Die zwischen Tunesien und Sizilien gelegene Insel Lampedusa ist für viele Menschen das Synonym unmenschlicher europäischer Einwanderungspolitik. Täglich kämpfen Menschenrechtsorganisationen zusammen mit den circa 5000 Einwohner in zwei Auffanglagern um das Leben tausender Flüchtlinge und Asylsuchende.
Menschenhändler und Schlepperbanden sind es, die versprechen, die Verzweifelten nach Europa zu bringen, doch die Wenigsten überleben die auf größtenteils seeuntauglichen Booten organisierte Flucht. Nach dem Bootsunglück vor Lampedusa im Oktober 2013 war es die italienische Regierung, die die Operation „Mare Nostrum" ins Leben rief. 130.000 Menschen konnten aufgrunddessen in den nachfolgenden zehn Monaten aus Seenot gerettet werden. Unterstützung von der EU bekam Italien nicht, sodass die Operation im November 2014 beendet werden musste.
Die Amnesty International Asylgruppe Dortmund und Amnesty International Hochschulgruppe Dortmund erinnern am kommenden Dienstag an das Unglück vor der italienischen Insel, bei dem über 380 Menschen starben. Der Film „Tod vor Lampedusa" von Ellen Trapp und Natalie Amiri zeigt dabei eindringlich die Situation derjenigen, die in Europa Schutz und Hilfe suchen. In der anschließenden Gesprächsrunde, wozu die Veranstalter einige Experten eingeladen haben, stehen sicherlich die Chancen und Möglichkeiten, aber auch das Versagen von Europa, das bezüglich seiner Flüchtlingspolitik keine besonders gute Figur macht, im Fokus der Diskussion.
„Das Lampedusa Unglück“ | Amnesty International Asylgruppe Dortmund und Amnesty International Hochschulgruppe Dortmund | Di 10.2. 19.30 Uhr | Auslandsgesellschaft NRW e.V. | www.agnrw.de
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