
Aus nächster Distanz
Deutschland, Israel, Frankreich 2017, Laufzeit: 93 Min., FSK 12
Regie: Eran Riklis
Darsteller: Neta Riskin, Golshifteh Farahani, Doraid Liddawi
>> ausnaechsterdistanz-derfilm.de
Agentinnendrama
Schlechte Karten
„Aus nächster Distanz“ von Eran Riklis
Agentin Naomi wird vom israelischen Geheimdienst nach Hamburg geschickt, wo sie die Informantin Mona beschützen soll. Monas Deckung im Libanon war aufgeflogen. Gerade wurde sie einer Gesichts-OP unterzogen, in zwei Wochen ist sie wieder einsatzbereit. Bis dahin teilt sie sich mit Naomi die Wohnung. Die beiden Frauen öffnen sich schon bald einander bis in die Tränen, die eine bangt um ihren Sohn in der Ferne, die andere hat ihren Partner verloren und wünscht sich sehnlichst ein Kind. Man spendet einander Trost durch Handauflegen, trotziger Fröhlichkeit, Schminktiopps und Kalenderspruch. Während der Feind näher rückt, lockern die Agentinnen die Regeln und geben ihrer Empathie auch mal Vorrang vor der Sicherheit.
Das alles wirkt nicht sehr professionell, zumindest wenn man es mit dem Agentenleben abgleicht, das man sonst so aus dem Kino kennt. Aber Regisseur Eran Riklis („Lemon Tree“, „Playoff“) dreht hier auch nicht den neuen Bond, sondern sucht den weiblichen Blick. Inwieweit er ihn trifft, darf die Damenwelt entscheiden. Den Plot an sich jedenfalls führt er noch zu einem überraschenden Ende.

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