„Wir haben uns zu Beginn gesagt: Wir sind erfolgreich, wenn wir nicht noch einmal zur Wahl antreten müssen. Wenn die Parteien gelernt haben, sich mehr um die Bürger zu kümmern.“ Das war 1999. Da konnten die Mülheimer erstmals ihr Kreuzchen für Lothar Reinhard und seine „MBI“ machen, für die „Mülheimer Bürger-Initiativen“, eine Quasi-Partei aus enttäuschten Wählern.
Ach, komm! Das bisschen Wählen, das machen wir doch mit links ... äh, will ich hoffen. Gut, ein paar Wähler werden es wieder mit rechts machen, aber trotzdem ist für uns Demokratieprofis das ganze Wählen ein Klacks. Ich bin ja schon 55 Jahre auf diesem Planeten und habe schon so oft gewählt: einen Beruf, ein paar Männer, jede Menge Wohnungen.
Frau Merkel, die Menschen mögen Sie. Warum?
Angela Merkel: Na das versteht sich doch von selbst. Ich habe ein freundliches Wesen, ein überaus angenehmes Äußeres, glänze nicht zuletzt durch meine große Bescheidenheit, mache intelligente, gute Politik und ich bin ein Vorbild für die Jugend.
Was wäre das für ein Ruhrgebiet! Alle Gebäude, egal ob Wohnhäuser, Fabriken, oder Bürotürme, sie alle trügen einen grünen Pelz. Flachdächer wären keine Flachdächer mehr, sondern Gemüsebeete oder Obstwiesen. An den Fassaden würde Spätburgunder und Riesling reifen.
Die Motive für Urban Gardening sind zwar vielfältig, doch immer ist ein spezifischer Missstand Ausgangspunkt der Stadtbegrünung auf eigene Faust. Urban Gardening-Projekte im Ausland können daher Aufschluss über die politischen und wirtschaftlichen Probleme des jeweiligen Landes geben.
Warum ich in die Stadt gezogen bin? Ich gehe gerne ins Kino, ins Theater ... Klar, klar, die gängigen Argumente, ist mir klar. Ich bin nix Besonderes, auch nicht in meinen Bedürfnissen. Das weiß ich. Aber es gibt noch einen Grund für mich, in der Großstadt zu leben, der dürfte mich von den meisten Menschen unterscheiden.
trailer: Herr Sondermann, ist Urban Gardening nur eine Modeerscheinung?
Martin Sondermann: Nein, die Kleingartenbewegung gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert. In Kriegszeiten legte man Notgärten an, auch an ganz zentralen Orten, zum Beispiel vor dem Reichstag in Berlin. In den großen Parkanlagen in den Städten baute man Kartoffeln an.
trailer: Herr Voß, Ruhrgebiet und Urban Gardening, ist das ein Widerspruch?
Arnold Voß: Nein, überhaupt nicht. Das Urban Gardening musste im Ruhrgebiet gar nicht neu erfunden werden. Der städtische Garten sowohl als Nutzgarten und auch als Ziergarten hat hier eine lange Tradition.
Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Vorsitzender des Marburger Bundes und CDU-Mitglied, über Auflagen für ausländische Ärztinnen und Ärzte, veränderte Arbeitsbedingungen und Ärztemangel.
Andrea Hitzke leitet die Dortmunder „Mitternachtsmission“, die Prostituierten Unterstützung anbietet. Im Interview spricht sie über den Zuzug von Prostitutionsmigrantinnen und deren Probleme.

Lohn der Angst
Intro – Nach der Arbeit
Klassenkampf von oben
Teil 1: Leitartikel – CDU und SPD wenden sich gemeinsam gegen arbeitende Menschen
„Je länger ein Arbeitstag dauert, desto unproduktiver wird er“
Teil 1: Interview – Gewerkschafter Stephan Krull über kürzere Arbeitszeiten und gesellschaftliche Teilhabe
Geschenkte Freizeit
Teil 1: Lokale Initiativen – Die Agentur Wake Up Communications Düsseldorf
Erst das Vergnügen
Teil 2: Leitartikel – Industriearbeit ist ein Auslaufmodell
„Das BGE würde eher schaden als nützen“
Teil 2: Interview – Philosoph und Ökonom Birger Priddat über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens
Mehr als Existenzsicherung
Teil 2: Lokale Initiativen – Die Attac-AG „Genug für alle“ aus Bonn
Sanktionen schaffen keine Stellen
Teil 3: Leitartikel – Politik und Wirtschaft lassen Arbeitslose oft im Stich
„Eine gewisse Unsicherheit und Versagensängste“
Teil 3: Interview – Experte Matthias Auer über den Arbeitsmarkt für Jung-Akademiker
Der ganze Mensch
Teil 3: Lokale Initiativen – Die GESA Gruppe in Wuppertal hilft bei der Rückkehr ins Arbeitsleben
Vertrauen durch Bildung
Was tatsächlich gegen Arbeitslosigkeit hilft – Europa-Vorbild Dänemark
Kurz frei
Arbeit schläft nie. Auch ihre Jünger nicht – Glosse
Fehlbilanz
Intro – Mündig
Überwachen und Strafen
Teil 1: Leitartikel – Eine gesenkte Strafmündigkeit würde nicht zu mehr Sicherheit führen, sondern zu mehr Kindern und Jugendlichen im Knast.
„Kinder, die Probleme machen, haben in der Regel auch Probleme“
Teil 1: Interview – Kriminologin Nadine Bals über Jugendstrafrecht und Strafmündigkeit
Helfen statt strafen
Teil 1: Lokale Initiativen – Die Evangelische Jugendhilfe Bochum
Die unmögliche Schule
Teil 2: Leitartikel – Lernen und Lehren zwischen Takt und Freiheit
„Wirklich Interesse zeigen“
Teil 2: Interview – Pädagogin Inke Hummel über die Beziehung zwischen Jugendlichen und Erwachsenen
Freude am Lernen lernen
Teil 2: Lokale Initiativen – Der Verein In Via Köln und die Motivia-Werkstattschule
Jedem sein Kreuz
Teil 3: Leitartikel – Über Mündigkeit an der Wahlurne
„Wir empfehlen, das Wahlalter zu senken“
Teil 3: Interview – Demokratieexperte Jonathan Hoffmann über die Wahlbeteiligung von Jugendlichen
Was junge Menschen bewegt
Teil 3: Lokale Initiativen – Filmreihen von Jugendlichen im Medienprojekt Wuppertal
Machtinteresse
In Österreich wählen bereits 16-Jährige – Europa-Vorbild: Österreich
Die Reifeprüfung
Erst zornig, dann stur. Das Leben des Homo politicus – Glosse
Erschütternd normal
Intro – Gegenwehr