Eine Karte der Klänge von Tokio
E 2009, Laufzeit: 109 Min.
Regie: Isabel Coixet
Darsteller: Rinko Kikuchi, Sergi López, Min Tanaka, Manabu Oshio
Chance genutzt
Biggi (153), 12.08.2010
Coixet hat Klasse. Das beweist sie auch in diesem, auch wieder schweren, schwermütigen Film mit epischen Bildern, die zu keinem Moment an Kraft und Intensität verlieren. Geheimnisvoll bleibt die Deutung mancher Betrachtung dem Zuschauer überlassen.
Als Fan von Haruki Murakami Büchern finde ich hier auch starke Parallelen in der Erzählweise und im Sujet. Eine Nähe zu Wong Kar Wei lässt sich auch herstellen, nur um einen ersten Eindruck zu vermitteln.
Ein überaus fesselnder Film, zu dem auch die musikalische Untermalung passt. Schade, dass er in Düsseldorf nicht das Publikum findet.
Chance vertan
Matt513 (274), 06.08.2010
Dieser Film hätte alle Anlagen zu einem wirklich sehenswerten Kinoerlebnis gehabt. Ambitionierte Kinematographie, Drehorte, gute Schauspielerleistungen, interessantes Sujet - nur leider verläuft ab einem gewissen Punkt die Handlung viel zu langweilig und überraschungsfrei. An verschiedenen Stellen hätten sich Gelegenheiten zum Absprung aus der Lethargie aufgetan, dem Film nochmal eine unerwartete Wendung, etwas Drive zu geben, aber nichts da. So können Japan-Fans sich immerhin über die Stadtansichten von Tokio freuen, bisweilen gefärbt mit den warmen Sepiatönen des europäischen Programmkinos. Mehr leider nicht.

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