schreib ich wohl lieber beim nächsten Film 'Batman gegen Sith', haha.

Hm.
Aphina (2), 09.07.2005

Also, meine Herrschaften! Ich bin gänzlich sprachlos, wie tief dieser Film in Ihre Ungnade gefallen ist!
Während ich doch von der (meiner) gestrigen Filmsession im Ufa- Kinotheater am Hauptbahnhof nicht untertrieben begeistert war! In Ordnung, sehr geistig anspruchsvoll ist solch eine Art der Freizeitgestaltung nicht, lediglich (wobei man dies in Klammern setzen sollte) eine lockere Form der Unterhaltung, genau richtig für die ersten Ferientage! Dass ich keinerlei Enttäuschung verspürt habe, bezüglich sowohl der Ausführung, als auch der Idee dieses "Projektes", liegt zweifellos daran, dass ich keine gute Kennerin der Batman Comics bin und an diesen Film keine weiteren Erwartungen gesetzt hatte, als dass er mich unterhalten sollte. Und ich bin froh, dass ich ihn in vollen Zügen genießen konnte, ohne auf die wahrheitsgetreue Überlieferung der Originalgeschichte achten zu müssen- was ich bei (anderen) Literaturverfilmungen durchaus und sehr penibel- und ohnehin kritisch- tue!
Mein Rat an diejenigen, die diesen Film als völlig unbrauchbar und mülleimergeeignet abgestuft haben:
Machen Sie sich nicht daraus und lassen Sie sich nicht die Laune verderben- es wird noch genug andere Filme in Ihrem Leben geben und außerdem sind da ja noch die Batman Comichefte!
Mit recht freundlichem Gruß

@-,-'-
Bruce_Wayne (73), 04.07.2005

Lieber Vorredner,
ich bin mir noch unschlüssig, ob Du die Comics gelesen hast oder nicht, da doch ein jeder Batman Leser weiss, dass Batman nicht Micky Maus ist und somit charakterlich mehr als eine Dimension vorweisen kann, als Onkel Dagobert vs. Panzerknacker.

Zu c): eine Verbindung zu irgendeinem Ur-Batman kann nicht bestehen, da der Joker am Ende von "Batman Begins" bereits existiert und in allen bisherigen Interpretationen erst von Batman erschaffen wurde, nämlich als er ihn beim Kampf in die Chemietonne wirft.

Da ich dir nun weitergeholfen habe, könntest Du das uU auch tun: Was genau ist dieses kapitale "POPCORN"-Kino, dass Du so wirr umschreibst? Mit Tiefgang oder ohne Anspruch? Ist Batman Begins jetzt POPCORN oder legst Du Dir das wie es gerade passt?

Aber mit der Anmerkungen, dass es sogar mehr als zwei Stunden Mist sind, hast Du zweifelsfrei recht! Das wurde übersehen!

Nochn eine Frage an alle:

Stört es eigentlich keinen hier, dass Batman Ras Al Ghul tötet und dann diesen zynischen Kommentar abgibt? Glaubt hier tatsächlich jeder, dass es einen Unterschied zwischen "töten" und "ausknocken und sterben lassen" gibt?

Dann hatten die Amerikaner ja Erfolg!

Toller Film!
klick182 (5), 03.07.2005

Zum Filmstart waren reihenweise gute Kritiken zu "Batman Begins" zu lesen, selbst aus Ecken, aus den man das normalerweise nicht erwarten sollte (FAZ). Das machte mich eher skeptisch, entäuschen mich Filme meistens doch, die mit zuviel Vorschußlorbeeren ausgestattet wurden.
Das ist bei "Batman Begins" nicht der Fall. Der Film ist sogar noch besser, als ich gedacht hätte. Christopher Nolan schafft es, Popcorn-Kino geschickt mit einem gewissen Anspruch zu verknüpfen.
Die düster Ästhetik des Films (nach dem knallbunten letzten BATMAN-Filmen war das auch bitter nötig) und der nötige Tiefgang bei der Entwicklung der Charaktere sind Grundpfeiler der Klasse dieses Films, die herausragende Besetzung (Caine, Freeman, Neeson und endlich mal nicht als Bösewicht: Gary Oldman) tut ihr übriges, Christian Bale ist für mich ein würdiger, wenn nicht gar der bisher bester Batman-Darsteller.
Die Kritik anderer Beitragsersteller, es handle sich hier um zwei Stunden (es sind sogar mehr) computeranimierten Mist muss ich folgendens entgegen halten:
a) ohne Computer läuft heute im Bereich POPCORN-Kino gar nix mehr. Wer das nicht erträgt, soll sich nicht BATMAN sondern einen Film im Programmkino reinziehen und hinterher nicht meckern.
b) Nolan hat bewusst auf viele Effekte verzichtet: Bale musste als BATMAN gehörig an Gewicht und Muskeln zulegen, um auch "IMPOSANT" zu wirken. Viele Stunts wurden klassich ausgeführt, das BATMOBIL sogar richtig gebaut und alle Stunts damit NICHT am Computer animiert, sondern wenn dann nur nachbearbeitet (Hintergrund).

