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The Impostors
USA 1998, Laufzeit: 100 Min., FSK 6
Regie: Stanley Tucci
Darsteller: Oliver Platt, Stanley Tucci, Teagle F. Bougere, Elizabeth Bracco, Steve Buscemi, Billy Connolly, Allan Corduner, Hope Davis, Dana Ivey, Allison Janney, Richard Jenkins, Matt McGrath, Alfred Molina, Isabella Rossellini, Campbell Scott, Tony Shalhoub, Lili Taylor, Lewis J. Stadlen, Woody Allen

Es beginnt mit einer Slapstick-Szene. Stanley Tucci ("Ein Sommernachtstraum") und Oliver Platt ("Eine Date zu dritt") agieren stumm und staksig wie Leinwandclowns aus uralten Zeiten und sichern sich mit diesem kleinen schauspielerischen Bravourstück schon in den ersten Minuten die ersten herzhaften Lacher. Dann beginnt die Geschichte von den zwei arbeitslosen Schauspielern, die - ganz im Komödien-Stil früher Film-Jahre - in schräge Abenteuer mit Verwechslungen und Verwicklungen jeder erdenklichen Art geraten. Irgendwo zwischen Buster Keaton und den Marx Brothers, nur in Farbe, spult sich die simpel gestrickte, sympathisch schräge Geschichte ab. Die beiden Traumtänzer, die auch entfernt an Stan und Ollie erinnern, geraten in einer nostalgischen Ozeandampfer-Kulisse an einen ganzen Schwung abenteuerlicher Situationen und skuriller Figuren. Da ist der depressive Entertainer "Happy" (Steve Buscemi), ein erster Maat (Tony Shaloub), der eigentlich für die Sicherheit an Bord zuständig ist, sich aber als politischer Saboteur entpuppt, eine incognito reisende Königin (Isabella Rosselini), ein eitler Schauspieler (Alfred Molina), der den beiden Trotteln das Leben besonders schwer macht, und weiteres bunt gemischtes Volk - Hochstapler, Glücksritter, Bankrotteure. Ohne Lily (Lily Taylor), die Chefstewardess, wären die blinden Pasagiere bald enttarnt. Aber mit ihrer Hilfe mischen sie nach und nach den Luxusliner so richtig auf und stehen am Schluss unversehens als große Helden da. Nach seinem großartigen "Big Night", einem eher stillen Film, zündet Regisseur und Autor Stanley Tucci nun mit "The Impostors" ein buntes, filigranes Gag-Feuerwerk. Der Film ist auf äußerst sympathische Weise unzeitgemäß, eine Hommage an jene seltene Kunst der Komik, die aus kleinsten mimischen und gestischen Elementen erwächst. Ein wahres Wunder, dass ein Kinostück dieser Art noch auf unseren Leinwänden erscheint.

(Heinz Holzapfel)

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