Es ist eine einfache Geschichte. Sie spielt irgendwo am Rande der endlosen Prärie. Ein Mann lebt zusammen mit seiner Tochter in einem Haus am Fluss. Sie leben alleine, die Mutter hat die Familie vor langer Zeit verlassen. Vater und Tochter lieben sich wie Eltern und Kinder das tun.
Der Retter naht. Er hat einen Berg Golddukaten zum Pressetermin mitgebracht. Und einen Esel auch. Der scheißt ihm vielleicht noch ein, zwei Münzen dazu. Wer jetzt an die Wirtschaftskrise denkt, liegt selbstverständlich falsch.
Ein wenig hatte man sich ja schon gewundert. Inmitten von deutschen Kriegstötungen und sich verschärfenden sozialen Antagonismen fällt deutschen Musikanten nichts Besseres ein, sich die Sicherheit der Zweierbeziehung als Gegengift zur „Welt, in der nichts bleibt“ zu wünschen.
Auf der rechten Bühnenhälfte der Kölner Oper thront pyramidenförmig das Gürzenich-Orchester mit roten Fez-Hüten. Soll hier einer der großen Klassiker des Broadways dem „Humba, Humba,Tätärä“ der Kölner Karnevals geopfert werden, fragt man sich verwundert.
Was lange währt, wird endlich gut. So sagt man, aber was ist, wenn nach langer Warterei doch nichts Brauchbares entsteht? Dann ist die Enttäuschung doppelt groß.
„Also sprach sie und rief den schöngelockten Gespielen: Dirnen, steht mir doch still! Wo fliehet ihr hin vor dem Manne? Meinet ihr etwa, er komme zu uns in feindlicher Absicht? Nein, er kommt zu uns, ein armer irrender Fremdling, dessen man pflegen muß.
„Alla turca“ klingt verführerisch, süß, duftend, fremdartig, orientalisch geheimnisvoll. Mozart liebte die Türkenoper, seine Entführung aus dem Serail spielt zwischen Säulen und bärtigen Männern in bunten Pumphosen. Fazil Say, Pianist aus Ankara, kam als 17jähriger Stipendiat nach ersten Studien in der Türkei ins gepflegte Düsseldorf am Rhein, um...
Wer als Musiker oder Band etwas auf sich hält oder werden möchte, geht in eine der Metropolen Deutschlands, Köln, Hamburg, München oder vorzugsweise Berlin. Dieses ungeschriebene Gesetz gilt seit Jahrzehnten und die Dringlichkeit, einen solchen Schritt zu tun, scheint...
Mit einem „antörnenden“ Theaterstück in den Silvesterabend einsteigen. Das hat Tradition im (deutschen) Kulturbetrieb. Im Fernsehen war es einst Millowitsch, der die Familie vor dem Pantoffelkino versammelte, ehe man sich mit der obligatorischen Show dem Gläser-Anstoßen näherte.
Wie golden waren die Zeiten, als große Städte noch eigene Operettentheater besaßen. Es gibt eine unglaubliche Zahl witziger Operetten mit wunderbarer Musik, die alle kein Zuhause mehr besitzen...

Irrlichterndes Begehren
„Le Nozze di Figaro“ an der Oper Köln – Oper in NRW 02/26
Gleichheit und Freiheit
„Grund und Boden“ in K21 in Düsseldorf – Kunst in NRW 02/26
Frischer Wind
Louis Philippson im Konzerthaus Dortmund – Klassik an der Ruhr 02/26
Nie erkaltender Stoff
„I Capuleti e i Montecchi“ in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 02/26
Keine Entspannung
Kulturmanagerin Mechtild Tellman über die Zukunft des Tanzes – Tanz in NRW 02/26
Spiel mit der Psyche
Hofesh Shechter gastierte mit seiner Tanzkompanie in Köln – Tanz in NRW 01/26
Ab in die Hölle
Zwei Opern mit Bezug zu Dantes „Inferno“ in Gelsenkirchen – Oper in NRW 01/26
Hymne an Liebe und Toleranz
„Der Barbier von Sevilla“ an der Oper Bonn – Oper in NRW 01/26
Aus der Perspektive
Ingrid Wiener im Marta Herford – Kunst in NRW 01/26
Väter und Söhne
Christoph und Julian Prégardien in Dortmund und Köln – Klassik an der Ruhr 01/26
Dirigat mit Temperament
Konzerte mit dem neuen Kölner GMD Andrés Orozco-Estrada – Klassik am Rhein 01/26
Völlig natürlich atmen
Gitarrist Bill Frisell im Dortmunder Domicil – Improvisierte Musik in NRW 01/26
Vom Ausstellen
Hans-Peter Feldmann im Kunstpalast Düsseldorf – Kunst in NRW 12/25
Internationales Silvesterfest
Künstler von drei Kontinenten begegnen sich in Köln – Klassik am Rhein 12/25
Bach mit E-Gitarre
Das Ensemble Resonanz in Köln und Dortmund – Klassik an der Ruhr 12/25
Orgeltrio mit frischem Sound
„Deadeye“ im Kölner Stadtgarten – Improvisierte Musik in NRW 12/25
Tanz schärft die Sinne
IP Tanz feiert 30. Geburtstag – Tanz in NRW 12/25
Liebe überwindet den Tod
„Orpheus und Eurydike“ am Gelsenkirchener MiR – Oper in NRW 12/25
Ein letzter Gruß
Das Hagen Quartett verabschiedet sich vom Kölner Publikum – Klassik am Rhein 11/25
Ein vergessener Streik
„Baha und die wilden 70er“ am Kölner Comedia Theater – Musical in NRW
Wachsende Szene
Das 5. Festival Zeit für Zirkus startet in NRW – Tanz in NRW 11/25
Liebe gegen alle Widerstände
„Roméo et Juliette“ in Krefeld – Oper in NRW 11/25
Singende Fische
„Die Frau ohne Schatten“ am Theater Bonn – Oper in NRW 11/25
Über Macht und Identität
Die Herner Tage Alter Musik 2025 – Klassik an der Ruhr 11/25
Die Geschichten in einem Bild
Gregory Crewdson im Kunstmuseum Bonn – Kunst in NRW 11/25