Auch der Vorwurf, die Charaktere seien zu eindimensional - hallo, die klare Abgrenzung zwischen GUT und BÖSE macht doch erst einen COMIC aus.
Und am besten: hätte der junge Bruce Nachtschnecken... ich muss lachen. Irgendeine Erklärung muss es ja für den Anfang von BATMAN geben, auf alle Fälle ist diese besser als wenn er von einer Fledermaus gebissen worden wäre (oder vom Himmel gefallen...).

Natürlich muss ich auch einige Negativpunkte anmerken:

a) Katie Holmes. Ich kann sie nicht leiden, sie wirkt in der Rolle der Oberstaatsanwältin so gut platziert wie John Wayne einst als Dschinghis Khan (hey, wo sind die Kim Basingers und Michelle Pfeiffers???).
b) BATMAN selbst hätte noch düsterer und hasserfüllter werden können (in den Comics wird dies angedeutet)
c) ACHTUNG SPOILER!!! Am Ende wird mit dem Joker der nächste Bösewicht angekündigt, doch den hatten wir ja schon... will Nolan im nächsten Teil die Geschichte nochmal erzählen oder nur einen logischen Übergang zum Ur-Batman von 1989 schaffen??? Oder führt Nolan die Batman_Saga nach "BATMAN & ROBIN" weiter???
d) leider sind viele Kämpfe zu schnell geschnitten und unübersichtlich... der Kinozuschauer hat Porbleme dem zu folgen... wenn es aber Absicht war um das "schnelle, unsichtbare Vorgehen" Batmans zu demonstrieren, ok.

Fazit:
BATMAN BEGINS ist mit Sicherheit einer der besten, wenn nicht der beste BATMAN bisher (abgesehen vom Tim-Burton-BATMAN von 1989).
Gute Darsteller, gute Regie, astreine Effekte - Kinogängerherz, was willst Du mehr? Und wie gesagt, wer POPCORN-Kino nicht sehen will... die Programmkinos freuen sich über jeden Besucher (weiß ich aus eigener Erfahrung, geh nämlich regelmnäßig auch hin).

Nacktschneckenman
Colonia (683), 30.06.2005

Wäre der junge Bruce nach dem Sturz in den Brunnen nicht Fledermäusen, sondern Nacktschnecken begegnet - wäre er dann der Nacktschneckenman geworden?

Man weiß es nicht.

Was ich sicher weiß: Ich hab schon sehr viel Blödsinn gesehen und hab auch schon das eine oder andere Mal das Kino vor dem Finale verlassen, aber selten so fluchtartig wie hier. Was für ein gequirlter Müll!

Bruce' Vater ist derart zum Steinerweichen Gutmensch und redet so unsäglich schlecht geschnitze Dialoge, dass man sich wünscht, er möge lieber jetzt als gleich das Zeitliche segnen.

Als er das tut, wirds aber keineswegs besser. Der Mann in den Bergen, Ra's Al-Ghul, nimmt Bruce unter die Fittiche und lässt ihn vom Ober-Jediritter Liam Neeson ausbilden. Die Macht ist nun mit ihm.

Und nach "Sieben Jahren in Tibet" ist das tot geglaubte Nullgesicht Bruce zurück in Gotham; Q hat schon recht hübsche Männerspielzeuge für ihn in der Schublade liegen.

Irgendwann taucht ein sprechender Jutesack auf, der wohl der Oberfiesling ist. Auch treffend "Sackgesicht" genannt. Ein Mafiaboss wird kurz erledigt, dann eine Superwaffe geklaut. Und dann hab ich das Kino verlassen.

Es hätte eine hübsche Parodie werden können, aber leider ist das alles wohl ernst gemeint. Dabei sind die Dialoge so grottig wie selten, die Geschichte ist zum Einlschlafen langweilig, der Held genau so uninteressant wie seine Gegenspieler.

Spart euch das Geld!

Return of the Flattermann
Kinokeule (541), 23.06.2005

Das Action-Kino wird hier sicherlich nicht neu definiert, aber der Film ist dennoch etwas über dem Durchschnitt. Insbesondere die erste Stunde hat mir gut gefallen. Bruce Waynes anfängliche Angst vor Fledermäusen, seine Kampfausbildung und die immer wiederkehrenden Gespräche um Rache, Gerechtigkeit und Angst machen diesen Film interessant. Danach zieht Bale seine Maske an, ist kaum noch zu sehen und ein übliches Pixel-Spektakel beginnt. Leider ist diesmal kein Jack Nicholson oder Jim Carrey als genialer Gegenspieler dabei. Scarecrow (Cillian Murphy) kann diese großen Schuhe nicht tragen. Ansonsten mal einen Blick auf die wirklich gute Besetzung neben C.Bale: Michael Caine(souverän gesprochen von Jürgen Thormann) spielt den Ersatzvater, Liam Neeson als weiser Samurailehrer, Morgan Freeman, der sympathischer Tüftler und besonders Gary Oldman, der gegen den Strich als Batmans Verbündeter für die Lacher zuständig ist. Mit Tom Wilkinson und Rutger Hauer sind auch die Nebenrollen gut besetzt.

Das Batmobil sieht aus wie ein Humvee, der Batsuit ist ein Hochleistungsanzug ohne Brustwarzen. Bedenke, Batman ist der einzige Superheld, der keine übermenschlichen Fähigkeiten besitzt. Er kommt nicht von Krypton, wurde nicht von einer mutierten Spinne gebissen, sondern erlangt sein Können durch Training und mit technischer Hilfe. Gotham City und die Bathöhle hingegen sind wenig beeindruckend.

Alles in allem, ein vergnüglicher Kinoabend, der meine etwas erhöhten Erwartungen nur teilweise erfüllte (3 Sterne)

Schund
otello7788 (543), 21.06.2005

Ein unglaublicher Haufen viel zu schnell geschnittenem, computergeneriertem Mist wurde mir soeben 2h lang als Film verkauft. Ich möchte auch glauben, daß M.Freeman, M.Caine und Liam Neeson nur als Avatare mitspielten und nie auf dem Set waren. Es waren 5,70 EUR die ich besser ins Klo gespült hätte, als mir diesen Unsinn anzutun. Unsäglich!

Nice Ride!
Bruce_Wayne (73), 17.06.2005

Dass Nolan ein weiterer Joel Schumacher werden könnte, ahnte ich bereits, als die Familie Wayne in einem galaktischen Interrail direkt aus Star Trek herüber nach Gotham geflogen kamen, aber ich dachte mir, dass ein etwas verfehlter Sinn für Ästhetik ein verzeihlicher Makel sei und beschloss, dem Film weiterhin eine Chance zu geben.

Ich wurde eine Stunde lang nicht enttäuscht: ersichtlich bemüht, auf die Idee hinter Batman einzugehen, liess Nolan seine Figur, nach der Ermordung der Eltern, die Entscheidung fällen, niemals zu töten, um nicht die Mittel derergleichen anzuwenden, welche seine Eltern ermordeten. Ungeschickt explizit, aber richtig wurde dargelegt, dass wahre Gerechtigkeit, in Abgrenzung zum bösen Antagonisten Ras Al Ghul, nicht durch Vergeltung erreicht werden kann. Der tragische Bruce Wayne, der die Menschen die ihm nahe stehen als liederlicher Playboy täuschen muss, um keine angreifbare Identität zu haben wurde im gesamten Werdegang vom Himalaya an ausgeleuchtet.

Trotz meiner nicht überschwänglichen Begeisterung für das kubistisch anmutende Batmobil war ich überrascht: Selten wurde Batman, so stark von der moralischen und menschlichen Seite beleuchtet, wie in diesem Film.

Kurz bevor der Film sich in der letzten halben Stunde, in ein völkisches Knall- und Lachfeuerwerk verwandelt, in dem sich interessante Figuren wie Alfred oder Jim Gordon als eigentlich dümmlich dreinblickenden Gaglieferanten entpuppen oder Penner unverhofft markige Sprüche nach wild explosiven Verfolgungsjagden, die, wie ich dachte, seit gewisser 14 Minuten aus Matrix Reloaded vollkommen überflüssig sind, liefern, gipfelt der Kampf zwischen Al Ghul und Batman:

Al Ghul ist, um Batmans wahre Identität wissend, zurückgekehrt und fordert ihn erneut auf, sich ihm anzuschließen, um seinen teuflischen Plan, die ganze Stadt zu vernichten zu verwirklichen. Ungläubig wie interessiert lauschte ich dessen Erklärungen, dass auch die Beseitigung seiner Eltern unlängst Teil dieses Planes war und vernahm mit Entsetzen, dass sich an seinen militanten Ambitionen eine Gerechtigkeit in Form einer Balance herzustellen, die sich ergäbe falls man Gotham zerstöre, nichts geändert hatte. Kurz: Batman lehnt ab und Al Ghul beginnt ohne ihn. Auf dem galaktischen Interrail durch die ganze Stadt rasend, versucht er mit einer Wunderwaffe das zuvor vergiftete Trinkwasser zu vaporisieren, auf das es in den Lungen der schuldigen Bürger seine toxische Wirkung entfalte. Mit Hilfe von Gordon sprengt Batman eine Brücke der futuristischen Straßenbahn, auf die diese nun auch steuerungsunfähig zuschiesst. Die Stadt ist gerettet. An Bord jedoch ringen die beiden Kontrahenten noch immer und der Abgrund rückt näher. Schließlich wirft Batman Al Ghul zu Boden, schlägt ihn bewegungsunfähig und lässt ihn weiter dem sicheren Tod entgegensausen. Bevor er sich abseilt, verabschiedet er sich mit dem nonchalanten Hinweis darauf, dass die Tatsache, dass er nicht töte noch lange nicht bedeute, dass er auf den Schurken aufpassen müsste.

Es imponierte mir ungemein, wie der Regisseur sich, trotz der ganzen Mühen um die Moral und um die Werte, vielleicht sogar um den Humanismus, in dem Film zu solch einer unverkrampften Lösung durchringen konnte. Es fällt einem Amerikaner sicher nicht leicht, einfach alle Werte über den Haufen zu werfen, aber natürlich konnte er ja Saddam Batman nicht einfach verraten lassen. Ein dramaturgisches Dilemma - einfach gelöst. Sagte ich Saddam?

Erleichtert, dass sich am Ende Alles zum Guten wendet, genoss ich, während sich neben mir ein tiefbayrisches Ehepaar vor Rührung und Befreiung weinend in den Armen lag und einzwei Kulturlegastheniker hinter mir über einen explodierenden Esel oder so etwas lachten, die plötzlich und ungemein heftig aufkeimende Liebesgeschichte zwischen Bruce und seiner Jugendliebe Rachel, die ich fast vergessen hatte und sah fasziniert zu, wie Batman schlußendlich jeglicher Mystizität entkleidet, den Hammer in der Hand mit Gordon das Batsignal zusammennagelt und verliess, natürlich zufrieden, den Kinosaal.

That´s entertainment!
flogme (8), 16.06.2005

Hervorragende Schauspieler, ein perfektes Drehbuch und tolle Special Effects, die sich nie in den Vordergrund drängen: So muss Blockbusterkino aussehen. Nur Katie Holmes und die unscharfe und zu laute Wiedergabe des Films im Ufa-Palast am Hauptbahnhof haben den Filmgenuss getrübt. Was findet Tom Cruise nur an Ihr, er war mit Nicole Kidmann verheiratet!

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